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Olaf Kreinsen in der „Fotogalerie im Blauen Haus“
29.01.2012
Der renommierte TV-Regisseur (u.a. „Tatort“) präsentiert in der Münchener „Fotogalerie im Blauen Haus“ einen Auszug seiner preisgekrönten Fotoarbeiten. Olaf Kreinsen gehört seit gut 20 Jahren zu den meistbeschäftigten deutschen Filmschaffenden: zunächst als Redakteur und Realisator für ARD und SAT.1, später als Regieassistent; seit 1994 führt Olaf Kreinsen Regie (darunter: „Tatort“, ZDF-Montagsfilm, TV-Movies). Als Sohn einer Fotografin kam Olaf Kreinsen bereits in frühester Kindheit mit Sucher, Auslöser und Dunkelkammer in Berührung. Deshalb schlägt – trotz seiner Erfolge im filmischen Bereich – sein Herz immer noch für den eingefrorenen Moment in der Fotografie. In den letzten Jahren widmet sich der 1960 in Gummersbach geborene Film- und Fotokünstler verstärkt der künstlerischen Auseinander¬setzung mit der Fotografie. Seit 2008 präsentiert Kreinsen seine Fotografien auf nationalen und internationalen Ausstellungen – mit Erfolg, wie verschiedene renommierte Preise und Auszeichnungen belegen (u.a. beim „Diari della Terra 2010“, Venedig, als „Bester Fotograf der EU“)

Olaf Kreinsen
Stille Ästhetik: die Schwarz-Weiß-Bilder vom Garda-See ...

„Mich reizen vor allem die Spuren des Abwesenden, die Mehrdeutigkeit und Interpretierbarkeit von Zeichen“, sagt Kreinsen. Mit der Fotokamera entdecke er seine Motive zunächst zufällig. Einmal fündig geworden, sucht und kreiert Kreinsen pointierte Bildaussagen und dramatische Effekte. Der technischen Nachbearbeitung seiner größtenteils digitalen Aufnahmen räumt der filmende Fotograf den gleichen Stellenwert wie der Aufnahme selbst ein: von der Retusche bis zur Modifikation von Schärfe und Tonalität nutzt er kreativ und virtuos technische Möglichkeiten. Ein Prozess, der ihn an früheste Erfahrungen in der elterlichen Dunkelkammer erinnere. Von Fotomontagen und inszenierten Fotografien nimmt Olaf Kreinsen indes Abstand. „Mich reizt einzig und alleine die Realität“, sagt er, „sie ist nie objektiv, immer interpretierbar. Beziehungsweise: sie muss erst interpretiert werden, um Realität zu werden.“

Olaf Kreinsen
... zeigen das Touristen-Mekka von seiner unbekannten Seite

Olaf Kreinsen wurde 1960 als Sohn einer Industriefotografin in Gummersbach geboren. Er studierte Germanistik, Anglistik, Musikwissenschaft in Hamburg, mit dem Schwerpunkt Film- und Theaterwissenschaft. Nach einer Ausbildung als Kameraassistent arbeitete er als Kameramann für Dokumentar- und Imagefilme. Olaf Kreinsens Karriere umfasst die Stationen: Redakteur und Realisator für diverse Fernsehmagazine, Regieassistent für Spielfilme, Dramaturg. Seit 1994 ist Kreinsen Regisseur zahlreicher Fernsehspiele für alle großen deutschen Sender – von „Tatort“ über ZDF-Montagsfilm und TV-Movies bis hin zum Freitagabendmelodram. In den letzten Jahren verstärkte Hinwendung zur Fotografie; seit 2008 internationale Ausstellungen (darunter: „Diari della Terra“ in Venedig; „World Photographie Festival, London; „Natura Morta“, München; „Art on Demand“, Bad Honnef).

Die Werke von Olaf Kreinsen wurden vielfach ausgezeichnet. Zu den Preisen gehören: „Bester Fotograf aus der EU“ beim „Diari della Terra“ (2010), „Preisträger der Hoepfner-Stiftung“ (2011), „World Photography Award 2011“ (Kategorie: „Still-Life/Professionals“), „Prix de la Photographie Paris“ (Px 3 Official Selection for 2011), „Schömberger Fotoherbst 2011“ (1. Preis beim Festival der Reise- und Reportagefotografie).

Fotogalerie im Blauen Haus: Seit Juni 2010 zeigt die Galerie in wechselnden Ausstellungen Bilder deutscher und internationaler Fotografen. Der Fokus liegt dabei auf zeitgenössischer, purer, unmanipulierter Fotografie, die auch für junge Sammler und Leute mit Spaß an der Fotokunst erschwinglich ist.

Fotogalerie im Blauen Haus | Schellingstraße 143 | 80798 München 
Ausstellungsdauer: bis 25. Februar und im Anschluss ist eine Werkschau vom 1. bis 17. März 2012 zu sehen
Öffnungszeiten: di-fr 15-19, sa 11-16 Uhr
Künstlergespräch: Am 1. März ab 19.00 Uhr
 


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Ausgabe No. 11-2012:
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