Der Preiskampf der letzten Jahre bei professionellen Fotoshootings war geprägt von Dumping-Anbietern, die Neukunden mit extrem günstigen Einstiegsangeboten lockten, die dem gemeinen Fotografen Zweifel in Bezug auf die Frage nach der Herstellungskostendeckung aufwarfen. Das Foto-Fachlabor XXLPIX untersuchte zu Beginn des Jahres in der Marktanalyse „Fotoshootings ab 9,50€?“ die Dienstleistungen von 250 zufällig ausgewählten Profifotografen und Fotostudios. Wir haben die Ergebnisse zusammengefasst.

Doch welcher Trend lässt sich nun für das Jahr 2015 abzeichnen? Locken einige Anbieter weiterhin mit sensationell günstigen Preisen oder reguliert sich der Markt in diesem Jahr? XXLPIX sagt Ja zu Letzterem. Julian Schulz von XXLPIX dazu: „Die Preise für Fotoshootings werden in 2015 realistischer.“ Doch was bedeutet das genau? Die Anfang Februar durchgeführte Studie macht deutlich, dass etliche Dumping-Anbieter vom Markt verschwinden und somit der Einstiegspreis für professionelle Fotoshootings steigt. „Dumpinganbieter haben keine Überlebenschance“, so Schulz weiter. „Viele mussten bereits den Fotografie-Dienstleitungsmarkt verlassen, da ihre Kalkulationen fernab der Realität lagen.“ Doch auch der obere Bereich des Preisspektrums bleibt von der Markt-Entwicklung nicht unbeeinflusst. Die wenigen Fotografen, die sogenannte Premium-Shoots für deutlich über dem üblichen Markt-Preis liegende Gelder anboten, strichen diese nun fast komplett aus ihrem Angebot. Doch schauen wir uns die einzelnen untersuchten Bereiche der Fotografie einmal im Detail an:

Bewerbungsshootings:

Da beim Bewerbungsshooting der Leistungsumfang sehr variiert, entsteht auch ein recht weites Preisspektrum. So beginnen jenes bei schon 9,50 €, kann allerdings auch bis weit über 300 € reichen.

Der Preis für das kleine Bewerbungsshooting steigt im Jahr 2015 auf durchschnittliche 26,66 € (+ 6,8 % im Vergleich zu 2014). Fast drei Viertel (74,07 %) aller Fotografen setzen die Untergrenze ihrer Dienstleistung 2015 bei mindestens 20 € an. Immerhin ca. 15 % Bewerbungsshootings beginnen bei 40 € oder liegen darüber. Das große Bewerbungsshooting orientiert sich weiterhin an zwei Preisstufen: Bei 50 € und 100 € sehen die meisten Fotografen die Preisschwellen für ihre Dienstleistung und gestalten ihre Preise entsprechend. Im Jahr 2015 bieten ein Drittel (2014 noch 38,46 %) der analysierten Fotografen ein Bewerbungsshooting über 100 € an.

Passfotos:

Im Bereich der Passfotografie gibt es kaum Unterschiede. In den meisten untersuchten Fällen war die Preisgestaltung relativ einheitlich. So lagen die Preise zu über 90 % zwischen 10 und 15 €.

Portraitfotografie:

Die Portraitfotografie bietet ein noch weitläufigeres Leitungsspektrum auf als die Bewerbungs-Shoots und daher klaffen auch hier die Preise sehr weit auseinander: Das Einstiegsshooting „Portrait“ setzen viele Fotostudios niedrig an. Über 90% der Fotografen rufen 80 € oder weniger für den Einstieg in ihre Dienstleistung auf. Der Einstiegspreis für Portraitfotografie steigt im Vergleich zu 2014 um nur 1,92 %. Dementsprechend schwierig ist für jene günstigen Fotografen, im weiteren Verlauf „Shootings zu einem realen Preis anzubieten, da die Preiselastizität in der Fotografie zu gering ist“, so lautet das Fazit der XXLPIX-Studie. Als Konsequenz aus den niedrigen Einstiegspreisen in die Portraitfotografie liegen mehr als die Hälfte (52,83 %) der großen Shooting-Pakete unter 150 €.

 

Familienportrait:

Das Familienportrait, stellvertretend auch für Gruppen- und Pärchen-Shootings, wird von noch fast 50 % der analysierten Fotografen für unter 50 € angeboten. Kaum vorstellbar, dass eine komplette Dienstleitung dieser Art mit diesem Preis realistisch kalkuliert ist. Fast 75 % der Angebote beim großen Familienportrait bewegen sich zwischen 100 und 250 €. Der Vorjahreswert wurde um knapp 4% gesteigert.

Foto: Thinkstock

Hochzeitsfotografie:

Die Hochzeitsfotografie ist für alle Kunden der kostenintensivste Punkt, Geld für einen Fotografen auszugeben. Der Hochzeitstag soll als etwas ganz besonderes in Erinnerung bleiben und darf gerne auch mal etwas kosten. Doch auch auf dem Gebiet der Hochzeitsfotografie deckt die durchgeführte Studie eine enorm große Preisspanne auf. So entdeckten die Mitarbeiter von XXLPIX tatsächlich einen Fotografen, der die Dienstleitung „Hochzeitsfotografie“ für 15,50 € anbietet. Das teuerste Paket im Bereich Hochzeitsfotografie lag bei 3.450 €. Der Einstiegspreis liegt 2015 bei durchschnittlich 244,35 € und somit knapp 10% höher als im Vorjahr. Das größtmögliche Hochzeitsshooting wird mit durchschnittlich 841 € veranschlagt. Doch auch hier merkt die Studie an, dass sich der Preis stark an den unterschiedlich angebotenen Dienstleitungen orientiert, die Fotografen anbieten.

Ein interessantes Ergebnis der Studie ist ebenfalls, dass fast die Hälfte der Fotografen auf Fotoprodukte verzichtet. Ein Drittel bieten lediglich Fotoabzüge an. 28 % der Fotostudios bieten nur ein einziges Großformatprodukt – häufig Leinwand oder Poster – an.

 

Julian Schulz von XXLPIX resümiert die Marktanalyse: „Die Zahlen zeigen, dass die Konsumenten offenbar wieder zunehmend bereit sind, mehr auszugeben. Dafür erwarten sie auch eine hochwertige Leistung. Billig-Anbieter haben im Shooting-Bereich ein Glaubwürdigkeitsproblem. Gestiegene Einstiegspreise und gesunkene Spitzenpreise sprechen dafür, dass sich nach dem Preiskampf der letzten Jahre Preis und Leistung wieder in ein realistisches Verhältnis setzen. Die Marktpreisstudie 2016 wird zeigen, ob sich dieser Trend bestätigt.“

 

Über XXLPIX: Die XXLPIX GmbH ist ein führender Lösungsanbieter für professionelle Fotografen. Mit Premium Fotoprodukten, Shop-Lösungen und Internetportalen kooperiert das Berliner Foto Fachlabor mit über 32.000 Fotografen weltweit. Die Fachberater der XXLPIX unterstützen dabei die individuelle Umsetzung und Vermarktung von Fotoprojekten und Ausstellungen. Regelmäßig gibt XXLPIX Studien und Ratgeber für Foto-Profis heraus. Die XXLPIX ist besonders auf hochwertige Fotodrucke in Großformaten spezialisiert. Weitere Informationen auf www.xxlpix.net .


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