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Pixelprojekt_Ruhrgebiet hat die Sammlung über die Online-Plattform nach Aufruf neueheimat.ruhr erweitert - Zu den guten Bildern werden nun Geschichten gesucht
Gelsenkirchen, 19. September 2017  – 93 Fotograf*innen sind dem Aufruf von Pixelprojekt_Ruhrgebiet zur Einsendung von Fotoserien zum Thema Integration gefolgt. 700 Fotos in 45 Serien zeigen nun, was es für Menschen bedeutet, ein neues Land; eine neue Stadt; ein neues Zuhause – was es für Menschen bedeutet eine neue Heimat im Ruhrgebiet zu suchen und zu finden. Drei Monate lang hat das Pixelprojekt_Ruhrgebiet Fotos von Bildautorinnen und Bildautoren gesammelt, die unter neueheimat.ruhr im Internet zu sehen sind und in fünf Großprojektionen von September bis Oktober auf die Straße kommen. Doch das bedeutet nicht, dass die Sammlung fertig ist. Im Gegenteil. „Ein auch für uns neuer und spannender Part startet jetzt mit der interaktiven Plattform neueheimat.ruhr/react“, sagt Peter Liedtke. Dort kann jede und jeder seine Fotos, Erinnerungen und Geschichten als Reaktion auf den neuen, erweiterten digitalen Bildtank hochladen. „Bei der react-Plattform kommt es uns ausnahmsweise, anders als bei den Bildern, mit denen wir nun auf Großprojektionstour gehen, nicht ausschließlich auf fotografische Qualität an, sondern auf direkte Bezüge zu Erlebnissen aller Art“, betont Liedtke.  
Auf der react-Plattform sind schon einige Geschichten zu finden. Hier stellt zum Beispiel Emanuela Danielewicz in gleich zwei Beiträgen die Arbeit vom Verein Kosmopolen e.V. und dem Aktionsort Quo Vadis vor. Kurt Jaksch berichtet von seinen ganz privaten Car-Sharing Erfahrungen: In den 1970er Jahren stellte der Wiener seinen Freunden in seiner neuen Heimat Ruhrgebiet seinen alten Wagen zur Verfügung. Um das Theater als gelebte Utopie geht es im Beitrag von Pedro Malinowski; er betrachtet das Theater als einen Ort der Kunst, an welchem Menschen aus unterschiedlichsten Orten dieser Erde zusammenkommen, um einer gemeinsamen Idee Ausdruck zu geben. Vladimir Wegener teilt Erinnerungen aus seinem Geburtsland Bulgarien. Und Abdullah Yunes erzählt von der Flucht seiner Familie aus dem nordirakischen Al Mosul bis nach Wanne-Eickel. Hier haben die Iraker mit ihrer neuen Wohnung nicht nur ein Zuhause, sondern in der Vermieterin auch ein neues Familienmitglied gefunden.  
Wer sich einen Eindruck über den neu befüllten digitalen Bildtank machen möchte, kann dies ab sofort im Internet unter www.neueheimat.ruhr machen. Oder eine der vier Großprojektionen im Ruhrgebiet besuchen. Die erste Großprojektion mit Soundcollage fand am Samstag beim Consolfest auf der Zeche Consol in Gelsenkirchen großen Anklang.

Die weitere Projektionstermine sind:  

    23. September 2017, 18 bis 22.30 Uhr, Depot, Dortmund
    28. September 2017, 20.30 bis 22 Uhr, Husemannplatz, Bochum
    30. September 2017, 20.30 bis 22 Uhr, Lehmbruck Museum, Duisburg
    6. Oktober 2017, 20.30 bis 22 Uhr, Zeche Zollverein, Essen

