PHOTO PRESSE

Mittwoch,
08. 02.2012
Text Größe
  • Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size
Home arrow Ausstellungen arrow Never just Looking
Never just Looking
22.08.2010
„Looking is not indifferent. There can never be any question of ‚just looking’.“ Victor Burgin, Thinking Photography. Das Forum für Fotografie, Köln, zeigt ab 5. September 2010 die Ausstellung „Never just Looking“.

© Jim Goldberg
Ukraine 2006, Polluted river outside of Donetsk, © Jim Goldberg/Courtesy Magnumgallery

Ein journalistisches Foto ist stets mehr als das „gleichgültig“ gesehene Abbild der Realität: Es ist eine subjektive Botschaft mit dem Anspruch, wirklichkeitsgetreu und zugleich ästhetisch zu sein. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts wird die strikte Abgrenzung der Dokumentarfotografie zur künstlerischen Fotografie durchlässiger. Die Fotografen entwickeln zunehmend einen persönlichen Stil und eine eigene Bildsprache. Die Fotografie bedient sich zudem medienreflexiver Elemente und kann sich so im weiteren Kontext der zeitgenössischen Kunst positionieren.

© Susan Meiselas
USA. New York 1995, Pandora’s Box, Security TV IV, © Susan Meiselas/Courtesy Magnumgallery

Dennoch: Primär beabsichtigen die Dokumentarfotografen nach wie vor, die Welt zu zeigen, wie sie ist. Der Wahrhaftigkeit des „entscheidenden Moments“ im Einzelwerk nachzuspüren, ist ebenso Aufgabe dieser Ausstellung wie konzeptuelle Strategien offen zulegen und in der Gegenüberstellung von Klassikern des Genres und weniger bekannten Autoren unerwartete Bezüge herauszuarbeiten.

© Lise Sarfati
Sloane #34, 07.10.2003, Oakland, California, © Lise Sarfati/Courtesy Magnumgallery

So werden etwa in der Arbeit „Foreclosures: The Broken Dream“ von Bruce Gilden verschiedene Ausdrucksformen zu einer medienübergreifenden Einheit zusammen geführt, um den „unsichtbaren“ Opfern der aktuellen Wirtschaftskrise eine Stimme zu verleihen; zum Einsatz kommen hier neben klassischen Schwarzweiß-Fotos auch Film und Audio. Ebenso originelle wie künstlerisch ausdrucksvolle Dokumentationsreihen werden auch von Jim Goldberg, Susan Meiselas, Antoine d’Agata und anderen hochkarätigen, in dieser Auswahl vertretenen Autoren vorgestellt.

© Bruce Gilden
USA. Fort Meyers, Fla, October 2008, Mailboxes in front of foreclosed properties, © Bruce Gilden/Courtesy Magnumgallery

Hierzu gehören u. a. die hochartifiziellen Selbstinszenierungen von Jugendlichen vor der Kamera von Lise Sarfati; die Studie von Susan Meiselas über Manhattans First class S&M-Club „Pandora’s Box“; die eindrucksvollen Aufnahmen von Paolo Pellegrin und Abbas aus dem Iran und Saudi Arabien, sowie die poetischen Traumsequenzen aus der Serie „Mala Noche“ von Antoine d’Agata, die in Mexiko und Guatemala entstanden. Vertreten sind weiterhin Fotografen wie Elliott Erwitt, Herbert List, Leonard Freed, u. a. Die Ausstellung ist entstanden in Kooperation mit der Magnum Gallery Paris und der Galerie Thomas Zander, Köln.

Forum für Fotografie
, Schönhauser Strasse 8, D-50968 Köln
Ausstellungseröffnung: 4. September 2010, 16 Uhr
Ausstellungsdauer: 5. September bis 17. Oktober 2010
Öffnungszeiten: Mi-Fr 14-18, Sa 12, So 12-16 Uhr
Katalog: Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einem Text von Thomas Zander.
 



 

Cloud Computing – Chance oder Risiko?

+ Bildermarkt Asien (II) + Fujifilm: Qualifiziertes Wachstum + Kodak Fotokalenderpreis 2012 + Saul Leiter – Retrospektive + Welche Fotokunst hat Zukunft? Titelbild: © Daniel Gordon. Aus der Auss...
Anzeigenschluss :
für Ausgabe No. 04-2012
08.02.2012 | 12.00 Uhr

Erscheinungsdatum:
Ausgabe No. 04-2012:
16.02.2012
TIPA
facebook
Twitter

 

PP Special Portrait- und Hochzeitsfotografie

+ Das schwarze Loch: Ist die Portraitfotografie am Ende? + Exklusiv: PP Portrait-Umfrage 2011 Titelbild:  © bpp Thomas Zehnder Sie können dieses PP Special über Pressekatalo...

 

PP Special Medizin 2011

+ BERUF UND TECHNIK HD Video, 3D und fotografierende Ärzte + HASSELBLAD Die ganz große Hasselblad für das ganz Kleine + SIGMA Auflösung mal drei + DIGITALE DENTALFOTOGRAFIE Nachhil...