Die Gewinnerin des Tamron TakeOff 2017, dem Wettbewerb für junge Fotografierende, heißt Luka Naujoks. Die 18jährige aus Kiel setzte sich mit ihrer Schwarz-Weiß Portrait-Reihe gegen vier Konkurrenten durch und sicherte sich damit neben 2.000 Euro und einem Koffer voller Tamron Super Performance Objektive auch ein umfangreiches PR-Paket.

Mehrere hundert Bewerber hatten zu Anfang des Jahres ihre eigens entwickelten fotografischen Konzepte eingesendet, die sie mit Hilfe eines Tamron Objektiv-Koffers, der mit insgesamt 7 Objektiven, zwei Telekonvertern und einer TAP-In-Konsole ausgestattet wurde, umsetzen durften. Eine Profifotografen-Jury entschied nun im Düsseldorfer SkyLoft über die eingereichten Fotostrecken.

Das Projekt der Siegerin Luka Naujoks trägt den Titel "tales of someone's soul".  Sie möchte damit auf psychische Krankheiten eingehen und dabei sichtbare Äußerlichkeiten mit inneren, seelischen Konflikten verbinden. Vor allem auf die Selbstverletzung ging Naujoks in ihren Bildern ein. Wichtig war es für die junge Fotografin, den Fokus nicht auf die Äußerlichkeiten zu setzen, sondern auf das, was in den Menschen und in ihrer Seele passiert und die sehr intimen Geschichten und persönlichen Emotionen von fremden Menschen zu erzählen, die sich auf den ersten Blick kaum erahnen lassen.  „Ich sehe es als Herausforderung, unsichtbares Leid sichtbar zu machen“, so die 18jährige, die 2015 mit einer Fotoreihe zur Flüchtlingsthematik bereits den Jugendkulturpreis der Stadt Kiel gewonnen hat.

 

Juror J. Konrad Schmidt, Fotograf und BFF-Vorstandsmitglied zur Siegerreihe: „Hier hat sich jemand in jungen Jahren mit einem sozial total relevanten Thema beschäftigt. Es muss am Ende in der Fotografie um Themen gehen. Hier war nicht nur das Thema wichtig, sondern es war auch großartig fotografiert und das von einer 18jährigen finde ich ziemlich beeindruckend.“ Fotograf Eberhard Schuy, ebenfalls Jurymitglied, ergänzt: „Die Bilder funktionieren im wahrsten Sinne des Wortes auf den ersten Blick. Man hat noch gar nicht die Geschichte zu den Bildern gelesen und wird schon von der Art der Bilder angezogen. Die Bildsprache ist magnetisch. Ich war fasziniert vom Aufbau, von kleinen Details. Je näher ich den Bildern kam, desto mehr habe ich bemerkt, wie gut die Bilder eigentlich sind.“

 

Den zweiten Platz belegt Lilian Dibbern, die mit ihren Fotos die (emotionale) Verbindung zwischen Mensch und Natur beleuchtete, vor Fabian Weins mit seiner Bildreihe zur Bretagne in Frankreich. Beide erwarten Objektiv-Preise. Den vierten Rang belegte Nina Wild vor Lukas Aigner mit seiner Reihe „Das Unmögliche“.

Alle Finalisten werden mit ihren Gewinnerbildern außerdem im Tamron Magazin und weiteren Medien präsentiert.

 


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