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Mareen Fischinger - Panographien |
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10.03.2010 |
Die vermeintlich 'falschen' Fotoaufnahmen,
wie Aufsicht, Untersicht und
Schrägsicht addieren ein Bild, das
verblüfft. Das Geheimnis ihrer Wirkung
ist, dass der Apparat das rein optische
Bild reproduziert und so die wahren
Verzerrungen und Verkürzungen zeigt,
während unser Auge die aufgenommenen
optischen Erscheinungen mit
unserer intellektuellen Erfahrung durch
assoziative Bindung zu einem Vorstellungsbild
auf einem Medium zusammensetzt.

Maren Fischinger "Münstertherme"
Mareen Fischingers Panografien verbinden
das Falsche mit dem Richtigen,
wo es kein Falsch und kein Richtig gibt.
Der Apparat wird zum verlässlichen
Hilfsmittel des objektiven Sehens; das
Aneinanderreihen und Verbinden der
Perspektiven, fotografiert von einem
Standpunkt aus, suggeriert die Superperspektive
und stellt zudem einen
Zeitablauf dar. Objekte doppeln oder
verdreifachen sich, die virtuose Metamorphose
des Momentes wird eingefangen.
Maren Fischinger "Hotel de Ville"
Man kann sagen, dass der Betrachter
die Welt mit vollkommen anderen
Augen sehen und erleben kann. Das
Ergebnis sind technische Meisterwerke
– Mosaikfotografie aus hunderten von
Einzelfotos, die hochauflösend jedes
Detail erkennen lassen.
Die junge Fotografin agiert weltweit
und orientiert sich dabei an Berlin
und New York. In Düsseldorf, wo sie
studiert hat, gründete Mareen Fischinger
ihr eigenes Studio; in einer Stadt,
in der die Becher Schule entstand, die
sogenannte »Schule des Blicks«, welche
die Verbindung mit der industriellen
Architektur sucht.
Maren Fischinger "auf Schalke"
Ende der Neunziger Jahre ist Mareen
Fischinger 15 Jahre alt, als sie die
Fotografie entdeckt. Da für sie eine universitäre
Ausbildung wichtig erscheint,
wählt sie 2004 das Studienfach
Kommunikationsdesign. Sie arbeitet
mit allen Medien und probiert sich in
unterschiedlichen künstlerischen Bereichen.
Trotzdem entscheidet sie sich für
die 'Kreation von Bildern', wie sie es
bezeichnet, wenn sie ihre Fotografien
mit gekonnter Retusche und Montagen
erstellt.
Heute entwickelt sie Ihre Leidenschaft
und Kreativität durch ihren ersten und
einzigen Beruf. Sie engagiert sich stets
mit Projekten in allen kreativen Bereichen,
einschließlich der Umsetzung.
Durch ihre Ausbildung kann sie die
Thema mit Abstand in einem globalen
Kontext analysieren.
Maren Fischinger "Kirmes"
Zu unserer Zeit gehört die Industrialisierung
der Vergangenheit an (ebenso
wie die Arbeit des Paares Becher),
doch Mareen Fischinger wirft einen
neuen Blick auf die zeitgenössische
Architektur, indem sie sie zerstückelt,
beleuchtet oder enthumanisiert.
Mareen Fischinger wird vertreten von der Repräsentatin Andrea Heberger
— Art-Buying-Partner für anspruchsvolle Kunden seit 1997.
Noch bis zum 20. 3. sind ihre Panographien in der Galerie Bailly Contemporain, 25 quai Voltaire, F-75007 Paris zu sehen.
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