China war 2016 mit über elf Prozent das Land, in dem die meisten Urheberrechtsverletzungen von digitalen Bildern verzeichnet wurden. An zweiter und dritter Stellen stehen Frankreich und die USA. Das ist das Ergebnis einer Auswertung des Onlineportals COPYTRACK. Das Berliner Unternehmen analysierte 10 000 nach Zufallsprinzip ausgewählte Fälle von 2016 aus seiner Datenbank, um die zehn Ländern mit den häufigsten Copyrightmissbräuchen herauszufinden. Deutschland ist nicht unter den Top Ten vertreten (Platz 25 mit 1 Prozent). 

COPYTRACK ist darauf spezialisiert, weltweit das Internet nach unerlaubten Bildnutzungen zu durchsuchen und nachträglich Lizenzzahlungen zu erwirken. Zu seinen Kunden zählen Fotografen, Bild- und Nachrichtenagenturen, Verlage und e-commerce-Anbieter. Durch eine moderne Hochleistungssuche durchforscht COPYTRACK das gesamte Internet nach Duplikaten von Bildern seiner Kunden. Die Treffergenauigkeit liegt bei 98 Prozent. Im vergangen Jahr kam COPYTRACK am häufigsten Urheberrechtsverletzungen in China (11,11 Prozent), Frankreich (9,53 Prozent) und den USA (8,21 Prozent) auf die Spur. Auf den weiteren Plätzen im Punkt Bilderklau sind die Türkei (4,65 Prozent), dicht gefolgt von Russland (4,57 Prozent), den Vereinigten Arabischen Emiraten (4,55 Prozent) und Spanien (3,47 Prozent). Das Schlusslicht der Top Ten bilden die Ukraine (2,85 Prozent), die Niederlande (2,72 Prozent) und Italien (2,68 Prozent).

„Die meisten unserer Kunden sind sehr erstaunt, wo wir ihre Bilder widerrechtlich genutzt auffinden“, so Marcus Schmitt, Geschäftsführer von COPYTRACK. „Bilderklau gibt es überall und durch jeden. Vom Privatmann, über den Blogger bis zu Fachmagazinen und etablierten Unternehmen – alle bedienen sich unerlaubt fremder Bilder aus dem Netz. Aber offensichtlich gibt es einige Länder, in denen das kreative Eigentum anderer besonders weniger respektiert wird“, ergänzt Schmitt. Für COPYTRACK spielt das Wo und Wer keine Rolle. Auf Wunsch seiner Kunden wird das Unternehmen weltweit aktiv und fordert in 140 Ländern zu nachträglichen Zahlungen auf. 35 Prozent alle Fälle werden bereits nach einer schlichten Zahlungsaufforderung seitens COPYTRACK beglichen. Der Durchschnittswert einer solchen Nachlizenzierung bei Bilderklau liegt bei 694 Euro. Weitere 55 Prozent aller Missbrauchsfälle werden erst in einem zweiten Schritt, sprich nach einer Forderungsdurchsetzung bezahlt. Durchschnittlich erzielt COPYTRACK dann eine Summe von 1430 Euro. Das Portal orientiert sich bei den berechneten Gebühren an die auch von Gerichten anerkannten MFM-Übersicht. Das Ziel von Marcus Schmitt ist aber stets die für den Nutzer kostengünstigere, faire nachträgliche Lizensierung, die oftmals auch zu weiteren Geschäftsbeziehungen zwischen Urheber und Nutzer führt. Ob mit oder ohne gerichtliche Schritte, COPYTRACK übernimmt für seine Kunden stets das gesamte Kostenrisiko. Der Suchservice steht komplett kostenfrei zur Verfügung. COPYTRACK erhält lediglich im Erfolgsfall eine Provision. Sind Marcus Schmitt und sein Team erfolgreich, gehen bis zu 70 Prozent der erzielten Summe an den Bildrechtinhaber.

Top 10 Länder im Bilderklau


Leseproben

        

  

Leseprobenarchiv

Jetzt unverbindlich die PHOTO PRESSE kennenlernen: