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Altmeister der Fotografie: Ishimoto Yasuhiro verstorben
07.02.2012
Der von der japanischen Regierung zur „Person of Cultural Merit“ ernannte Fotograf Ishimoto Yasuhiro ist am 6. Februar 2012 im hohen Alter von 90 Jahren in Japan verstorben. Der japanisch-amerikanische Fotograf hatte bereits in den 1950er Jahren in den USA mit seinen im MoMA ausgestellten Personenaufnahmen für Aufsehen gesorgt. Seine 1960 veröffentlichten Schwarzweiß-Aufnahmen der japanischen Villa Katsura bei Kyoto prägten das Bild Japans im Westen maßgeblich und machten ihn weltweit bekannt.

Anlässlich der aktuell laufenden Sonderausstellung „Die kaiserliche Villa Katsura. Fotografien von Ishimoto Yasuhiro“ hatte Ishimoto Yasuhiro dem Bauhaus-Archiv/Museum für Gestaltung in Berlin noch im Dezember 2011 fünfundfünfzig seiner wegweisenden Schwarzweiß-Fotografien der kaiserlichen Villa Katsura bei Kyoto geschenkt. Die in Kooperation mit The Japan Foundation realisierte Ausstellung ist noch bis zum 12. März 2012 in Berlin zu sehen.

„Mit dem Tod von Ishimoto Yasuhiro hat die Welt einen einzigartigen Fotografen verloren. In den USA als Sohn japanisch-stämmiger Eltern geboren, hat Ishimoto dem Westen einen neuen Blick auf Japans Kultur eröffnet. Es ist uns eine besondere Ehre, mit der Ausstellung sein Schaffen umfassend zu würdigen und ihm ein Denkmal zu setzen“, sagt Dr. Annemarie Jaeggi, Direktorin des Bauhaus-Archiv/Museum für Gestaltung in Berlin.

„I feel that there is a kind of fateful link between Bauhaus and me. I would like to donate 55 of my photographs to the Bauhaus Archive Berlin“, kommentierte Ishimoto Yasuhiro erst kürzlich seine Schenkung in einem Schreiben an das Bauhaus-Archiv.

Der Fotograf Ishimoto Yasuhiro wurde am 14. Juni 1921 in San Francisco als Sohn japanischer Eltern geboren und trat 1948 dem Institute of Design in Chicago, der Nachfolgeinstitution des von László Moholy-Nagy gegründeten New Bauhaus, bei. Er studierte bei Harry Callahan und Aaron Siskind. 1953 bekam Ishimoto vom MoMA den Auftrag, für die Ausstellung „Das japanische Haus“ japanische Architekturdetails zu fotografieren. Aufnahmen der japanischen Villa Katsura führte er überwiegend im Jahr 1954 durch. 1955 waren Personenaufnahmen von Ishimoto Bestandteil der berühmten MoMA-Ausstellung „Family of Man“. Im gleichen Jahr waren Aufnahmen von ihm in der auch für das Nachkriegsdeutschland so wichtigen Ausstellung „Subjektive Fotografie II“ in Saarbrücken zu sehen. 1966 siedelte Ishimoto nach Japan über, wurde Professor an der Tokyo University of Art and Design und 1969 japanischer Bürger. Am 6. Februar 2012 starb Ishimoto Yasuhiro im Alter von 90 Jahren in Japan.
 
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