Neuigkeiten

Im 70sten Jahr seines Bestehens wurde das Fotofachmagazin PHOTO PRESSE einer grundlegenden Neu-Positionierung unterzogen: Das dreiwöchentlich erscheinende Traditionsmedium möchte ab sofort den sogenannten New Professionals auf allen relevanten medialen Kanälen Informationen, Ideen und Praxistipps für mehr Erfolg mit Fotografie geben. So analysiert PHOTO PRESSE in der ersten Ausgabe 2015 (22. Januar) beispielsweise die wichtigsten Trends der Branche für das gerade begonnene Jahr, gibt Tipps für einen gelungenen Facebook-Start für Fotografen, zeigt Profi-Produkte in der Praxis, legt offen, was ein Foto-Assistent können muss und klärt, ob sich das Anfertigen von PR-Bildern als Businessmodell lohnt. „Die PHOTO PRESSE ist ein Nutzen- und Meinungsmagazin für professionelle Fotografen, bei dem Bildgenuss und Lifestyle nicht zu kurz kommen sollen“, so PHOTO PRESSE Herausgeber Wolfgang Heinen. „Unter New Professionals verstehen wir alle, die mit ihrer fotografischen Arbeit weiter kommen wollen – stilistisch, praktisch und unternehmerisch.“ Das redaktionelle Team besteht aus mehr als einem Dutzend freier Autoren und Redakteure, die jeweils auf ihrem Gebiet zu den Besten der Branche zählen. Das Design von PHOTO PRESSE wurde im Zuge der Neu-Positionierung durch das Designbüro Behr (Köln) modernisiert und aufgefrischt.

Neben der Printausgabe kommuniziert PHOTO PRESSE über einen wöchentlich erscheinenden Newsletter, über Twitter, Facebook und mit eigen produzierten Videoclips über YouTube mit den Zielgruppen. Ein Netzwerk aus Korrespondenten und Medienpartnern in allen wichtigen Märkten sorgt für Themenvielfalt und Internationalität. Außerdem kooperiert PHOTO PRESSE eng mit der CHIP FOTO-VIDEO Mediengruppe. Für das laufende Jahr sind zahlreiche gemeinsame Projekte vorgesehen.

Aufschrei in der Fotokunst-Szene. Museumsdirektoren und Sammler am Rande des Nervenzusammenbruchs: Farbbilder, sogenannte C-Prints, aus den 1990er Jahren „verblassen wie blöde“, wie es Herbert Grönemeyer singen würde. Und da es sich bei den betroffenen Fotografen um die Crème de la Crème der Fotokunstschaffenden wie Andreas Gursky, Jörg Sasse oder Axel Hütte handelt, geht es um viel Geld. Das Verblassungs-Phänomen trat jüngst bei einer Veranstaltung zu Tage, die die DGPh zusammen mit der DB Bank, selbst Sammlerin von mehr als 7.000 Fotografien, veranstaltete. Diskutiert wurde über Lösungen des Dilemmas, beispielsweise Reproduktion der blassen Version, Neudruck und Vernichtung des geschädigten Fotos. Das wirft aber eine Welle an neuen Fragen auf, auf die wir in Kürze in PHOTO PRESSE eingehen werden. Und wir stellen zusätzlich ganz andere Fragen zum Thema: Warum verblassen einige Abzüge und andere nicht? Welche Labors haben sie angefertigt und möglicherweise bei der Verarbeitung geschlampt? Welche Materialien/Papier sind besonders betroffen? Wer zahlt den Schadensersatz? Und was heißt das für den zukünftigen Handel mit Farbfotos – eher Finger weg? Wie gesagt, derzeit werden nicht nur die Bilder, sondern auch die Gesichter der Sammler, Kuratoren und Museumsleiter blass.

Mit Perry Oosting hat Hasselblad einen neuen Geschäftsführer unter Vertrag, der Erfahrung mit Luxusmarken wie Bulgari, Prada, Gucci und Ventu hat. Das befähigt einen zwar nicht automatisch zum Flottmachen eines angeschlagenen Herstellers für professionelle Kameras, aber zumindest sollte er sich in Sachen Markenpflege bestens auskennen. Perry Oosting, bislang Mitglied des Aufsichtsrates, übernimmt die Geschäfte von Interims-Geschäftsführer Ian Rawcliffe, der das Amt seit Ende 2013 innehatte.
Perry Oosting selbst sagt, es sei ihm eine Ehre, Teil einer so ikonischen Marke wie Hasselblad zu werden. Das Digitalrückteil CFV-50c etwa, unter dem Motto „back to the future“ im Markt eingeführt, sei ein großartiges Beispiel für das fortdauernde Bekenntnis zum „totalen Hasselblad-Markenerlebnis“. Dass gerade dieses Rückteil
längst nicht an alle Hasselbladmodelle passt – sei‘s drum. Wichtiger wird es sein, die Fotografen und Kunden von einer Zukunft der Marke zu überzeugen. Dass alleine Design und „schöner Schein“ wie in den vergangenen Jahren das probate Mittel für die Wende sind, darf man allerdings bezweifeln. Echte Innovationen sind unabdingbarer Bestandteil der Zukunft des Traditionsherstellers. Wir sind und bleiben gespannt.

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