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Trends in der Systemfotografie: Bildstabilisation
22.04.2010
Noch immer ist Unschärfe durch Verwacklung der Kamera der häufigste Aufnahmefehler überhaupt. Seit einiger Zeit arbeiten die Kamerahersteller mit unterschiedlichen Techniken der Bildstabilisation erfolgreich daran, die Gefahr unscharfer Fotos durch Verwacklungen wirkungsvoll zu mindern. Mit der Wahl einer längeren Belichtungszeit, einer längeren Brennweite oder eines höheren Vergrößerungsmaßstabs wächst die Gefahr unscharfer Aufnahmen aufgrund von Verwacklung. Durch die Bewegung der Kamera verändert sich während des Zeitraums der Belichtung die Position der durch die Lichtstrahlen auf das Bildfeld projizierten Bildpunkte. Abhängig von der Kamerabewegung und der Länge der Verschlusszeit, des Bildwinkels und des Vergrößerungsmaßstabes werden die Bildpunkte daher mehr oder weniger unscharf abgebildet. Je länger also die Belichtungszeit, umso größer wird auch die Gefahr der Verwacklungsunschärfe.

Das gilt im besonderen Maße für Aufnahmen aus freier Hand, wo der persönliche „Zitterfaktor“ über eine ruhige Kamerahaltung entscheidet. Inzwischen gibt es mehrere Verfahren, mit denen sich Verwacklungen bei Aufnahmen aus freier Hand kompensieren lassen und die so scharfe Bilder auch dann ermöglichen, wenn mit um mehrere Lichtwerte längeren Verschlusszeiten ohne Stativ fotografiert wird. Normalerweise galt der reziproke Wert der Brennweite als längste Verschlusszeit für verwacklungsfreie Aufnahmen aus der Hand. Wird ein 200-mm-Teleobjektiv eingesetzt, so käme nach dieser Regel eine 1/200 Sekunde als längste verwacklungsfrei zu nutzende Verschlusszeit in Frage. Mit einer effektiven Bildstabilisation lassen sich heute damit sogar noch bei einer Belichtung von 1/30 Sekunde scharfe Freihandbilder schießen. Damit erweitern sich die Möglichkeiten für stimmungsvolle Aufnahmen auch bei wenig Licht.

Bisherige Methoden, Verwacklungen zu vermeiden, bestanden im Einsatz eines Stativs oder in der Wahl einer kürzeren Verschlusszeit, die sich durch eine höhere Empfindlichkeit des Aufnahmemediums oder durch das Öffnen der Blende erreichen lässt. Beides aber hat Einfluss auf die Bildwirkung beziehungsweise -qualität. Moderne Methoden zur Vermeidung von Verwacklungen nutzen innovative optischmechanische oder softwaregestützte Verfahren zur Bildstabilisation.

Optisch-mechanische Bildstabilisation.
Zwei Methoden der optisch-mechanischen Bildstabilisation haben sich bisher bewährt und kommen bei vielen Kameraherstellern zum Einsatz. Entweder wird der Bewegungsausgleich durch Verschieben des projizierten Bildes mittels eines beweglichen Linsensystems oder durch entsprechende Bewegungen des Sensors erreicht. Bei der ersten Methode befindet sich der Stabilisierungsmechanismus im Objektiv. Der Ausgleich durch Sensorbewegung erfolgt in der Kamera.

Der Vorteil der ersten Methode, bei der eine Linsengruppe entsprechend der von einem Bewegungssensor ermittelten Kamerabewegung verstellt wird, besteht darin, dass sich das Stabilisationssystem individuell für die jeweilige Brennweite und weitere optische beziehungsweise mechanische Eigenschaften des Objektivs optimieren lässt. Ein Bewegungsausgleich durch den Sensor hat den Vorzug, dass er theoretisch die Bildstabilisation mit allen verwendeten Objektiven möglich macht.

Bildstabilisation im Objektiv.
Bei der Bildstabilisation über das Verschieben einer Linsengruppe registrieren winzige Gyro-Sensoren die Objektivvibrationen und übermitteln die Messwerte an einen Mikrocomputer, der die benötigte Kompensation berechnet und die Ausgleichsbewegung der Linse sowohl horizontal als auch vertikal steuert. Manche Objektive und Kameras ermöglichen unterschiedliche Betriebsarten für die Bildstabilisation. Damit soll vermieden werden, dass absichtliches Schwenken oder Neigen der Kamera fälschlicherweise als Verwackeln interpretiert wird. Einige Objektive können den Modus auch automatisch wählen. Stellt der Sensor fest, dass eine Bewegung in einer bestimmten Richtung länger als durch die Vorgabe bestimmt andauert, wird die Bildstabilisation für diese Bewegungsrichtung ausgeschaltet.

