Die Verunsicherung bei jungen Fotografen ist groß, nachdem durch mehrere Medienberichte bekannt wurde, dass die bekannte Fotoplattform Flickr einige wenige ausgewählte, von Nutzern eingestellte Fotos, kommerziell als Kunstdrucke verkauft. Selbst die notwendige Veröffentlichung des Fotografennamens in Form eines losen Aufklebers als Zubehör zum Druck erscheint halbherzig. "Flickr ist Marktführer und zwingt als solcher die jungen Fotografen dazu, ihre Fotos mit einer Lizenz in ihrer Datenbank einzustellen, mit welcher die Jugendlichen der kommerziellen Verwendung durch Unternehmen zustimmen", ist Kai Mungenast, Vorstandssprecher des Bundesverbandes der Jugendpresse verärgert. "Viele Hobbyfotografen sind sich dieser möglichen Verwendung nicht bewusst und werden nur sehr versteckt auf diese Option für das Unternehmen hingewiesen."
Hintergrund: Neben der bei Flickr standardgemäß verwendeten Lizenz können Hobbyfotografen zur Veröffentlichung ihre Fotos im Internet unter eine andere Lizenz stellen. Diese erlaubt die Verwendung des Bildes nur für nicht-kommerzielle Veröffentlichungen, wie beispielsweise für andere Jugendmedien, gemeinnützige Verbände, soziale Projekte junger Menschen oder den Austausch mit anderen Fotografen. Diese Option ist für die Nutzer der Fotoplattform nicht auf den ersten Blick einsehbar. "Flickr sollte die Entscheidung über die Verwendung seines Bildes dem Fotografen überlassen und daher mehrere Lizenzformen gleichberechtigt zur Auswahl anbieten", schlägt Mungenast vor und rät den jungen Fotografen solange auf andere gemeinnützige Plattformen zurückzugreifen wie beispielsweise auf www.jugendfotos.de.


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