| Grants for Editorial Photography 2010 |
| 06.09.2010 | |
|
Am 2. September 2010 wurden während der Visa Pour l'Image im französischen Perpignan die Preisträger der diesjährigen „Grants for Editorial Photography" bekanntgegeben. Getty Images vergibt an die folgenden fünf Fotojournalisten Stipendien in Höhe von je 20.000 US-Dollar:
Stefano De Luigi, Italien, für „TIA – This is Africa“ (Das ist Afrika) Miquel Dewever-Plana, Frankreich, für „The Other War“ (Der andere Krieg) Edwin Koo, Singapur, für „Paradise Lost: Pakistan’s Swat Valley“ (Das verlorene Paradies: Das Swat-Tal in Pakistan) Darcy Padilla, USA, für „The Julie Project“ (Das Julie Projekt) Jerome Sessini, Frankreich, für „So far from God, too close to America“ (So fern von Gott, zu nah an Amerika) Jerome Sessini, Darcy Padilla, Edwin Koo, Miquel Dewever, Stefano De Luigi und Julia Marie Rendleman wurden von Aidan Sullivan (Vice President of Photo Assignments, Getty Images) und Jean Francois Leroy (Director of Visa Pour l'Image-Perpignan Association) gewürdigt, © Antonio Bolfo/Reportage by Getty Images Darüber hinaus erhalten vier Fotojournalismus-Studenten aus den USA je 5000 US-Dollar im Rahmen der ‚Student Grants‘: Bryan Anselm, Western Kentucky University, für „A Generation in Limbo“ (Eine Generation in der Schwebe) Julie Glassberg, International Center of Photography, für „Bike Kill“ Julia Marie Rendleman, Southern Illinois University, Carbondale, für „Impact Incarceration at Dixon Springs“ (Auswirkungen der Inhaftierung in Dixon Springs) Paris Visone, The Art Institute of Boston, für „Gender Roles and Appearance“ (Die Geschlechterrollen und deren Erscheinungsbild) Neben der finanziellen Unterstützung erhalten alle Stipendiaten zudem Hilfestellung bei der Durchführung ihrer Dokumentationsprojekte durch die Bildredakteure von Getty Images. Aidan Sullivan, Vice President of Photo Assignments bei Getty Images, kommentiert: „Ich freue mich, dass unser Stipendienprogramm für redaktionelle Fotografie weiterhin Fotojournalisten fördert, und es ihnen ermöglicht, wichtige visuelle Arbeiten weltweit einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Unsere diesjährige Jury sichtete 260 Bewerbungen und Projektvorschläge von professionellen Fotografen sowie 48 Beiträge von Studenten aus der ganzen Welt. Wir sind von den diesjährigen Gewinnern begeistert, weil ihre Projekte fesselnde und komplexe Themen ansprechen.“ Zu den Jurymitgliedern gehörten: Stephen Frailey, Lehrstuhl, Photography Department, School of Visual Arts Jean-Francois Leroy, Director General, Visa Pour l’Image Eugene Richards, Fotojournalist Kathy Ryan, Director of Photography, The New York Times Jamie Wellford, Senior Photo Editor, Newsweek Die Stipendien für redaktionelle Fotografie wurden 2004 von Getty Images ins Leben gerufen, um aufstrebenden Fotojournalisten bei Projekten von persönlicher und redaktioneller Bedeutung zu unterstützen. Seit 2004 wendete Getty Images über 600.000 US-Dollar im Rahmen der „Grants for Editorial Photography“ und der „Grants for Good“ auf. Übersicht über die Fotografieprojekte | Professionelle Fotojournalisten Stefano De Luigi, Italien, für „TIA – This is Africa“ (Das ist Afrika). Im Rahmen der Fertigstellung diverser Foto-Essays über verschiedene Länder Afrikas wird De Luigi als nächstes über den Sudan, Chad und Darfur berichten und dabei die tragischen, aber auch die schönen Momente im Leben der afrikanischen Bevölkerung dokumentieren. ![]() © Stefano de Luigi, Projekttitel „TIA – This is Africa“. Mit freundlicher Genehmigung von Stefano de Luigi Miquel Dewever-Plana, Frankreich, für „The Other War“ (Der andere Krieg). Der Stipendiat dokumentiert sämtliche Formen der Gewalt an Menschen und Straßenkindern in Guatemala aufgrund von Drogenhandel, Banden und Privatunternehmen, die gewalttätige Auftragsarbeiten durchführen. ![]() © Miquel Dewever-Plana, Projekttitel „The Other War“. Mit freundlicher Genehmigung von Miquel Dewever-Plana Edwin Koo, Singapur, für „Paradise Lost: Pakistan’s Swat Valley“ (Das verlorene Paradies: Pakistans Swat-Tal). Koo dokumentiert den Wiederaufbau des Swat-Tals und das Leid der Menschen infolge des Krieges. Das Projekt zeigt, wie die dort lebenden Stämme diese außergewöhnliche Gegend zurückfordern, nachdem die militanten Taliban keinen Einfluss mehr haben. ![]() © Edwin Koo, Projekttitel „Paradise Lost: Pakistan’s Swat Valley“. Mit freundlicher Genehmigung von Edwin Koo Darcy Padilla, USA, für „The Julie Project” (Das Julie Projekt). Padilla nutzt das Stipendium, um ein langfristiges Projekt fortzuführen, das unterschiedliche Aspekte wie Wohlstand, Armut, Familienrechte, AIDS und Substanzmissbrauch aufzeigt. Sie personifiziert diese Faktoren, indem sie das Leben einer einzigen Person detailliert darstellt. ![]() © Jérôme Sessini, Projekttitel „So far from God, too close to America“. Mit freundlicher Genehmigung von Jérôme Sessini Jerome Sessini, Frankreich, für „So far from God, too close to America” (So fern von Gott, zu nah an Amerika). Sessini wird weiter an seinem Projekt über Mexiko arbeiten. Er zeigt damit, wie Mexiko in Gewalt versinkt, während die Regierung gegen die Drogenkartelle Krieg führt und diese ihre Aktivitäten von Revierkämpfen auf terroristische Aktionen gegen das Militär und Zivilisten in den wichtigsten Gemeinden entlang der mexikanisch-amerikanischen Grenze ausweiten. ![]() © Darcy Padilla, Projekttitel „The Julie Project“. Mit freundlicher Genehmigung von Darcy Padilla Fotojournalismus-Studenten Bryan Anselm, Western Kentucky University, für „A Generation in Limbo“ (Eine Generation in der Schwebe). Anselm arbeitet an einer Dokumentation über die Jugend von Uganda, eine Generation, die mit einer korrupten Regierung, Armut, Bildungsmangel und den Nachwehen des Bürgerkriegs konfrontiert ist, in dem viele Kinder gezwungen waren, als Soldaten zu kämpfen, die aber auch die Möglichkeiten aufzeigt, wie die Folgen des Bürgerkriegs überwunden werden können. ![]() © Bryan Anselm, Projekttitel „A Generation in Limbo“. Mit freundlicher Genehmigung von Bryan Anselm Julie Glassberg, International Center of Photography, für „Bike Kill“. Glassberg beschreibt eine Gruppe von Menschen, die als „Subkultur“ in einer Gesellschaft leben und dokumentiert deren alternative Lebensarten ohne wirtschaftlichen und sozialen Druck; sie portraitiert Menschen, die ein Lebensmodell abseits der Norm in einer wohlhabenden und inspirierenden Umgebung mit Kunst, Musik und Leidenschaft geschaffen haben. ![]() © Julie Glassberg, Projekttitel „Bike Kill“. Mit freundlicher Genehmigung von Julie Glassberg Julia Marie Rendleman, Southern Illinois University, Carbondale, für „Impact Incarceration at Dixon Springs“ (Auswirkungen der Inhaftierung in Dixon Springs). Dieses Projekt berichtet über Frauen, die ein Erziehungslager in einem Gefängnis durchlaufen und dadurch ihre Haftstrafe erheblich verkürzen, um sich an ein bürgerliches Leben zu gewöhnen und zu ihren Familien zurückzukehren. ![]() © Julia Marie Rendleman, Projekttitel „The Impact Incarceration Program“. Mit freundlicher Genehmigung von Julia Marie Rendleman Paris Visone, The Art Institute of Boston, für „Gender Roles and Appearance” (Die Geschlechterrollen und deren Erscheinungsbild). Das Projekt beschäftigt sich mit der Gender-Dynamik und Sexualität ihrer Probanden und zeigt, wie diese Dynamiken zu den von beiden Geschlechtern erwartete Rolle beitragen und wie diese Rollen aufrechterhalten und von Generation zu Generation weitergegeben werden. ![]() © Paris Visone, Projekttitel „Gender Roles and Appearance“. Mit freundlicher Genehmigung von Paris Visone Zusätzliche Informationen über die Juroren, die Stipendiengewinner und deren Projekte sowie Fotogalerien ihrer Werke stehen zur Verfügung unter www.gettyimages.de. |