Zur sechsten Edition des Duesseldorf Photo Weekend, 3. – 5. Februar 2017, präsentieren mehr als 70 Galerien, Museen, Institutionen und Off-Räume ein vielseitiges Programm zum Medium der Fotografie. Die Bandbreite der Ausstellungen reicht von der klassischen Fotografie bis hin zu aktuellen Tendenzen mit den Neuen Medien. Nach dem großen Erfolg der letzten Jahre ist das Duesseldorf Photo Weekend zu einem beliebten Bestandteil der Kunst- und Kulturszene Düsseldorfs geworden und erfährt auch international große Wertschätzung. Viele der Ausstellungen sind nach dem Eröffnungswochenende noch mehrere Wochen in den Galerien und Instituten zu sehen.

Das Duesseldorf Photo Weekend eröffnet traditionell im NRW-Forum Düsseldorf. Mit der Vernissage am Donnerstag, dem 2. Februar 2017, präsentiert das Forum gleich drei Ausstellungen: Peter Lindbergh / Garry Winogrand: Women on Street, Thomas Mailänder: The Fun Archive und Perfect Storm, eine Ausstellung des Portfolio Reviews. Unter dem Titel Women on Street zeigt das NRW-Forum Düsseldorf zum Duesseldorf Photo Weekend 2017 vom 3. Februar bis zum 30. April 2017 zwei Meister der Fotografie, Peter Lindbergh und Garry Winogrand. Erstmalig sind hier auch Garry Winogrands seltene Farbfotografien aus den 50er und 60er Jahren zu sehen. Mit The Fun Archive präsentiert das NRW-Forum Düsseldorf Thomas Mailänders erste große Retrospektive in Deutschland. Der französische Künstler sammelt Artefakte der Netzkultur – anonyme Amateurfotografien, Internet-Meme und Netztrash – die er archiviert, weiterverarbeitet und in die Welt der Hochkultur einschleust. Vom 3. Februar bis zum 30. April 2017 öffnet er sein Fun Archive im NRW-Forum Düsseldorf und errichtet spektakuläre Rauminstallationen wie das Fun Archive Headquarter und das Chicken Museum. Das Portfolio Review findet wie in den Vorjahren ebenfalls im NRW-Forum statt. Dieses Jahr am Samstag mit den Präsentationen der 15 Shortlist-Künstler und am Sonntag mit der Preisvergabe. Anlässlich des fünften Portfolio Reviews findet eine Gruppenausstellung mit den Arbeiten von neun Künstlern der letzten Jahre statt – Perfect Storm ist eine Präsentation aktueller Themen und Ansätze, die eine junge Generation fotografisch arbeitender Künstler prägen. Die Werke der Ausstellung vereint dabei einen Impuls, der die Frage nach der Limitierung und Legitimierung der Expansion des Bildraums stellt, und in dieser Schwebe produktiv werden lässt.

Die Stiftung Schloss und Park Benrath präsentiert vom 5. Februar – 26. März, Arbeiten des Fotografen Marcus Schwier. Sein facettenreiches Werk umfasst Serien aus den Bereichen Architektur- und Landschaftsfotografie. Zu den ausgestellten Themenblöcken zählt u.a. eine Serie mit Nachtaufnahmen aus nord- und südamerikanischen Städten, in der Schwier kunstvoll Lichträume inszeniert. Eine weitere Serie thematisiert das Gewächshaus als Leitbild einer industrialisierten Landwirtschaft. Zwei Werkkomplexe beruhen auf dem Einsatz eines Langstativs, das voyeuristische Bilder von Personen ebenso ermöglicht, wie es das durch Überwachungstechnik generierte Bild der Welt reflektiert.

Ein Photo Book Salon in der historischen Bibliothek findet auf dem neu erbauten Campus der Hochschule Düsseldorf (HSD) statt. Neben der Ausstellung der Shortlist des Paris Photo-Aperture Foundation PhotoBook Awards, sind hierzu europäische Buchverlage eingeladen, die sich hauptsächlich der Edition von Fotobüchern widmen. Auf dem Campus der HSD werden außerdem Ausstellungen und Vorträge veranstaltet.

Die Sammlung Philara, mit ihren neuen Räumlichkeiten in Flingern, zeigt Werke von Sabine Dusend und Alex Grein, zwei junge Absolventinnen der Kunstakademie Düsseldorf. Mittels der Fotografie nähern sich die beiden Künstlerinnen den Wesensmerkmalen traditioneller Bildproduktion, der Divergenz von Mensch und Maschine sowie von Objekt und Repräsentation.

In Number Thirteen werden zwei Ausstellungskonzepte in der Julia Stoschek Collection in Düsseldorf vereint. Im Zentrum der Präsentation steht die großformatige Videoinstallation Factory of The Sun von Hito Steyerl. Parallel dazu, aber räumlich voneinander getrennt, hat die Künstlerin Jennifer Chan auf Einladung von Hito Steyerl und in Kooperation mit der Julia Stoschek Collection im ersten Stock die Gruppenausstellung Missed Connections kuratiert.

Die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf ist 2017 erstmalig Teilnehmer beim Duesseldorf Photo Weekend und widmet dem Künstler und Juristen Fred Stein eine Werkschau. 1933 muss er als Sozialist und Jude vor den Nationalsozialisten aus Dresden fliehen. Im Pariser Exil macht er notgedrungen aus seinem Hobby einen Beruf – er eröffnet ein Fotostudio und offenbart dabei herausragendes Talent. Er entpuppt sich als Meister des Porträts und der spontanen Straßenfotografie.

Aus dem Nachlass des Berliner Filmemachers Hansjürgen Pohland werden in der Ausstellung Open Loop, unveröffentlichte Dokumente und Fotografien von Will McBride, Michael Marton, Jean-Gil Chodziesner-Bonne im Haus der Universität präsentiert. Vorträge, Symposien, Diskussionsrunden und Filmvorführungen im Haus der Universität und auch an der Hochschule Düsseldorf ergänzen das Programm des Duesseldorf Photo Weekends.

Detaillierte Informationen zum Programm werden zum Jahreswechsel auf der Homepage www.duesseldorfphotoweekend.de, sowie in der begleitendend erscheinenden Programmzeitung und dem Programmheft veröffentlicht.

 Kanjo Také - Zwei Menschen

© Kanjo Také.


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