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03.02.2012 |
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Ein sehr erfolgreiches Jahr 2011 und zwei Kernkompetenzen – Piezodruck und 3LCD-Technologie – die Produkte für Megatrends des Jahres 2012 bedienen werden, geben Epson Grund zur Zuversicht. Dennoch beruht wirtschaftlich erfolgreiches Handeln auch darauf, die richtige Balance zwischen Innovation und Kontinuität zu finden. Einerseits innovativ zu sein bei Lösungen und Produkten, andererseits den Partnern konstant zuverlässig zur Seite stehen, die Anforderungen der Kunden mit gewohnt guten Angeboten zu bedienen und wie eh und je einen starken Fokus auf Nachhaltigkeit und sozial verantwortungsvolles Handeln zu legen. Epson Geschäftsführer Henning Ohlsson zieht Bilanz und gibt einen Ausblick auf 2012:

Epson Geschäftsführer Henning Ohlsson
„Obwohl das Geschäftsjahr von Epson erst im März 2012 endet, können wir jetzt schon sagen, dass wir mit einem sehr guten Ergebnis aus dem Jahr 2011 herausgehen werden. Dank des breiten, hochwertigen Produktportfolios hat Epson in vielen seiner Geschäftsfelder ausnehmend gut an der positiven wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland, Österreich und der Schweiz teilhaben können. Die Katastrophen zu Beginn des Jahres – insbesondere das schreckliche Erdbeben in Japan im März – haben unser Geschäft nicht wesentlich beeinträchtigen können.
Projektion – hoher Bedarf der öffentlichen Hand
Und es gibt mehr Erfreuliches aus 2011 zu berichten, denn deutsche Schulen holen auf. Im Jahr 2011 haben unsere Lehranstalten pro Klasse rund 18.000 Euro in modernes IT-Equipment investiert und liegen damit im Europavergleich mit an der Spitze. Und obwohl heute bereits 88 % aller Klassen mit Projektoren ausgestattet sind, drei Viertel PCs und/oder Laptops nutzen und etwas mehr als die Hälfte digitale Dokumentenkameras einsetzen, sehen über 80 % aller Schulleiter noch viel Spielraum für Verbesserungen. Hier bieten wir mit unserer augenfreundlichen 3LCD-Technologie und dem breiten Portfolio an Schulprojektoren die passende Lösung für jede Anforderung. Im Februar präsentieren wir auf der didacta Messe in Hannover die modernsten Lösungen für den interaktiven multimedialen Unterricht.

Auch für das Heimkino stellen wir sehr interessante Neuerungen bereit. So verfügen unsere neuen, auf der IFA 2011 vorgestellten Highend-Heimkinoprojektoren neben einem 3D-Modus auch über eine drahtlose Datenübertragung – ideal für Installationen, bei denen keine Kabelschächte gezogen werden sollen. Epson wird auch auf der IFA im September 2012 wieder neue Produkte vorstellen, die unsere Innovationsfähigkeit unterstreichen.
Ein Schwerpunkt des Jahres 2012 bei Projektoren sind die neuen Serien so genannter Large-Venue Projektoren. Auch hier werden wir dank unserer hauseigenen 3LCD-Technologie schon auf der ISE Ende Januar in Amsterdam sehr interessante neue Produkte vorstellen.
Aufgrund der ‚vielen Eisen‘, die wir bei im Segment Projektoren im Feuer haben, erwarten wir, dass wir unsere Marktführerschaft weiter ausbauen werden.
Inkjets im Geschäftsumfeld – nachhaltig und sparsam
Das Jahr 2012 wird eine Zäsur für das Thema Inkjetdruck im Geschäftsumfeld werden. Sowohl auf den großen Messen diesen Jahres als auch den Branchenveranstaltungen werden wir sehen, dass tradierte Technologien immer weiter durch Inkjetdruck abgelöst werden. In vielen Bereichen kennt man das schon: So ist eine photokina ohne neue, auf Inkjet basierende Drucklösungen seit geraumer Zeit gar nicht mehr denkbar. Aber auch auf der drupa, die in ihrem vierjährlichen Turnus dieses Jahr wieder in Düsseldorf gastiert, wird gemäß den Ankündigungen vieler Hersteller Inkjetdruck auch bei hochspezialisierten Anwendungen weiter an Boden gewinnen. Und auch Aussteller stark spezialisierter Messen wie beispielsweise die Fespa oder auch die Bau setzen nicht erst seit letztem Jahr stark auf Inkjetdruck.

Und doch werden wir im Jahr 2012 Neues erleben, Inkjetdruck im Office. Auch diese Bastion, bisher von Laserdruckern eisern verteidigt, wird aufgrund neuer, leistungsfähiger Inkjetdrucker dieses Jahr zwar noch nicht fallen, aber doch spürbar ins Wanken kommen. Der Grund ist ganz einfach: Inkjetdrucker bieten Ihren Nutzern zu deutlich günstigeren Kosten eine gleichwertige oder sogar bessere Leistung als Laserdrucker. Bis zu 50 % geringere Seitenkosten, bis zu 80 % geringere Stromkosten sind unschlagbare Argumente; auch und gerade für den Fachhandel. Ein angenehmer Nebeneffekt der Inkjets: Weniger Stromverbrauch bedeutet auch eine bessere Umweltbilanz. Auf der CeBIT dieses Jahr werden wir Kunden unser Portfolio im Bereich Planet Reseller präsentieren. Basierend auf Gesprächen mit Kunden und Handelspartnern sowie Umfragen und Analysen rechnen wir damit, dass sich die Druckerinfrastruktur von Unternehmen innerhalb von fünf Jahren signifikant zugunsten von Inkjets verändern wird.
Lösung = Hardware + Service
Seit einiger Zeit besteht der Trend, dass der Anteil der Hardware am Gesamtumsatz von Fachhändlern und Systemhäusern schrumpft, dafür aber der Anteil der Serviceleistungen steigt. Wachstum ist daher nicht zuletzt im Bereich Serviceleistungen zu generieren. Daher bietet Epson seinen Partnern ab Januar die Teilnahme an der Epson Print-Academy an, bei der professionelle und detaillierte Trainings zum Aufbau von MPS-Systemen geboten wird. Mit unserem umfassendes Portfolio an leistungsfähigen Inkjetdruckern für das Geschäftsumfeld und leistungsfähigen MPS-Lösungen besitzen wir und unsere Handelspartner erstklassige Chancen für einen ausnehmend guten Geschäftserfolg in 2012. Zusätzlich wird das Angebot noch durch Schulungen für Lösungen mit Dokumentenmanagement abgerundet.
PoS-Drucker und Roboter
Epson Industrieroboter waren 2011 der Renner. Der seit 2009 in der Industrie aufgelaufene Investitionsstau wurde aufgelöst und die gute Wirtschaftslage des letzten Jahres bescherte unserer Factory Automation Abteilung ein außergewöhnlich gutes Resultat. Und auch im Segment der PoS-Lösungen konnten wir einige wichtige Kunden gewinnen und unsere Marktführerschaft behaupten.“
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03.02.2012 |
Die Besten der Besten stehen fest.
Die World Photography Organisation hat jetzt die Shortlist für einen der größten Fotowettbewerbe weltweit veröffentlicht. Die Ausschreibung richtet sich Jahr für Jahr an aufstrebende Nachwuchstalente und etablierte Profi-Fotografen.

Copyright Tobias Braeuning, Deutschland, Open, Im Bruchteil von Sekunden courtesy of Sony World Photography Awards 2012
Mit 112.000 Fotos haben sich Fotografen aus 171 Ländern um eine Auszeichnung bei den Sony World Photography Awards 2012 beworben. Jetzt stehen die Fotografen fest, die in der offenen und professionellen Kategorie in die engere Auswahl gewählt wurden, aus der die Jury die Gewinner im März / April 2012 bestimmen wird. Bei den Profis mit dabei sind auch fünf Fotografinnen und Fotografen aus Deutschland: Jan von Holleben, Elizaveta Porodina, Frauke Thielking, Matthias H. Risse und Peter Franck, der bereits im vorletzten Jahr in der Profi-Kategorie „Landschaft“ den ersten Platz belegte und in diesem Jahr in drei Disziplinen zu den Finalisten zählt.