 „Mit neueheimat.ruhr reagieren wir weiter auf die immer noch vorhandene aktuelle Flüchtlingsdiskussion. Wir wollen zeigen, dass man politische Bildung auch durch Kunst initiieren kann“, sagt Liedtke.  
Die Aktionen werden durch das Kulturministerium NRW, die Sparkasse Gelsenkirchen, das Kulturamt der Stadt Gelsenkirchen sowie den Förderverein Pixelprojekt_Ruhrgebiet ermöglicht. Hintergrundinfos:
Pixelprojekt_Ruhrgebiet sammelt fotografische Bilder, die im Laufe von Jahrzehnten als Produkt der seriellen Auseinandersetzung einzelner Fotografinnen und Fotografen mit Themen der Region entstanden sind. Das Projekt ordnet diese als Bildserien, bringt sie in eine thematische und chronologische Struktur und macht sie auf einer Internetseite überhaupt erst sichtbar. Neben Ökologie sind Soziales, Kultur, Stadt, Wohnen, Sport, wirtschaftlicher Wandel und vor allem die Menschen der Region die Hauptthemen.
Pixelprojekt_Ruhrgebiet wird gefördert und möglich gemacht durch: Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, Sparkasse Gelsenkirchen, Stadt Gelsenkirchen, Wissenschaftspark Gelsenkirchen, Gelsennet, Ruhr Museum, werkbund nrw, Kulturserver NRW, Förderverein Pixelprojekt_Ruhrgebiet, Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V. und Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur.

Die Gewinnerin des Tamron TakeOff 2017, dem Wettbewerb für junge Fotografierende, heißt Luka Naujoks. Die 18jährige aus Kiel setzte sich mit ihrer Schwarz-Weiß Portrait-Reihe gegen vier Konkurrenten durch und sicherte sich damit neben 2.000 Euro und einem Koffer voller Tamron Super Performance Objektive auch ein umfangreiches PR-Paket.

Mehrere hundert Bewerber hatten zu Anfang des Jahres ihre eigens entwickelten fotografischen Konzepte eingesendet, die sie mit Hilfe eines Tamron Objektiv-Koffers, der mit insgesamt 7 Objektiven, zwei Telekonvertern und einer TAP-In-Konsole ausgestattet wurde, umsetzen durften. Eine Profifotografen-Jury entschied nun im Düsseldorfer SkyLoft über die eingereichten Fotostrecken.

Das Projekt der Siegerin Luka Naujoks trägt den Titel "tales of someone's soul".  Sie möchte damit auf psychische Krankheiten eingehen und dabei sichtbare Äußerlichkeiten mit inneren, seelischen Konflikten verbinden. Vor allem auf die Selbstverletzung ging Naujoks in ihren Bildern ein. Wichtig war es für die junge Fotografin, den Fokus nicht auf die Äußerlichkeiten zu setzen, sondern auf das, was in den Menschen und in ihrer Seele passiert und die sehr intimen Geschichten und persönlichen Emotionen von fremden Menschen zu erzählen, die sich auf den ersten Blick kaum erahnen lassen.  „Ich sehe es als Herausforderung, unsichtbares Leid sichtbar zu machen“, so die 18jährige, die 2015 mit einer Fotoreihe zur Flüchtlingsthematik bereits den Jugendkulturpreis der Stadt Kiel gewonnen hat.

 

Juror J. Konrad Schmidt, Fotograf und BFF-Vorstandsmitglied zur Siegerreihe: „Hier hat sich jemand in jungen Jahren mit einem sozial total relevanten Thema beschäftigt. Es muss am Ende in der Fotografie um Themen gehen. Hier war nicht nur das Thema wichtig, sondern es war auch großartig fotografiert und das von einer 18jährigen finde ich ziemlich beeindruckend.“ Fotograf Eberhard Schuy, ebenfalls Jurymitglied, ergänzt: „Die Bilder funktionieren im wahrsten Sinne des Wortes auf den ersten Blick. Man hat noch gar nicht die Geschichte zu den Bildern gelesen und wird schon von der Art der Bilder angezogen. Die Bildsprache ist magnetisch. Ich war fasziniert vom Aufbau, von kleinen Details. Je näher ich den Bildern kam, desto mehr habe ich bemerkt, wie gut die Bilder eigentlich sind.“

 

Den zweiten Platz belegt Lilian Dibbern, die mit ihren Fotos die (emotionale) Verbindung zwischen Mensch und Natur beleuchtete, vor Fabian Weins mit seiner Bildreihe zur Bretagne in Frankreich. Beide erwarten Objektiv-Preise. Den vierten Rang belegte Nina Wild vor Lukas Aigner mit seiner Reihe „Das Unmögliche“.

