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Zum neunten Mal in Folge schrieb der PIC Verband sein Förderprogramm für junge Fotografen und Existenzgründer aus. Prämiert wurden 10 Arbeiten, 7 junge Nachwuchstalente erhielten ein Stipendium des PIC Verbandes.

Um den Berufseinstieg zu erleichtern bietet der PIC den Gewinnern an, ein Jahr lang alle Leistungen des Verbandes beitragsfrei in Anspruch zu nehmen. Praxisnahe Weiterbildung in Workshops und Seminaren, offener Erfahrungsaustausch mit routinierten Profis, sowie die starke Email-Community mit effizienten Lösungen für fachliche Fragen aller Art sind nur ein paar der herausragenden Leistungen.

Der Markt ist hart umkämpft und viele, vor allem auch junge Fotografen, sind Einzelkämpfer. Direkte Anlaufstellen bei Fragen und Problemen sind rar. Der PIC weiß um die Schwierigkeiten sich zu etablieren, zu halten und zu wachsen und bietet daher nicht nur für erfolgreiche Mitstreiter eine Plattform für Austausch und Fortbildung, sondern fördert den Nachwuchs. Starke Unterstützung bieten seine Partner aus der Industrie: Bacht, Canon, Epson, Hasselblad, Hensel, Novoflex, PhaseOne.

Eine Fachjury traf sich im Fotostudio der Fakultät Gestaltung, Hochschule Würzburg, um über die Vergabe des PIC Förderpreises zu entscheiden. Das Team der Juroren aus der Kreativbranche setzte sich zusammen aus: ELKE LATINOVIC, Senior Photo Editor bei C3 Creative Code and Content GmbH, München; PROF. DIETER LEISTNER, Professor für Fotografie, Hochschule Würzburg; JAN KOCOVSKI, Fotograf, Frankfurt am Main; PAUL - RUBEN MUNDTHAL, Editor und Mitbegründer, HANT - Magazin; HERMANN DÖRRE, Fotograf, München; FLORIAN HAMMERICH, Fotograf und Dozent, Regensburg; BEN KUHLMANN, Bildredakteur, F.A.Z.; ALEXANDER RACZ, Kunsthistoriker, KunstNürnberg; NATALIA LUZENKO, Fotografin, Vorstandsmitglied PIC.

Die Sichtung der vielen Einsendungen war spannend und diskussionsreich, am Ende des Tages erwählte die Jury folgende Gewinner als die „SELECTED ONE‘S“:

Und möchte diese 3 Talente ehrenvoll erwähnt wissen:

Mehr zum PIC Förderpreis “SELECTED” und eine Auswahl der Gewinnerbilder seit 2009 finden Sie hier: https://www.pic-verband.de/services/foerderpreis/

Bildanbieter und -produzenten erleben den Strukturwandel infolge der Digitalisierung stärker, erheblich schneller und mit sehr viel dramatischeren Folgen als viele andere Branchen. Während die Bedeutung von Bildern weiter zunimmt, sinken die Honorare nicht zuletzt auch auf Grund eines ständig wachsenden Angebotes weiter.

Wie sich die aktuelle Situation des Bildermarktes und der Bildagenturen darstellt, untersuchte jetzt eine unter der Leitung von Prof. Lars Bauernschmitt vom Studiengang Fotojournalismus und Dokumentarfotografie der Hochschule Hannover in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband professioneller Bildanbieter (BVPA) durchgeführte Branchenerhebung unter deutschen Bildagenturen. Die im Februar und März durchgeführte Umfrage umfasste Fragen zum Unternehmen, dem Umsatz, den Betriebskosten, dem Bildbestand und dem Vertrieb. Die Umfrage lieferte damit nach langer Zeit erstmals wieder belastbare Zahlen zum Bildermarkt und soll in Zukunft jährlich fortgesetzt werden. Interessant sind die Ergebnisse nicht nur für die Fachöffentlichkeit, sondern vor allem auch für die an der Umfrage beteiligten Bildagenturen selbst. Sie bekommen durch die Ergebnisse die Möglichkeit, das eigene Unternehmen im Vergleich zum Mitbewerber zu verorten. Interessieren werden die Ergebnisse aber auch die mit den Agenturen zusammenarbeitenden Fotografen. Immerhin vertreten allein die 27 Agenturen, die sich an dieser Umfrage beteiligten, 6.739 Fotografinnen und Fotografen exklusiv.

Dabei lieferte die auf der Mitgliederversammlung des Branchenverbandes am 22.04.2018 in München vorgestellte Untersuchung neben erwartbaren Bestätigungen bekannter Trends auch eine Reihe von, auch für Fachleute überraschenden, Ergebnissen. So sehen sich die Mitgliedsagenturen des BVPA trotz weiter sinkender Honorare gut aufgestellt. Wie die Branchenerhebung ergab, beurteilen die im BVPA organisierten Agenturen, die sich an dieser Umfrage beteiligten, die eigene wirtschaftliche Situation zu 50 % befriedigend und zu 42,8 % sogar gut oder sehr gut. Während in anderen Bereichen der Kreativbranche Praktikanten und befristet Beschäftigte die Unternehmen prägen, beschäftigen die von der Erhebung erfassten deutschen Bildagenturen im Schnitt zu fast 60 % Festangestellte und zu 31,6 % Teilzeitbeschäftigte. Freie Mitarbeiter_Innen bilden mit 9,9 % eine klare Minderheit. Während die im BVPA vertretenen Agenturen mit 1,6 % Umsatzplus leicht zulegen konnten, musste die Vergleichsgruppe der nicht im Verband vertretenen Bildagenturen dagegen ein Minus von 7,6% verzeichnen. Aktuelle Zahlen lieferte die Umfrage auch in Bezug auf das angebotene Bildmaterial. Ihre durchschnittlichen Bestände von 800.000 digitalen Bildern vergrößerten die beteiligten Bildagenturen im Durchschnitt um 9,3 %. Wichtigstes Marktsegment sind für die Bildagenturen die Zeitungen und Zeitschriften. Im Mittel 45,1 % ihres Umsatzes erzielen die im BVPA vertretenen Bildagenturen mit diesen redaktionellen Auftraggebern. Bei den nicht im Verband vertretenen Agenturen sind das sogar 62,8 %.