Copyright Alejandro Cartagena, Mexiko, Pro, Fotojournalismus und
Dokumentarfotografie, Menschen, courtesy of Sony World Photography
Awards 2012
„Als Jury-Mitglied bringt man Aufgeschlossenheit und Begeisterung für Fotografie mit – für ihre Gegenwart, ihre Präsenz, für ihre Vergangenheit und ihr Vermächtnis“, sagt W M Hunt, Vorsitzender des Honorary Judging Committee. „Man ist voller Hoffnung und hungrig, großartige Werke zu sehen. Wir erwarten das Außergewöhnliche. Es ist für mich eine Ehre, die diesjährige Auswahl zu präsentieren.“

Copyright Peter Franck, Deutschland, Pro, Fine Art, Stillleben courtesy of Sony World Photography Awards 2012
Tatsächlich gibt es beim Wettbewerb für professionelle Fotografen kaum ein Ereignis, das nicht von eindrucksvollen Fotos widergespiegelt wird. Der Krieg in Libyen, die griechische und europäische Wirtschaftskrise, die Naturkatastrophe in Japan und der Sturz von Gaddafi sind nur ein Ausschnitt dessen, was die Kategorie Fotojournalismus und Dokumentarfotografie zu bieten hat.

Copyright Kasia Bieska, Polen, Pro, Fotojournalismus und
Dokumentarfotografie, Zeitgenössische Themen courtesy of Sony world
Photography Awards 2012
In den Shortlists für Fine Art und kommerzielle Fotografie finden sich hingegen alltägliche Szenen – außergewöhnlich inszeniert: eine kleine Schafzucht auf Island, Reisanbau in China, eine Pilgerfahrt in Polen und Goldgräber in Chile sind die Themen, mit denen sich die Besten der Besten in dieser Kategorie auseinandergesetzt haben.

Copyright Frauke Thielking, Deutschland, Pro, Kommerzielle Fotografie, Mode, Sony World Photography Awards 2012
„Es freut mich sehr, dass wir in diesem Jahr so viele hervorragende Bilder in der engeren Auswahl haben. Im Profi-Bereich werden wunderbare und unverwechselbare Werke präsentiert. In den offenen Kategorien hingegen zeigen die verschiedenen Schnappschüsse die herausragenden Fähigkeiten einzelner Amateure. Der neue Jugend-Wettbewerb hat uns die Augen für außergewöhnliche und aufstrebende Talente geöffnet“, fasst Astrid Merget, Creative Director der World Photography Organisation zusammen.

Copyright Donald Weber, VII PHOTO, Kanada, Pro, Fotojournalismus und
Dokumentarfotografie, Zeitgeschehen courtesy of Sony World Photography
Awards 2012
Die Sony World Photography Awards bestehen aus verschiedenen Unterkategorien, etwa dem Wettbewerb für professionelle Fotografen, dem offenen Wettbewerb für Amateure und dem Jugend-Wettbewerb für aufstrebende Nachwuchs-Künstler. Sämtliche Finalisten und auf der Shortlist aufgeführten Teilnehmer aller Kategorien können sich schon jetzt über die volle Unterstützung der World Photography Organisation freuen. Die Werke der Teilnehmer werden direkt nach der offiziellen Preisverleihung im April 2012 in einer großen Ausstellung im Sommerset House in London gezeigt.

