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Chris Killip | Renato Casaro
03.02.2012
Das Museum Folkwang zeigt einen Werküberblick des Fotografen Chris Killip. Nach der Retrospektive von Joel Sternfeld, einem dezidierten Farbfotografen, stellt das Museum mit Killip einen Bildautor vor, für den die Schwarz-Weiß-Fotografie eine Konzentration auf das Inhaltliche bedeutet.

Chris Killip
Chris Killip Torso, Pelaw, Gateshead, Tyneside, 1978 Courtesy of the Artist © Chris Killip

Die Ausstellung umfasst 107 Fotografien aus der Zeit 1968-2004, die im Norden Englands entstanden sind. 1946 in Douglas auf der Isle of Man geboren, startet Killip seine fotografische Laufbahn vorerst als Assistent von Adrian Flowers in London und beginnt dann ab 1969, als freier Fotograf zu arbeiten. 1976 ist er Gründungsmitglied der Side Gallery in Newcastle upon-Tyne, wo er als Direktor und Kurator zahlreiche Fotografieausstellungen organisiert.

Chris Killip
Chris Killip Bever, Skinningrove, Yorkshire, 1980 Courtesy of the Artist © Chris Killip

Seit 1991 ist Killip Professor für Fotografie an der Harvard University in Cambridge, Massachusetts. Ab 1973 wurden Killips Fotografien in zahlreichen Einzelausstellungen gezeigt. Mit seinem Projekt INFLAGRANTE, das 1988 als Buch erschien, erreichte er internationale Anerkennung. Diese Arbeit, in der Killip sein Interesse für die Beziehung des Menschen zu seinem Lebensraum formuliert, entstand als Langzeitprojekt zwischen 1975-1987 im Norden Englands. In dieser Region entstand der größte Teil seines fotografischen Schaffens.

Chris Killip
Chris Killip Father and Son Watching a Parade, Newcastle, 1980 Courtesy of the Artist © Chris Killip

Aus der persönlichen Kenntnis dieser Landschaft und ihrer Menschen entwickelte Killip eine Form der fotografischen Erzählung, die sich zwischen Distanz und Nähe, zwischen sachlicher Beschreibung und subjektiver Stellungnahme bewegt. Dieses Moment der regionalen bzw. sogar lokalen Konzentration hatte bereits in den 70er Jahren der britischen Dokumentarfotografie eine neue Perspektive gegeben, auf die es heute, im Rahmen der globalen Ambitionen, vielleicht gewinngebend ist, zurückzuschauen.

Das Deutsche Plakat Museum präsentiert Arbeiten von Renato Casaro, der als letzter großer Plakatmaler gilt und die internationale Welt der Filmplakate über viele Jahrzehnte beeinflusste.

Renato Casaro
Renato Casaro, Nikita, 1990 Deutschland (BRD) Courtesy Renato Casaro art studio + gallery, Marbella, Spanien © Renato Casaro art studio + gallery, Marbella, Spanien, 2012

Das Besondere seines Schaffens sind die sorgfältigen Ausführungen seiner Vorzeichnungen zu seinen Plakaten. Bei diesen „Vorzeichnungen“ handelt es sich in der Regel um sorgsam ausgeführte Gemälde, die Casaro so anlegt als wären sie eigenständige Werke.

Renato Casaro
Renato Casaro, I magnifici sette, 1960 The Magnificant Seven Italien Courtesy Renato Casaro art studio + gallery, Marbella, Spanien © Renato Casaro art studio + gallery, Marbella, Spanien, 2012

Die Ausstellung zeigt ca. 70 Plakate und Plakatentwürfe zu bestimmten Filmgenres, für die Casaro gearbeitet hat. Dazu gehören etwa Monumentalfilme (Der letzte Kaiser [The Last Emperor], 1989), Mafia-Sagas (Es war einmal Amerika [Once Upon a Time in America], 1983) und Fantasy-Filme (Momo, 1986), um hier nur einige zu nennen. Die Ausstellung zeichnet an Beispielen den Entstehungsprozess eines Plakates von der Idee über die Skizzen und Gemälde bis hin zum Endergebnis Plakat nach. Mit den Arbeiten von Casaro startet das Museum Folkwang eine Schwerpunkt-Reihe zum Filmplakat, die in weiteren Ausstellungen 2012 und 2013 fortgeführt werden wird.

Museum Folkwang | Museumsplatz 1 | 45128 Essen 
Ausstellungsdauer: 4. Februar 2012 bis 15. April 2012
Öffnungszeiten: di-so 10-18, fr bis 22.30 Uhr, mo geschl
 


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Ausgabe No. 11-2012:
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Anzeigenschluss :
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30.05.2012 | 12.00 Uhr
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