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C/O Berlin als Wirtschaftsfaktor
17.07.2012
Die Investionsbank Berlin (IBB) hat eine Studie zur aktuellen Entwicklung der Berliner Museen und Galerien veröffentlicht. Ein besonderer Fokus der Untersuchung liegt auf C/O Berlin als Beispiel für die wichtigen, positiven wirtschaftlichen Auswirklungen von Kulturinstitutionen für das jeweilige Umfeld sowie für die gesamte Hauptstadt.

Die Berliner Museen haben sich in den letzten Jahren zu einem beachtlichen wirtschaftlichen Wachstumsfeld für die Stadt entwickelt. Während zwischen 2002 und 2010 die Zahl der Ausstellungsbesucher in Deutschland lediglich um 7,9 % zunahm, stieg die Besucherzahl in Berlin um mehr als sechs Millionen (+72,8 %). Abgesehen davon, dass die Museen und Galerien jährlich zahlreiche kaufkräftige Touristen in die Stadt ziehen, schaffen sie darüber hinaus auch zusätzliche Arbeitsplätze. Insgesamt 113 umsatzsteuerpflichtige Museen mit Erlösen von insgesamt 69,9 Mio. Euro sind in der Hauptstadt ansässig. Im Vergleich mit Hamburg liegt Berlin hier mit einer Umsatzsteigerung von 33,3 % im Jahr 2010 gegenüber 2009 deutlich vorn (Hamburg: -1,7 %).

In der gesamten Berliner Wirtschaft stieg der Umsatz im entsprechenden Zeitraum lediglich um 7,9 %. So konnte der Umsatzanteil im Bereich Kunsteinzelhandel und kommerzielle Kunstgalerien am Umsatz in der Berliner Wirtschaft insgesamt von 1,1 ‰ im Jahr 2009 auf 1,3 ‰ im Folgejahr ausgeweitet werden. Im Vergleich der Bundesländer liegt Berlin mit diesem Wert nach Niedersachsen auf dem zweiten Rang. Hamburg belegt mit einem Anteil von lediglich 0,23 ‰ weit abgeschlagen den viertletzten Platz.

Die IBB zeigt in ihrer Studie am Beispiel von C/O Berlin deutlich, dass sich kulturelles Engagement – ob staatlich oder privat – auch wirtschaftlich auszahlt. Denn die jährlich bis zu 180.000 Besucher des internationalen Forums für Fotografie bringen zusätzliche Kaufkraft nach Berlin. Im Ergebnis führen die vorwiegend in Berlin-Mitte getätigten Ausgaben aller C/O Berlin-Besucher im Jahresdurchschnitt zu insgesamt 6,43 Mio. Euro Kaufkraft. Rechnet man die dargestellten wirtschaftlichen Folge- und Multiplikatoreffekte zumindest für die nächsten fünf Jahre hinzu, so kommt man zu einer durchschnittlichen jährlichen Steigerung des Berliner Bruttoinlandsprodukts (BIP) von insgesamt 10,45 Mio. Euro.

Somit wird durch die getätigten Ausgaben der Besucher von C/O Berlin in Berlin-Mitte zusätzliche Wirtschaftsleistung in ganz Berlin angestoßen. Auf Grundlage dieser zusätzlichen Wirtschaftsleistung kann berechnet werden, dass sich auch ein Teil der öffentlichen Einnahmen Berlins in den nächsten Jahren auf die Besucher des Ausstellungsforums C/O in Berlin-Mitte zurückführen lassen. Dabei betragen die zusätzlichen öffentlichen Einnahmen bei 10,45 Mio. Euro zusätzlichem Bruttoinlandsprodukt jährlich 1,31 Mio. Euro.

Die vollständige Studie können Interessierte unter www.ibb.de herunterladen.
 
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