Eine Künstlerkolonie feiert die Fotografie

 

Erstmalig in der Geschichte der Künstlerkolonie Worpswede wird die Fotografie im gesamten Ort gefeiert. Ein sechsköpfiges Team um die beiden Worpsweder Fotografen Rüdiger Lubricht und Jürgen Strasser haben sich zum Ziel gesetzt, die zeitgenössische Fotografie in Worpswede mit dem RAW PHOTOFESTIVAL vom 17. September bis 16. Oktober zu feiern und es nachhaltig im Terminkalender von Worpswede zu etablieren. In Open-Air-Ausstellungen und an ausgewählten Orten werden die Fotoarbeiten von regionalen und überregionalen Fotografen sowie Altmeistern der Fotografie gezeigt.

RAW heißt auf dem Englischen übersetzt als Adjektiv unverfälscht, roh und rau und als Subjektiv – das Original. Beide Attribute passen zu dem geplanten Festival, das das  Festivalteam in Kooperation mit der Gemeinde Worpswede und der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) organisiert.

Vier anspruchsvolle Ausstellungen mit 14 renommierten Künstlern

In der Galerie Altes Rathaus, Galerie ART99 sowie der Galerie im Village und der Halle der Kultmobile GmbH werden Fotoarbeiten von 14 Neuendeckungen und bereits etablierten Künstlern gezeigt. Rüdiger Lubricht, künstlerischer Leiter des Festivals, hat Fotografinnen und Fotografen aus Berlin, Bremen, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Köln und Weimar eingeladen, ihre Fotoarbeiten auszustellen. „Wir haben eine spannende und interessante Mischung an Fotoserien ausgesucht, die sowohl zum Nachdenken anregen aber auch zum Schmunzeln sind“, betont Rüdiger Lubricht. Von Andreas Bohnhoff werden wir die Bilderserie „Zylindermann“ sehen, von Andreas Meichsner „Willkommen im Club“, Joachim Gies „Abgedankt“ oder Jochen Stross „Schnoorkinder“, um nur einige Namen zu nennen.

Open-Air-Ausstellung mit Worpsweder Altmeistern der Fotografie

In der Geschichte von Worpswede hat die Fotografie einen festen Platz. Hans Saebenes (1895-1969), Rudolf Dodenhoff (1917 – 1992) und Georg Tappert (1880 – 1957) haben mit ihrer Landschaftsfotografie das Worpswederbild ganzer Generationen geprägt. In Rahmen einer Open-Air-Ausstellung werden ausgewählte Werke von ihnen während des gesamten Fotofestivals zu sehen sein.

Lokale Fotografie an lokalen Orten

Darüber hinaus werden in der Ausstellungsreihe „Lokale Fotografie an lokalen Orten“ die Besucher an 19 ausgewählten Orten einen Ein- und Überblick über Arbeiten von Fotografinnen und Fotografen der Region erhalten. Es sind u. a. die Werke von Michael Rippl in der Worpsweder Bonschen Manufactur, von Klaus Oberer im Restaurant „Kaffee Worpswede“, von Jost Wischnewski im Hotel Worpsweder Tor, von Gabi-Anna Müller und Christine Steyer im Kunstkahn und von Lars Fischer in der Music Hall zu sehen, um nur einige Künstler und Ausstellungsorte zu nennen. „Von allen Fotografen werden keine Einzelbilder sondern Serien gezeigt, da wir mit dem Festival einen konzeptionellen-künstlerischen Ansatz verfolgen, der die Besonderheit der Künstlerkolonie Worpswede unterstreicht“, betont Rüdiger Lubricht.

Ausstellung „Junger kreativer Köpfe“ in der Worpsweder Mühle

Auch die Fotografen von „Morgen“ sind bei dem Worpsweder Photofestival berücksichtigt. Unter der Schirmherrschaft des Landrates Bernd Lütjen werden die besten Fotos des Jugend-Fotowettbewerbes „Ich und meine Welt“, in der Worpsweder Mühle vom 1. bis 9. Oktober jeweils von 14 bis 18 Uhr zu sehen sein.

RAW 16: Das Photofestival der Begegnungen

Das Festival-Team hat ein Ausstellungsprogramm auf die Beine gestellt, das seinesgleichen sucht. Sie haben das RAW PHOTOFESTIVAL als ein Publikumsfestival konzipiert, um die Begegnung mit der Fotografie und Fotokunst zu fördern und Anregungen zu schaffen.


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