Tamina-Florentine Zuch aus Hannover gewinnt mit ihrer Bildserie von einer Zugreise durch Indien

„Meaningful Places“ – Orte mit Bedeutung – so lautete das Credo des ZEISS Photography Awards „Seeing Beyond“, der dieses Jahr zum ersten Mal professionelle Fotografen und ambitionierte Amateure einlud, ihr Können einer renommierten Jury und einem breiten Publikum zu präsentieren. 3.139 Fotografen aus 116 Ländern – von Albanien bis Zimbabwe – folgten diesem Aufruf und reichten knapp 22.000 Bilder ein. „Die Resultate sind super – wir sind hoch erfreut über den Umfang und die Qualität der Bewerbungen“, lobt Scott Gray, CEO der World Photography Organisation, die den ZEISS Photography Award veranstaltet.

Mit Tamina-Florentine Zuch hat der ZEISS Photography Award eine würdige Gewinnerin. Die 25-Jährige, die in Hannover Fotojournalismus und Dokumentarfotografie studiert, war im vergangenen Jahr sechs Wochen mit dem Zug kreuz und quer durch Indien unterwegs. Ihre Aufnahmen aus stickigen Abteilen mit schlafenden Kindern in Hängematten, von Männern, die beim Surfen an den Waggons ihr Leben riskieren, oder von vorbeihuschenden exotischen Landschaften lassen den Betrachter die „Indian Train Journey“ hautnah miterleben. Zuchs teils sehr intime Aufnahmen zeugen von der frühen fotografischen Meisterschaft der 25-Jährigen, von ihrer Geduld und von ihrem Fingerspitzengefühl im Umgang mit Menschen eines anderen Kulturkreises. „Tamina Zuch hat ein unglaubliches Auge für Komposition, Licht und das Gefühl für den richtigen Augenblick. Sie vereint diese Eigenschaften immer wieder in ihren Bildern”, schwärmt Steve Bloom, einer der drei Juroren. „Indian Train Journey ist eine sehr persönliche poetische Reise, erzählt von einer frischen jungen Stimme”, findet Juror Hans-Peter Junker, Chefredakteur des Reportagemagazins View.

Die Fotografin erhält für diese Auszeichnung ZEISS Objektive ihrer Wahl im Wert von 15.000 Euro und das Angebot für eine weitere Zusammenarbeit mit ZEISS. Sieben weitere Fotografen – Melanie Hübner (Deutschland), Francisco Salgueiro (Portugal), Patricia Ackerman (Argentinien), Helen Mountaniol (Ukraine), Jorge Lopez Munoz (Spanien), Erez Beatus (Australien), Lasse Lecklin (Finnland) – haben es auf die Shortlist geschafft und dürfen ihre Bilder bei der Sony World Photography Awards Ausstellung im Somerset House in London vom 22. April bis 8. Mai 2016 zeigen.

2017 geht der ZEISS Photography Award in eine neue Runde, dann unter einem anderen Motto. „Wir wollen damit Fotografen eine Plattform bieten, ihre Kunst und die Idee der Kreation einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und dies zu honorieren“, erläutert Dr. Winfried Scherle, Executive Vice President Consumer Optics Business Group der Carl Zeiss AG. Und Scott Gray lobt: „Der ZEISS Photography Award gibt Fotografen eine aufregende Möglichkeit, ihre kreativen Grenzen zu erweitern. Wir freuen uns auf die weiteren Wettbewerbsrunden mit ZEISS in den kommenden Jahren.“

 

  1. ©Tamina-Florentine Zuch, Germany, 2016 ZEISS Photography Award

Licht und Schatten: Im Frauenabteil scheint die Zeit still zu stehen, während draußen die Welt vorbeifliegt.


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