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08. 02.2012
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Internationaler Marianne-Brandt-Wettbewerb 2010
Das Bauhaus erfreut sich 90 Jahre nach seiner Gründung noch immer allgemeiner Aufmerksamkeit. Doch nicht nur das Jubiläum ist ein Grund dafür. Unter dem Eindruck mehrerer sich überlagernder Krisen, darunter die der Weltwirtschaft und des Weltklimas, gewinnen nach einer Hochphase des Hedonismus rationale Gedanken wieder stark an Bedeutung.

Für Marianne Brandt
und andere Aktivisten des Bauhauses stand Vernunft aber nie im Widerspruch zu Ausstrahlung und emotionaler Wärme. In diesem Sinne steht auch der vierte Marianne-Brandt-Wettbewerb, ausgeschrieben in ihrer Heimatstadt Chemnitz, wieder unter dem bewährten Motto „Die Poesie des Funktionalen“. Funktionalität bedeutet zunächst, dass die Dinge ihre eigentliche Aufgabe vorbildlich erfüllen. Stärker als in der Blütezeit des Bauhauses gehört heute auch das Nachdenken über die Endlichkeit von Ressourcen und ökologische Eigenschaften der Produkte dazu.

FOTOGRAFIE Hauptpreis 2007
FOTOGRAFIE Hauptpreis 2007 "Abwesenheitsnotizen" | Serie | 2007 
Anja Bonhof (geb. 1974), Karen Weinert (geb. 1976) Studium Visuelle Kommunikation, Bauhaus Universität Weimar, Abschluss 2004, seitdem freiberuflich künstlerisch tätig


Eine energie-, material- und umweltschonende Konzeption der gesamten Produktkreisläufe ist auch Kriterium für zeitgemäße gestalterische Lösungen geworden. Umso höher ist der Einsatz von Denkleistung zu bewerten, einer Ressource, an der nicht gespart werden darf.

Wie bei den vorherigen drei Wettbewerben gibt es auch 2010 die Kategorien Produktgestaltung und Fotografie in Erinnerung an die Hauptarbeitsgebiete Marianne Brandts. Die variable dritte Kategorie dieses Wettbewerbes widmet sich dem Thema „Licht im öffentlichen Raum“.

Zur Kategorie „Fotografie“
Das am Bauhaus noch relativ neue Medium Fotografie wurde am Bauhaus sowohl als eigenständige Kunstform als auch als Arbeitsmittel für andere gestalterische Aufgaben eingesetzt. Marianne Brandt benutzte die Fotografie dokumentierend und experimentierend. Die Weiterentwicklung der Fototechnik wie auch die Digitalisierung sorgen heute für eine allgemein verfügbare Bilderflut. Unter diesen Umständen gewinnen Qualität der Ausführung wie auch Originalität der Bildideen an Bedeutung. Die Kategorie Fotografie im Marianne-Brandt-Wettbewerb ist deshalb auf perfekt umgesetzte eigenständige Imaginationen ausgerichtet, die sowohl mit High-Tech-Apparaturen als auch mit Lochkameras umgesetzt werden können. Eingereicht werden können drei Einzelbilder oder eine Serie von maximal fünf Bildern. Bildserien sind als solche zu kennzeichnen. Die Jury erkennt dann nur die Qualität der Gesamtserie an, nicht die von Einzelbildern.

Die Aufsichtsvorlagen dürfen das Maß von 50 x 70 cm nicht überschreiten. Sie können auf geeignetes Trägermaterial aufgezogen werden, sind aber generell ungerahmt einzureichen. Durchsichtsvorlagen und Bilddateien können nicht berücksichtigt werden.

Zur Teilnahme berechtigt sind Studenten und junge Kreative, die zum letzten Termin der Einreichung das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet und ihren Hauptwohnsitz in Europa haben. Beteiligte Gruppen gelten als ein Teilnehmerbetrag. Jurymitglieder sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Es wird eine Gebühr von 25 Euro erhoben, die vorab fällig wird. Jeder Teilnehmer am Wettbewerb erhält einen Katalog gratis.

Die Wettbewerbsbeiträge können vom 1.06. bis 10.6.2010 eingereicht werden:
Wasserschloss Klaffenbach, Wasserschlossweg 6, 09123 Chemnitz
Ansprechpartner: Frau Simone Fiedler | Frau Eva Kühnert

In den drei Kategorien wird jeweils ein Preis in Höhe von 5.000 Euro sowie je drei Anerkennungen vergeben. Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst hat einen mit 5.000 Euro dotierten Sonderpreis der Kunstministerin avisiert. Weitere Sonderpreise werden von namhaften Firmen vergeben.

Einreichung der Arbeiten:
1. bis 10. Juni 2010
Tagung der Jury: 15. bis 17. Juni 2010
Benachrichtigung der Teilnehmer: bis zum 13. Juli 2010
Preisverleihung: 24.09. 2010, Opernhaus Chemnitz

Für die im Sächsischen Industriemuseum Chemnitz, im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst in Dresden und einer Präsentation auf der Gestaltermesse „Designers´ Open“ in Leipzig vorgesehenen Ausstellungen sowie für die Darstellung im Katalog wird von der Jury und den Organisatoren eine Auswahl aus den eingereichten Arbeiten getroffen.

Der Wettbewerb ist ausgeschrieben vom Kunstverein VILLA ARTE e.V. Medienhaus, Carolastrasse 4-6 c/o Schriftmedia 09111 Chemnitz Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können Der vierte internationale Marianne-Brandt-Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft von Frau Barbara Ludwig, Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz.

Jury: Agata Madejska, Polen/Deutschland Giulio Iacchetti, Italien Harri Koskinen, Finnland Michael Batz, Deutschland Marcus Botsch, Deutschland Theo Williams, England. Weiterführende Informationen unter  www.marianne-brandt-wettbewerb.de
 
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für Ausgabe No. 04-2012
08.02.2012 | 12.00 Uhr

Erscheinungsdatum:
Ausgabe No. 04-2012:
16.02.2012
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