Ausstellungen
Das Koloniale Auge. Frühe Porträtfotografie in Indien | Das Koloniale Auge. Frühe Porträtfotografie in Indien |
| 19.07.2012 | |
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Eine Ausstellung der Kunstbibliothek, des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst.
Erstmals wird einer der an Umfang und Qualität weltweit bedeutendsten Bestände historischer Porträtfotografie Indiens in einer Ausstellung präsentiert. Die Sammlung galt ursprünglich als Kriegsverlust und gelangte in Teilen erst in den 1990er Jahren wieder zurück nach Berlin zu den Staatlichen Museen.
Bild entfernt Westfield & Co, Fakire 1870-80, Carte de Visite © Staatliche Museen zu Berlin, Ethnologisches Museum Nun bieten rund 300 Fotografien einen umfassenden Überblick zur Porträtfotografie des indischen Subkontinents aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Neben Bildern namhafter Fotografen und Studios wie Samuel Bourne, Shepherd & Robertson, A.T.W. Penn und John Burke sind auch Arbeiten weniger bekannter Autoren zu sehen. Die in jener Zeit populäre und ungeahnt facettenreiche ethnografische Fotografie wird kontrastiert mit genrehaften Straßenaufnahmen von Handwerkern und mit Adelsporträts islamischer Fürsten und Prinzessinnen, Maharajas und Clan-Chefs, die sich im eigenen Palast oder im Studio kunstvoll in Szene setzen ließen. Bild entfernt Albert Thomas Watson Penn, Toda-Frau, 1870-80, Albuminabzug © Staatliche Museen zu Berlin, Ethnologisches Museum Ein verbindender Aspekt der meisten frühen Porträts ist der spezifisch europäische Blick - „Das Koloniale Auge“. Im Dienste von Wissenschaft und Kolonialismus sollte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts das Land und seine Bewohner inventarisiert, zergliedert und vermessen werden. Die Faszination galt gleichermaßen den Ureinwohnern, dem Kastensystem, dem Prunk des Adels und dem enthaltsamen Leben der Asketen. Bild entfernt A.W.A. Platé & Co, Shakuntala-Schauspieler um 1900, Albuminabzug © Staatliche Museen zu Berlin, Ethnologisches Museum Museum für Fotografie | Kaisersaal (2. OG) |Jebensstraße 2 | 10623 Berlin Ausstellungsdauer: 20. Juli 2012 bis 21. Oktober 2012 Öffnungszeiten : di-so 10–18 Uhr, do 10–22 Uhr, mo geschlossen |
Erscheinungsdatum: Ausgabe No. 10-2013: 23.05.2013 |
| Anzeigenschluss : für Ausgabe No. 11-2013 29.05.2013 | 12.00 Uhr |