Kopf der Jury, die sowohl die Shortlist als auch die Finalisten im Rahmen des Profi-Wettbewerbs ausgewählt hat, ist der bekannte Fotografie-Berater W M Hunt. Die Vorauswahl im offenen Wettbewerb hat ein Komitee aus Mitgliedern von Shutterstock, WPO und Vertretern von Sony getroffen. Über die Bilder des Jugend-Wettbewerbs hat eine Jury bestehend aus Vertretern von WPO und Sony entschieden.
Am 26. April 2012 findet im Hilton Hotel in London die offizielle Preisverleihung statt. Am Wochenende vom 27. bis 30. April 2012 findet die Eröffnung der World Photo, London mit zahlreichen Foto-Veranstaltungen im Somerset House statt. Neben Portfolio Besprechungen, Workshops und Symposien ist die „Sony World Photography“ Ausstellung mit den Sieger-Fotos ein Highlight des Wochenendes. Die Fotos der Gewinner werden bis zum 20. Mai 2012 im Somerset House zu sehen sein.
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03.02.2012 |
Mit Start des neuen Jahres besetzt das Unternehmen LG Electronics Deutschland GmbH seinen wichtigsten Posten neu: Am 1. Januar 2012 hat Ki Ju Song die Stelle des Chief Executive Officer (CEO) angetreten und leitet somit den deutschen Standort des internationalen Elektronikkonzerns in Ratingen federführend. Song übernimmt damit die Nachfolge von Jae Deuk Shim. „Deutschland ist der wichtigste, anspruchvollste und gleichzeitig schwierigste europäische Markt im Bereich IT und Consumer Electronics. Der Wettbewerb ist stark und die Erwartungen der Kunden hoch. Ich freue mich außerordentlich auf diese Herausforderung und sehe uns für das Jahr 2012 gut gerüstet“, so Ki Ju Song, CEO der LG Electronics Deutschland GmbH.

Ki Ju Song
Seit 1989 bei LG tätig, begann der 47-jährige Song seine Karriere direkt im Headquarter des weltweiten Unternehmens in Südkorea. Nach ersten leitenden Positionen im Personalmanagement und in der strategischen Planung gründete Song im Jahr 2000 den LG Standort in Marokko, den er als CEO fünf Jahre lang führte. Im Anschluss folgten Stationen in Indien sowie der Tschechischen Republik, wo er von 2007 bis 2008 ebenfalls als Geschäftsführer fungierte. Anschließend daran profitierte das Headquarter in Seoul seit 2009 erneut von seinen Qualitäten im Bereich der globalen Marketing- und GTM-Strategie.
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03.02.2012 |
„Ausstellungen hervorragender Fotografien sind immer ein wichtiger Bestandteil der photokina gewesen und werden es auch in Zukunft sein“, so Katharina C. Hamma, Geschäftsführerin der Koelnmesse. Damit tritt die Koelnmesse Falschmeldungen entgegen, nach denen die photokina keine Ausstellungen mit Fotokunst mehr präsentieren wird. Hintergrund ist, dass die photokina 2012 die seit 2002 fünfmal durchgeführte Visual Gallery in Abstimmung mit dem Photoindustrie-Verband und der Imagingindustrie durch das neue Format „Boulevard of Competitions“ ersetzen wird.

Katharina C. Hamma, Geschäftsführerin
„Zehn Jahre sind in der hoch innovativen Imagingbranche eine kleine Ewigkeit, es war absolut an der Zeit, hier mit dem ,Boulevard‘ einen neuen Weg zu gehen,“ erläutert Hamma. Dieser wird prominent im Nordboulevard zu finden sein, hochkarätige Bildinstallationen der führenden Profi-Fotowettbewerbe werden präsentiert. Darüber hinaus werden auch weiterhin qualitativ hochwertige Fotoausstellungen auf der photokina zu sehen sein. „Die photokina wird auch in Zukunft einen Bogen spannen, von Fotodokumentationen und Fotodesign, bis hin zum Fotojournalismus und der Fotokunst“, so die Koelnmesse Geschäftsführerin.