Die jetzt vorgestellten Ergebnisse sind noch keine Darstellung von Entwicklungen und möglichen Ausblicken. Diese können erst zu einem späteren Zeitpunkt und mit Blick auf weitere Umfragen erfolgen. Prof. Lars Bauernschmitt und der BVPA wollen die jetzt so erfolgreich begonnene Kooperation jedoch fortsetzen.

Zum jetzigen Zeitpunkt feststellbar ist, dass die BVPA Mitgliedsagenturen, die sich an dieser Befragung beteiligt haben, auf den Heimatmarkt konzentriert sind, sich auf journalistische Publikationen fokussieren, sich in einem schwierigen Markt eingerichtet und ihre Strukturen den Entwicklungen angepasst haben.

Ab dem 25. Mai 2018 wird es eng. Eng für Fotografen, eng für die, die Fotos veröffentlichen.

Denn ab dem 25. Mai 2018 gilt die Europäische Datenschutz-Grundverordnung. Danach wird das Fotografieren von Menschen zu einem Akt der personenbezogenen Datenerhebung – und fällt somit unter die DSGVO. Das Problem: laut der neuen Verordnung muss bereits vor der Aufnahme die Einwilligung aller Abgebildeten eingeholt werden.

Doch wie soll das gehen? Soll ein Fotograf jetzt, wenn er die Südkurve im Signal Iduna Park während eines Bundesliga-Spiels fotografiert, hunderte Personen um Erlaubnis bitten? Ja, lautet die Antwort, er muss sogar. Bis er alle Personen gefragt hat, ist das Spiel allerdings längst vorbei.

Und bisher? Bisher durften Personen unter bestimmten Umständen auch ohne schriftliche Einwilligung fotografiert und veröffentlicht werden. Das regelte ein altes Gesetz von 1907, das sogenannte Kunsturhebergesetz. Darin heißt es ganz pragmatisch, dass Bilder ohne die Einwilligung der abgebildeten Personen verbreitet werden dürfen, wenn „die Personen nur als Beiwerk neben einer Landschaft oder sonstigen Örtlichkeit erscheinen“. Damit ist gemeint und wurde durch die Rechtsprechung der letzten 111 Jahre gefestigt: Wenn die Person für die wesentliche Bildaussage unwichtig ist, darf sie auch veröffentlicht werden. Wäre dies nicht so, dürften nämlich grundsätzlich nur menschenleere Straßen fotografiert werden.

Genau dies wird jetzt geschehen. Digitale Fotos von Menschen beinhalten personenbezogene Daten wie Aussehen, Alter, Geschlecht, Ort und Datum der Aufnahme, etc. – und da greift die DSGVO voll durch. Keine Aufnahme, von wem auch immer, darf ohne Genehmigung erstellt und schon gar nicht veröffentlicht werden. Dies wird weitreichende Konsequenzen für den Bildermarkt haben – und zwar nicht nur für Fotografen und Agenturen, sondern auch für Unternehmen, Vereine, Politiker…

Wie konnte es dazu kommen?

Der Gesetzgeber hat es nicht nur versäumt, sondern er weigert sich ausdrücklich, ein sogenanntes Medienprivileg, wie es im alten Bundesdatenschutzgesetz verankert war, wieder einzuführen. Und dies, obwohl der Europäische Gesetzgeber ihn ausdrücklich dazu aufgefordert hat – nachzulesen im Artikel 85 der DSGVO. Schweden und andere Länder haben ihre Grundrechte geschützt – mit dem guten Argument der Meinungs-, Presse-, und Kunstfreiheit.

Die deutsche Regierung dagegen beharrt auf dem Standpunkt, dass die Gerichte in den nächsten Jahren den Rechtsfrieden, welchen auch immer, schon herstellen werden. Das ist natürlich billig und die Betroffenen fragen sich, welche Existenzberechtigung Entscheider in den Bundesministerien und letztlich die verantwortlichen Politiker haben, die die Rechtsfindung Gerichten überlassen und deren eigener Gestaltungswille dagegen gen Null tendiert.

Noch bevor das Gesetz in Kraft getreten ist, geben sie bekannt: „Wir leben derzeit noch in einer Phase der Unsicherheit, des Übergangs. Sie wird so lange dauern, bis die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes für mehr Klarheit sorgt.“

Kann man so eine Gesellschaft formen, Rechtsfrieden herstellen, eine Güterabwägung zwischen den Grundrechten herstellen? Nein, kann man nicht.

Die 2.400 Mitglieder des Berufsverbandes der Fotografinnen und Fotografen, FREELENS e.V., schreiben momentan alle Bundestagsabgeordneten an, um auf diesen Missstand hinzuweisen.

Sie fordern die Abgeordneten auf, Rechtssicherheit herzustellen, die Grundrechte zu verteidigen und das Feld nicht den Abmahnanwälten zu überlassen.

Denn handelt der Gesetzgeber nicht umgehend, ist der Fortbestand aller Formen von Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie der Kunst- und Meinungsfreiheit, wie wir sie heute kennen, gefährdet.

TIPA

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