Alle Finalisten werden mit ihren Gewinnerbildern außerdem im Tamron Magazin und weiteren Medien präsentiert.

 

Vor 10 Jahren veränderte das iPhone ein für alle Mal den Charakter der Mobiltelefonie. Über das Smartphone hat sich die Fotografie Stück für Stück in unseren Alltag geschlichen und unser Verhalten in diesem Bereich verändert. Was erwarten die Verbraucher heute? Wie sieht Ihr Verhalten aus? Welche Typen von Fotografen gibt es? Anlässlich der IFA 2017 hat DxO, Vorreiter im Bereich digitaler Bildtechnologien, die Ergebnisse einer in Zusammenarbeit mit IPSOS* durchgeführten Studie veröffentlicht. In der Studie ging es um die Vorlieben beim Fotografieren von Franzosen, Deutschen und Amerikanern.

 

Die Fotografie – universelle Sprache im Mittelpunkt unseres täglichen Austauschs

Durch die Verbreitung der sozialen Netzwerke und neuer Technologien wurden Fotos zu DEM Kommunikationsmittel schlechthin: Man teilt sie sofort mit seinen Mitmenschen, egal wo und egal wann. 70 % der Nutzer von Smartphones oder Kameras gaben an, ihre Fotos in den bekannten sozialen Netzwerken zu teilen (Facebook, Instagram, Twitter …).

Die Nutzer fotografieren die unterschiedlichsten Dinge des täglichen Lebens: Personengruppen (80 % der Befragten), Landschaften (68 %), Tiere (53 %). Die neuen Trends: kulinarische Fotos (26 %) und Selfies (34 %).

Fotografen mit unterschiedlichen Verwendungszwecken, je nach Ausrüstung

Die Studie ergab, dass 9 von 10 Befragten Fotos mit einem Smartphone oder mit einer klassischen Kamera aufnehmen. Die klassische Kamera ist noch lange nicht von der Bildfläche verschwunden, denn man findet sie in 7 von 10 Haushalten.

 

Anhand der Studie können wir drei Typen von Fotografen charakterisieren: 

  • Dualer Fotograf: Der duale Fotograf befindet sich in einer Paarbeziehung mit Kindern und gehört zu den Spitzenverdienern. 6 von 10 Befragten gehören dieser Gruppe an. 84 % gaben an, das Smartphone zu nutzen, um die Erlebnisse ihres Alltags zu teilen. 70 % hingegen nutzen das Smartphone, um künstlerische Bilder zu machen und 67 % nutzen es für Reisefotos.
  • Der Smartphone-Fotograf: Drei von zehn Umfrageteilnehmern machen nur noch mit ihrem Smartphone Fotos. Sie können sich ein Leben ohne nicht mehr vorstellen. Gründe dafür gibt es viele. Dies trifft vor allem auf die urbane Millennium-Generation zu: 85 % wählen das Smartphone weil es praktisch ist, 67 % weil die Bedienung einfach ist und 32 % wählen es, weil es connected ist.
  • Der klassische Fotograf: Der klassische Fotograf ist in der Regel männlich und zwischen 55 und 75 Jahre alt. Einer von 10 Nutzern ist dieser Gruppe zuzuordnen. 52 % der Befragten wählen die Kamera vor allem wegen der Bildqualität und aus Gewohnheit (50 %).

 

Die Erwartungen an die Kameras der Zukunft

Unabhängig davon, um welchen Typ es sich handelt, sind die Fotografen 2017 bereit, neue Ausrüstung zu kaufen, die folgende Funktionen bietet: bessere Leistung bei schlechten Lichtverhältnissen (35 %), Wasserdichtigkeit der Kamera (30 %), Videos in 4K-Auflösung (24 %).

 

Im Hinblick auf die technischen Verbesserungen nannten die Smartphone-Nutzer diese beiden Eigenschaften am häufigsten: Verbesserung des Zooms (35 %) und der Optik (27 %). Bei den Kamerabenutzern wünschen sich 34 % eine Verbesserung des Zooms und 33 % eine bessere Akkuleistung. 

 

Sehen Sie sich die zusammenfassende Infografik unter diesem Link an. 

 

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