PHOTO PRESSE

Mittwoch,
08. 02.2012
Text Größe
  • Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size
Home arrow Ausstellungen arrow Herbert G. Ponting: Die Eroberung des Südpols
Herbert G. Ponting: Die Eroberung des Südpols
14.03.2010
Ab 27. März präsentiert die Flo Peters Gallery in ihren Räumen im Chilehaus in Hamburg mit der Ausstellung „Herbert G. Ponting: Die Eroberung des Südpols“ Fotografien von historischer Signifikanz und unvergleichbarer Spannung.

1910 sticht Captain Robert Falcon Scott mit dem Forschungsschiff Terra Nova in See, um unter britischer Flagge als erster Mensch den Südpol zu erobern. Teil der Mannschaft war auch ein Fotograf und Kameramann: Herbert G. Ponting. Mit seinen Aufnahmen von der Expedition und ihrer Teilnehmer schuf er nicht nur ein einzigartiges Dokument über die Anfänge der Polarforschung, sondern lässt die Nachwelt damit an einem der letzten Abenteuer der Entdeckungsgeschichte teilhaben.

Terra Nova in the Pack
Herbert G. Ponting: Terra Nova in the Pack, December 1910, © 2009 Scott Polar Research Institute, University of Cambridge

Die britische Expedition der Terra Nova zum Südpol endete 1913 tragisch. Nur knapp verfehlte Robert Falcon Scott, ihr Leiter, den Ruhm, der erste Mann am Südpol gewesen zu sein, an den Norweger Roald Amundsen, der dort einen Monat zuvor die norwegische Flagge in den Schnee gerammt hatte. Schon zu Beginn war Scott mit seiner Expedition ins Hintertreffen geraten. Sein Mangel an Erfahrung gegenüber Amundsen sowie schlechte Bedingungen verhinderten nicht nur den eigentlichen Erfolg der Expedition, sondern wurden ihm und vier weiteren Männern zum Verhängnis: Sie alle kamen auf dem Rückweg vom Pol um – nur 17 km entfernt vom rettenden Nahrungsmittellager.

Herbert Ponting kehrte 1912 mit über 1700 großformatigen Glasnegativen von arktischen Landschaften und beeindruckend lebensnahen Aufnahmen der Forscher und der Umstände der Expedition nach England zurück. Das Archiv von Herbert Ponting befindet sich heute im Scott Polar Research Institute der Cambridge Universität.

Grotto in Berg, Taylor and Wright
Herbert G. Ponting: Grotto in Berg, Taylor and Wright, January 1911, © 2009 Scott Polar Research Institute, University of Cambridge

Die gezeigten Aufnahmen sind in Zusammenarbeit mit dem belgischen Verleger Salto Ulbeek von den Originalglasplatten nach dem Platinverfahren (einem der hochwertigsten Schwarzweiß-Verfahren) angefertigt worden und beeindrucken durch ihre besonders umfangreiche Tonwertskala sowie durch eine einzigartige Brillianz und Dreidimensionalität.

Herbert Ponting fand verhältnismäßig spät zur Fotografie, nämlich erst 1900 im Alter von 30 Jahren. 1870 in Salisbury/Großbritannien in eine wohlhabende Familie geboren, hatte er sich zunächst als Geschäftsmann in den Vereinigten Staaten versucht. Im Gegensatz zu vorherigen Unternehmungen fasste er als freiberuflicher Fotograf jedoch schnell Fuß. Aufnahmen seiner Reisen, wie z. B. nach Japan, verkaufte er unter anderem an die „Illustrated London News“, „Graphic“, „Pearson’s“ oder das „Strand Magazine“.

Under the Lee of the Castle berg
Herbert G. Ponting: Under the Lee of the Castle berg, September 1911, © 2009 Scott Polar Research Institute, University of Cambridge

Großes Geschick bewies Ponting bei der erzählerischen Darstellung seiner Aufnahmen und wurde vielleicht auch deshalb ausgewählt, um die Expedition als Dokumentarist zu begleiten. 1911 gehörte er zur Küstengruppe der Terra Nova und half beim Aufbau des Winterlagers Cape Evans, wo man ihm eine Dunkelkammer zur Verfügung stellte (in der er auch schlief). Als die Expedition im Winter 1911/12 immer weiter in den Süden vordrang, kam Pontings dokumentarische Arbeit zu einem Ende. 1921 publizierte er unter dem Titel „Der Große Weiße Süden“ seine Aufnahmen in einer fotografischen Erzählung über die Expedition. Darüber hinaus half er bei der Produktion eines kurzen vertonten Filmes namens „Neunzig Grad Süd“ (1933), der auf seinen verbliebenen Filmsequenzen basierte. 1935 starb Ponting in London.

Flo Peters Gallery, Chilehaus C, Pumpen 8, 20095 Hamburg
Ausstellungsdauer: 27. März bis 8. Mai 2010
Ausstellungseröffnung: 26. März 2010, 18 bis 20 Uhr
Öffnungszeiten: Mo-Fr 12-18, Sa 11-15 Uhr und nach Absprache

 



 

Cloud Computing – Chance oder Risiko?

+ Bildermarkt Asien (II) + Fujifilm: Qualifiziertes Wachstum + Kodak Fotokalenderpreis 2012 + Saul Leiter – Retrospektive + Welche Fotokunst hat Zukunft? Titelbild: © Daniel Gordon. Aus der Auss...
Anzeigenschluss :
für Ausgabe No. 04-2012
08.02.2012 | 12.00 Uhr

Erscheinungsdatum:
Ausgabe No. 04-2012:
16.02.2012
TIPA
facebook
Twitter

 

PP Special Portrait- und Hochzeitsfotografie

+ Das schwarze Loch: Ist die Portraitfotografie am Ende? + Exklusiv: PP Portrait-Umfrage 2011 Titelbild:  © bpp Thomas Zehnder Sie können dieses PP Special über Pressekatalo...

 

PP Special Medizin 2011

+ BERUF UND TECHNIK HD Video, 3D und fotografierende Ärzte + HASSELBLAD Die ganz große Hasselblad für das ganz Kleine + SIGMA Auflösung mal drei + DIGITALE DENTALFOTOGRAFIE Nachhil...