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Hamburgs Brücken. radiert | fotografiert |
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06.09.2011 |
2500 Brücken aus Eisen und Stahl, Beton und Backstein prägen das Stadtbild Hamburgs. Die erste dieser Brücken war sicherlich eine Klappbrücke,
die Besuchern Einlass gewährte oder verwehrte. Immer da, wo Hamburg weiter wuchs, wurde auch eine Brücke gebaut: um Güter zu transportieren,
Wege zu verkürzen, den Hafen durch Schienen und Straßen mit dem Hinterland zu verbinden, den Verkehr durch die Stadt zu lenken oder dem
Eisenbahnverkehr und der Hochbahn eine Trasse zu geben. Hamburgs Brücken haben einen hohen Nutzwert und sichern seit jeher den Wohlstand
der Bürger dieser Stadt. Aber nicht nur das. Viele Hamburger Brücken sind architektonische Meisterwerke von großer Schönheit.
 
Foto: Helmut Klein, Elbbrücke | Radierung: Rolf Nesch, Elbbrücke II, 1932 (Sammlung Hamburger Sparkasse)
Der deutsch-norwegische Maler und Grafiker Rolf Nesch war der erste von außerhalb stammende Künstler, der sich systematisch mit den Hamburger
Brücken befasste. Er radierte 1932 den Zyklus „Hamburger Brücken“ und realisierte dabei technische Neuerungen in der Grafik. Er
entdeckte z.B. Lichteffekte, die bei Durchätzung einer Radierplatte im Druck entstanden, und kombinierte Hoch- und Tiefdruckverfahren.

Hamburg Speicherstadt Kannengießer-Brücke
Rolf Nesch, *1893 in Oberesslingen/Neckar, studierte bei Oskar Kokoschka in Dresden und wurde von Ernst Ludwig Kirchner beeinflusst. 1929
ließ er sich in Hamburg nieder und wurde Mitglied der Hamburger Sezession. 1933 emigrierte Nesch nach Norwegen. 1975 verstarb er in Oslo.
Der österreichische Fotograf Helmut Klein hat in handwerklicher Präzision eine Auswahl der schönsten und wichtigsten Brücken Hamburgs fotografiert
und sich dabei der Herausforderung gestellt, die drei Dimensionen dieser „Skulpturen“ auf zweidimensionalen Bildern darzustellen. Seine
Aufnahmen zeugen von gezieltem und kontrolliertem Spiel mit der Perspektive sowie Sparsamkeit mit Farbe, um den Blick auf das Wesentliche
zu
lenken.

Hochbahnbrücke Rödingsmarkt
Helmut Klein, *1945, wuchs in Wien auf, studierte Fotografie, Zeichnen und Malen. Er arbeitete als Pressefotograf und Bildreporter in
Johannesburg
und ist nach Stationen in Vancouver und Seattle seit 1981in Wien als Werbe- und Modefotograf für nationale und internationale
Auftraggeber tätig. Er stellt seine vielfach ausgezeichneten Aufnahmen weltweit aus.
Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., Georgsplatz 10, 20099 Hamburg
Ausstellungsdauer: 7. September – 11. November 2011
Öffnungszeiten: mo-do 14-17, fr 14-16 Uhr
Eröffnung am 7. September 2011, 18.00 Uhr in der Galerie im Georgshof
Begrüßung Ansgar Wimmer, Vorstandsvorsitzender Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.
Einführung Heinz-Peter Schultz, Kurator Sammlung Hamburger Sparkasse
Dr. Jan Zimmermann, Historiker, im Gespräch mit Prof. Helmut Klein
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