Christoph Thomas, Vorsitzender des Photoindustrie-Verbandes
Auch Christoph Thomas, Vorsitzender des Photoindustrie-Verbandes, sieht in der Änderung eine Stärkung der photokina: „Wir sind von unserer gemeinsamen Entscheidung, die Präsentationsform der Bilderausstellungen auf der photokina konzeptionell neu zu gestalten, überzeugt. Auch die Gespräche, die wir hierzu im Vorfeld mit der Branche geführt haben, bestätigen uns darin, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. Und selbstverständlich werden hochwertige Bilderausstellungen auch in Zukunft ein fester Bestandteil der photokina sein.“
Meldungen, nach denen der Grund für den Wegfall der Visual Gallery in den Sparmaßnahmen der japanischen Fotoindustrie zu suchen sei, wies Katharina C. Hamma als „abwegig“ zurück: „Der Anmeldestand ist aktuell hervorragend. Bereits 65 Prozent des Flächenziels sind erreicht, alle Key Accounts sind schon jetzt mit vergleichbaren oder sogar größeren Standflächen als 2010 an Bord. Insbesondere die wichtigsten japanischen Aussteller haben sich schon im November 2011 geschlossen zu der Veranstaltung kommittet. Die Situation nach dem Tsunami in Japan hat keinerlei negativen Einfluss auf die Ausstelleranmeldungen.“ Das sieht auch Verbandsvorsitzender Christoph Thomas so: „Alle großen und wichtigen Unternehmen sind von der internationalen Bedeutung der photokina überzeugt und haben sich so früh wie noch nie für eine Messebeteiligung entschieden. Die photokina gilt nicht ohne Grund unangefochten als bedeutender Umsatzmotor und der wichtigste internationale Handelsplatz der Foto- und Imagingbranche.“
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02.02.2012 |
„Mobile Imaging gehört in den kommenden Jahren zu den wichtigsten Trends der Fotobranche und erweitert den Markt signifikant“, so der Photoindustrie-Verband in Frankfurt am Main. Dieser Boom-Bereich subsummiert sich aus fotografischen Aufnahmegeräten (Handys mit Fotofunktion sowie Smartphones und Tablets mit eingebauter Kamera) plus dem jeweiligen Zubehör, den Dienstleistungen rund um Handys/Smartphones, wie entsprechende Foto-Apps und Bildprodukte, sowie den immer zahlreicheren Anwendungen in Freizeit, Hobby und Beruf.

