Ausstellungen
Never just Looking | Never just Looking |
| 22.08.2010 | |
„Looking is not indifferent. There can never be any question of ‚just looking’.“
Victor Burgin, Thinking Photography. Das Forum für Fotografie, Köln, zeigt ab 5. September 2010 die Ausstellung „Never just Looking“. Ukraine 2006, Polluted river outside of Donetsk, © Jim Goldberg/Courtesy Magnumgallery Ein journalistisches Foto ist stets mehr als das „gleichgültig“ gesehene Abbild der Realität: Es ist eine subjektive Botschaft mit dem Anspruch, wirklichkeitsgetreu und zugleich ästhetisch zu sein. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts wird die strikte Abgrenzung der Dokumentarfotografie zur künstlerischen Fotografie durchlässiger. Die Fotografen entwickeln zunehmend einen persönlichen Stil und eine eigene Bildsprache. Die Fotografie bedient sich zudem medienreflexiver Elemente und kann sich so im weiteren Kontext der zeitgenössischen Kunst positionieren. USA. New York 1995, Pandora’s Box, Security TV IV, © Susan Meiselas/Courtesy Magnumgallery Dennoch: Primär beabsichtigen die Dokumentarfotografen nach wie vor, die Welt zu zeigen, wie sie ist. Der Wahrhaftigkeit des „entscheidenden Moments“ im Einzelwerk nachzuspüren, ist ebenso Aufgabe dieser Ausstellung wie konzeptuelle Strategien offen zulegen und in der Gegenüberstellung von Klassikern des Genres und weniger bekannten Autoren unerwartete Bezüge herauszuarbeiten. Sloane #34, 07.10.2003, Oakland, California, © Lise Sarfati/Courtesy Magnumgallery So werden etwa in der Arbeit „Foreclosures: The Broken Dream“ von Bruce Gilden verschiedene Ausdrucksformen zu einer medienübergreifenden Einheit zusammen geführt, um den „unsichtbaren“ Opfern der aktuellen Wirtschaftskrise eine Stimme zu verleihen; zum Einsatz kommen hier neben klassischen Schwarzweiß-Fotos auch Film und Audio. Ebenso originelle wie künstlerisch ausdrucksvolle Dokumentationsreihen werden auch von Jim Goldberg, Susan Meiselas, Antoine d’Agata und anderen hochkarätigen, in dieser Auswahl vertretenen Autoren vorgestellt. USA. Fort Meyers, Fla, October 2008, Mailboxes in front of foreclosed properties, © Bruce Gilden/Courtesy Magnumgallery Hierzu gehören u. a. die hochartifiziellen Selbstinszenierungen von Jugendlichen vor der Kamera von Lise Sarfati; die Studie von Susan Meiselas über Manhattans First class S&M-Club „Pandora’s Box“; die eindrucksvollen Aufnahmen von Paolo Pellegrin und Abbas aus dem Iran und Saudi Arabien, sowie die poetischen Traumsequenzen aus der Serie „Mala Noche“ von Antoine d’Agata, die in Mexiko und Guatemala entstanden. Vertreten sind weiterhin Fotografen wie Elliott Erwitt, Herbert List, Leonard Freed, u. a. Die Ausstellung ist entstanden in Kooperation mit der Magnum Gallery Paris und der Galerie Thomas Zander, Köln. Forum für Fotografie, Schönhauser Strasse 8, D-50968 Köln Ausstellungseröffnung: 4. September 2010, 16 Uhr Ausstellungsdauer: 5. September bis 17. Oktober 2010 Öffnungszeiten: Mi-Fr 14-18, Sa 12, So 12-16 Uhr Katalog: Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einem Text von Thomas Zander. |
| Anzeigenschluss : für Ausgabe No. 04-2012 08.02.2012 | 12.00 Uhr |
Erscheinungsdatum: Ausgabe No. 04-2012: 16.02.2012 |