Ganz neu ist die Methode der Hybrid-Bildstabilisation (Hybrid-IS).
Mit diesem innovativen Verfahren werden Verwacklungsunschärfen sowohl bei Schwenkbewegungen als auch bei Verschiebungen der Kamera kompensiert. So werden effizient Unschärfen, die durch unbeabsichtigte Schwenkbewegungen (drehend) und Verschiebungen (linear) der Kamera hervorgerufen werden, ausgeglichen. Durch parallele Bewegung der Kamera zum anvisierten Objekt hervorgerufene Verwacklungsunschärfen drohen besonders bei Makro- und Nahaufnahmen sowie bei eng beschnittenen Portraitfotos. Bei der neuen Technologie zur Vermeidung solcher Unschärfen werden ein Winkel-Geschwindigkeits- sowie ein Beschleunigungssensor zur Ermittlung der Verwacklungsrichtung und -stärke im Objektiv verwendet.

Der Winkel-Geschwindigkeitssensor wird bereits bei bisherigen Methoden zur optischen Bildstabilisation verwendet. Mit ihm werden Schwenk- oder Mitziehbewegungen ermittelt. Neu ist der Einsatz eines Beschleunigungssensors, der Verwacklungen feststellt, die durch Verschieben der Kamera verursacht werden. Zusätzlich werden zur Hybrid-Bildstabilisation neue Algorithmen verwendet, die das Messergebnis von beiden Sensoren auswerten. Daraufhin werden bestimmte Linsen im Objektiv so bewegt, dass beide Verwacklungsarten signifikant kompensiert werden.

Bildstabilisation in der Kamera. Die Bildstabilisation über die Ausgleichsbewegung des Bildsensors verringert die Verwacklungsgefahr mit allen angesetzten Objektiven, auch mit solchen, die selbst keinen optischen Bildstabilisator besitzen. Für eine optimale Kompensation benötigt das System aber Angaben über die Brennweite des verwendeten Objektivs. Diese wird bei neueren Objektiven zusammen mit weiteren Kennzeichen des Objektivs automatisch an den Kameraprozessor übermittelt. Werden ältere Objektive angesetzt, die keinen elektronischen Datenaustausch ermöglichen, müssen für eine optimale Kompensation die Brennweite oder auch der Objektivtyp manuell in das System eingegeben werden.

Bildstabilisation per Multishot. In einigen Kameras werden auch innovative Multishot-Techniken für die Vermeidung von Verwacklungsunschärfen eingesetzt. Bisher findet dieses Verfahren nur in einigen Kompaktkameras Verwendung. Dort werden bei jedem Auslösen automatisch zwei Fotos aufgenommen: Eine unterbelichtete Aufnahme mit kurzer Verschlusszeit für die Schärfeinformation und eine exakt belichtete, aber unscharfe Aufnahme mit langer Belichtungszeit für die Farbinformationen.

Die Kamerasoftware kombiniert automatisch die optimierten Resultate zu einem scharfen Foto. Die jüngsten Systeme zur Bildstabilisation ermöglichen – je nach persönlichem Zitterfaktor – bis zu vier Belichtungsstufen längere Verschlusszeiten. Damit erschließen sich neue, kreative Arbeitsmöglichkeiten für Liebhaber der Available Light Fotografie. Zur photokina, der größten Fotomesse der Welt, werden weitere Kameras und Objektive mit verbesserten Systemen zur Bildstabilisation erwartet.   
 