Die Fotofunktion bereichert Smartphones nachhaltig und macht sie noch begehrenswerter. Allein die Anzahl verkaufter Smartphones stieg in Deutschland in 2011 zum Vorjahr auf mehr als zehn Millionen Stück (plus 40 Prozent), die einem Wert von über vier Milliarden Euro entsprechen. „Zusammen mit Digitalkameras, Camcordern, Fotohandys und Tablets mit Kameras wurden damit in Deutschland noch nie so viele Aufnahmegeräte verkauft wie in 2011“, stellt Christoph Thomas, Vorsitzender des Photoindustrie-Verbandes, fest. Weiterhin schätzt der Photoindustrie-Verband, dass von den weit über vier Milliarden Fotos, die in 2011 in Deutschland ausgedruckt wurden, etwa 1,5 Prozent aus Smartphones oder Fotohandys stammen. Ergänzt wird der Mobile-Imaging-Markt durch die Millionen Downloads an kostenpflichtigen Foto-Apps sowie einem neuen, margenstarken Zubehörmarkt mit Produkten wie Objektivvorsätzen, Taschen, Stativen und Filtern speziell für Fotohandys und Smartphones.
Welche Kunden kaufen die vielen Smartphones?
Erwartungsgemäß am größten ist der Anteil der Smartphone-Nutzer bei den 20- bis 29-Jährigen mit fast 45 Prozent. Grundsätzlich gilt: Je höher der Bildungsabschluss eines Nutzers ist und je größer sein Einkommen, desto eher nutzt er ein Smartphone. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts GfK hervor. Demnach nutzen zurzeit 18,2 Prozent der Deutschen, die über 14 Jahre alt sind, ein Smartphone und knapp 70 Prozent ein herkömmliches Handy - mindestens die Hälfte davon dürfte eine eingebaute Kamera haben. In Deutschland ist bereits jedes dritte Handy ein Smartphone – Tendenz weiter wachsend zu Gunsten der mobilen Alleskönner. Größte Förderer des Smartphone-Absatzes sind die so genannten Provider: Bei einigen von ihnen sind bereits neun von zehn mobile Telefone aus der smarten Kategorie.
Wachstum durch Umsteiger von Smartphone auf digitale Kameras
Dieser Smartphone-Trend bleibt nicht ohne Auswirkungen: „Vor allem der traditionelle Fotomarkt verändert sich und wächst durch die überproportional starke Zunahme an Smartphones mit Fotofunktionen“, stellt Christoph Thomas fest. Die Veränderung des Fotomarktes führt er auf ein verändertes Fotografierverhalten der Konsumenten zurück: „Dadurch, dass die ‚Kamera im Handy‘ praktisch immer und überall ‚dabei‘ ist, werden ungleich mehr Szenen und Motive als früher im Bild festgehalten- und in der Regel zeitnah in soziale Netzwerke hochgeladen.“
Außerdem sorgen die über zehn Millionen verkauften Smartphones allein in 2011 dafür, dass Millionen von Menschen mit der Fotografie in Berührung kommen, die zuvor noch nicht zu den Fotobegeisterten gehörten. Christoph Thomas: „Aus dieser neuen Konsumentengruppe, die deshalb fotografiert, weil die Kamera in ihrem Fotohandy zum Produkt gehört und immer dabei ist, werden zusätzliche Interessenten für leistungsstärkere Kameramodelle wie System- und Spiegelreflexkameras generiert. Dies zieht zusätzliche Wachstumsschübe bei Fotozubehör und Bilddienstleistungen nach sich und lässt die Verbrauchergruppe der echten Fotoamateure immer größer werden, die sich auch in Fotocommunities austauschen und bereit sind, viel Geld für ihr Hobby auszugeben.“
Mobile Imaging - Potenziale durch Tablets
Der Photoindustrie-Verband sieht die Potenziale des Mobile Imaging nicht nur bei Smartphones, sondern auch bei Tablets, die in der Regel ebenfalls über ein eingebautes Kameramodul verfügen. Die flachen, mobilen Computer finden in Deutschland reißenden Absatz: Im Jahr 2011 wurden, laut GfK, über zwei Millionen Geräte verkauft, was einem Absatzplus von etwa 160 Prozent gegenüber 2010 entspricht. Der Tablet-Markt entwickelt sich damit noch rasanter als erwartet. In diesem Jahr sollen der Umsatz auf mindestens 1,3 Milliarden Euro sowie die Zahl der verkauften Tablets auf knapp drei Millionen Stück zulegen.
Mobile Imaging als neues Werkzeug
Eng verknüpft mit Smartphones wie mit Tablets sind neue Fotoanwendungen, so genannte Apps. Die Zahl der preiswert oder kostenlos verfügbaren Anwendungen für Endverbraucher umfasst mittlerweile viele tausende Apps, die sich vor allem um kreative Veränderungen der mit der Smartphonekamera aufgenommenen Bilder, spezielle Funktionen für Foto- und Videoaufnahmen oder die Teilnahme an Bildcommunities drehen. Aber auch im professionellen Einsatz wird die mobile Kamera zum Werkzeug: In Krankenhäusern sehen Chirurgen detaillierte Aufnahmen der Nasennebenhöhle oder Ultraschallbilder werden auf das iPad-Display übertragen. Oder: Um mit dem Patienten den bevorstehenden Eingriff zu besprechen, greift der Zahnarzt heute zum iPad und führt die Behandlungsschritte auf dem Display vor.
Aber nicht nur im medizinischen Bereich wachsen die Mobile-Imaging-Anwendungen in Form von Apps: So wird das iPad via App zur Kommandozentrale und zeigt Liveaufnahmen verschiedener Überwachungskameras. Oder die eingebaute Kamera macht das Smartphone zum Business-Kartenlesegerät. Auch Immobilienmakler, Sachverständige und viele andere Berufsgruppen, die über Bilder kommunizieren, nutzen Mobile Imaging als neues Werkzeug in ihrem Beruf. „Wir sehen gerade in dem Bereich der Business-Anwendungen noch sehr große Umsatzpotenziale für Mobile Imaging im Allgemeinen und entsprechende Apps im Besonderen. Was diesbezüglich zählt, ist die zeit- und ortsunabhängige Kommunikation mit Bildern“, erläutert Christoph Thomas.
Mobile Imaging und Soziale Netzwerke
Ein wesentliches Segment des Mobile Imaging ist das Uploaden von Fotos und Videos in Soziale Netzwerke. Allein bei den führenden fotoaffinen Netzwerken Facebook, Photobucket oder flickr haben sich weltweit mittlerweile über 160 Milliarden Fotos angesammelt. Allein auf Facebook erfolgten in 2011 weltweit 1,75 Milliarden Fotouploads in der Woche. Auf YouTube werden täglich etwa eine Milliarde Videos angeschaut, die zu 80 Prozent mit videofähigen Handys aufgenommen wurden. Etwa 60 Prozent aller Bilder in Sozialen Netzwerken stammen von Smartphones und Co. – dieser Wert wächst jedoch sprunghaft an. Der Photoindustrie-Verband schätzt, dass die Anzahl der Videos aus Handys/Smartphones im vergangenen Jahr um das 14-Fache gestiegen ist.
Ansteigender Datentransfer braucht leistungsstarke Infrastruktur
Das Uploaden bedingt extrem hohe Datenmengen und deren Bewegungen bleiben nicht ohne Folgen: In allen deutschen Mobilfunknetzen kommt es zeitweise zu Engpässen. Denn die Datennutzung nimmt schneller zu als die Mobilfunker ihre Netze nachrüsten können. Die Folgen sind unter anderem unterbrochene Internetverbindungen. Erst mit der Einführung von LTE (Long-Term-Evolution), auch als 4G bezeichnet, wird sich das ändern. LTE ist ein neuer Mobilfunkstandard und zukünftiger UMTS-Nachfolger, der mit bis zu 300 Megabit pro Sekunde deutlich höhere Downloadraten ermöglicht. Da das Grundprofil von UMTS bei LTE beibehalten wird, ist eine rasche und kostengünstige Einführung des neuen Standards möglich.
Der Photoindustrie-Verband sieht in der Bereitstellung einer entsprechend leistungsstarken Infrastruktur eine wesentliche Voraussetzung für das weitere Wachstum des Mobile-Imaging-Marktes und fordert klare, schnelle Lösungen. „Von Seiten der Fotoindustrie haben wir alles getan, um moderne Smartphones, Tablets und Fotohandys mit leistungsstarken Foto-Features zu bestücken. Jetzt darf das Wachstum des Marktes nicht an anderer Stelle gebremst werden“, so der Vorsitzende des Photoindustrie-Verbandes.
Mobile Imaging – Wachstumspotenzial für den Bildermarkt
Wachstum durch Mobile Imaging erhofft sich auch der Bildermarkt. Allein mit Smartphones, so schätzt der Photoindustrie-Verband, werden monatlich in Deutschland durchschnittlich etwa 300 Millionen Bilder fotografiert. Bei einer durchschnittlichen Printrate von etwa 1,5 Prozent bei Handyfotos entspricht dies einem Volumen von 4,5 Millionen gedruckter Bilder pro Monat und 60 Millionen Stück pro Jahr – als Foto, im Fotobuch oder als Fotogeschenkartikel.
photokina 2012 und Mobile Imaging
Mobile Imaging wird auch eines der herausragenden Themen der kommenden photokina – World of Imaging – sein. Die vom 18. bis 23. September in Köln stattfindende internationale Leitmesse der Foto- und Imagingbranche zeigt sämtliche Facetten dieses neuen Marktes auf durch besucherorientierte Aktionen und Anwendungen sowie ein umfangreiches Fachprogramm rund um die internationale Mobile Imaging World. PIV
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