Zeiss Victory DiaScope 85 T* FL gewinnt Designpreis
22.04.2010
Das neue Spektiv von Carl Zeiss konnte die Jury überzeugen und sich gegen die internationale Konkurrenz durchsetzen. Das Zeiss Victory DiaScope 85 T* FL wurde im Bereich Produktdesign mit dem begehrten red dot design award 2010 ausgezeichnet. Mit mehr als 4000 Einsendungen aus fast 60 Nationen zählt der red dot design award zu den renommiertesten und größten Designwettbewerben weltweit.
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Das Victory DiaScope 85 T* FL überzeugt den Anwender wie auch die red dot Jury mit überragender Technik und funktionalem Design: Das robuste, wasserdichte Gehäuse wird durch eine schwarze Gummiarmierung geschützt, bleibt dabei jedoch kompakt und leicht. Um das Bild scharf zu stellen, musste man bisher umgreifen – mit dem innovativen Konzept DualSpeedFokus (DSF) ist nun bequem und schnell das Scharfstellen an nur einem Fokussierrad möglich. Das FL-Konzept sorgt für eine unübertroffene Helligkeit und Brillanz der Bilder.
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Zudem ermöglicht das neue Vario-Okular, mit bis zu 75-facher Vergrößerung, eine nie dagewesene Perfektion in der Natur- und Wildbeobachtung. Mit einem Adapter lässt sich blitzschnell eine Digitalkamera anbringen und so das Beobachtete festhalten. Die Preisverleihung findet unter dem Beisein von Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Medien am 5. Juli 2010 im Essener Opernhaus statt.
 
Neuer Gesamtvertriebsleiter bei Sigma
22.04.2010
Die Sigma  (Deutschland) GmbH ist kontinuierlich auf Wachstumskurs und beendete das Geschäftsjahr 2009 mit einem starken Umsatzplus. Um diese Expansion weiter auszubauen, hat das Unternehmen zum Frühjahr die internen Strukturen und den Vertrieb an die neuen Herausforderungen angepasst. Seit 1. April 2010 verantwortet Anthony Fiochetta als neuer Gesamtvertriebsleiter bei der Sigma (Deutschland) GmbH alle Fachhandels- und Sales-Aktivitäten für Deutschland.  Der 56-Jährige ist bereits seit sechs Jahren für Sigma als Bezirksleiter in Bayern und Teilen Baden-Württembergs tätig. Zuvor betreute er für den japanischen Kamerahersteller Nikon 14 Jahre lang den Fotohandel im süddeutschen Raum.

Anthony Fiochetta
Anthony Fiochetta

Mit Anthony Fiochetta hat Sigma einen langjährigen Branchenexperten für die wichtige Schlüsselposition des Gesamtvertriebsleiters gewinnen können. Sein neuer Fokus liegt auf der Betreuung des Großhandels und der Einkaufszentralen. Die Handelsvertretung Nierendorf & von der Heyden GmbH steht ihm für die Betreuung aller Händler in Deutschland als kompetenter Partner zur Seite. Sein Ziel: „Sigma  langfristig als Premiummarke im Kamera- und Objektivgeschäft etablieren.“  
 
Vom schönsten Tag ein kleines Stück
22.04.2010
Ein magischer Ort, der zu einer Reise des Erinnerns entführt: Die Braut am Arm ihres stolzen Vaters. Der erste Kuss nach dem Ja. Die freudigen Tränen der eigenen Mutter. Bilder, die auch nach Jahren nostalgische Schauer auf der Haut entfachen können. Wer dieses Glück für immer halten will, kann seine schönsten Hochzeitsbilder in einem CeWe Fotobuch verewigen. Dabei hat CeWe dafür gesorgt, dass die Kreation des eigenen Fotobuchs so leicht und einzigartig ist wie eine junge Liebe.

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CeWe-FotobuchCeWe-Fotobuch_Hochzeit
In einem CeWe Fotobuch lassen sich die schönsten Hochzeitsmomente für immer festhalten.


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Canon EOS 550D – Kamera & Motive von A-Z
21.04.2010
Das passende Handbuch zur Kamera, das schnelle und fundierte Antworten zum Kamerasystem mit seinen Objektiven, Blitzgeräten und anderem Zubehör bietet. Die alphabetische Anordnung wichtiger Fachbegriffe und Motivbereiche mit Erklärung der passenden Kameraeinstellungen und Zubehörwahl sowie sein handliches Format machen dieses Buch zu einem wichtigen Ratgeber und praktischen Nachschlagewerk. Das ideale Buch und kompetenter Ratgeber zur Information bereits vor dem Kauf der Kamera. Der interessierte Käufer kann sich vorab detailliert mit den Funktionen und Möglichkeiten der Kamera und ihrem Systemzubehör auseinandersetzen.

Canon-EOS-550D

Canon EOS 550D – Kamera & Motive von A-Z 
Andreas Thaler,
14,0 x 20,0 cm, 288 Seiten,
581 Farbabbildungen, Pb, Fadenheftung
19,95 Euro (D)
ISBN 978-3-88955-195-5
 
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