Neuigkeiten

Rechtzeitig zum Frühling und damit zur Hochzeits-Saison kommt jetzt die neue fotoPRO Edition „Hochzeitsfotografie“ auf den Markt. Das Magazin präsentiert auf 148 Seiten alle Themenbereiche rund um zeitgemäße Wedding-Fotografie: Die aktuellen Trends, bildstarke Portfolios der besten Hochzeitsfotografen in Deutschland mit ihren ausgesuchten Praxistipps und alles zu Kamerasystemen, Licht-Equipment, Video-Produktion sowie Drohnen und Taschen.
 
Der größte Teil des opulent gestalteten Magazins widmet sich der fotografischen Praxis in der Hochzeitsfotografie: Wie inszeniert man die besten Motive? Wie gestaltet man mit Licht unvergessliche emotionale Momente? Wie führt man Regie beim Hochzeits-Video oder was bringt der Einsatz von Foto-Boxen und Sofortbild-Kameras während des Festes? Abgerundet wird das inhaltliche Portfolio mit Themen wie perfektes Datenmanagement, innovative Augmented Reality, erfolgreiche Kundenakquise, renditestarkes Marketing in der Hochzeitsfotografie und umsatzstarke Zusatzgeschäfte mit Alben und Rahmen.
 
„Mit dieser neuen Edition wollen wir allen Fotografinnen und Fotografen ein Kompendium an die Hand geben, welches ihnen auf der einen Seite alle aktuellen Basisinformationen komprimiert liefert, auf der anderen Seite aber auch zu neuen Sehweisen inspiriert und erfolgreiche Business-Strategien vorstellt,“ erläutern Wolfgang Heinen und Florian Schuster, die beiden Herausgeber von fotoPRO.
 
Die fotoPRO Edition „Hochzeitsfotografie“ kostet 9,95 Euro und ist ab sofort im Zeitschriftenhandel oder über fotopro-magazin.de/hochzeit erhältlich.

Zur Leseprobe geht es hier.

Die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) vergibt den Preis 2018 an das fotografische Projekt „Philosophieren über Fotografie“

Die Jury hat entschieden, das photographische Seminar von Martina Zöls am Gymnasium Untergriesbach mit dem DGPh-Bildungspreis 2018 auszuzeichnen. Das Projekt verbindet auf vorbildliche Weise den Umgang mit dem Medium der Photographie in Theorie und Praxis.

Den Schülern der Oberstufe des Gymnasiums wird in dem wissenschafts-propädeutischen Seminar auf vielschichtige Weise Medienkompetenz vermittelt. Angefangen von der Geschichte der Photographie, den ersten praktischen Erfahrungen des Sehens, der Vorstellung von Philosophen und Kulturkritikern, bis hin zu Praxisübungen und der künstlerisch inszenierten Präsentation eigener Arbeiten.

Überzeugend fand die Jury dabei das ganzheitliche Vermittlungskonzept von Martina Zöls. So lernen die Jugendlichen im theoretischen Teil unter anderem die Unterschiede zwischen dokumentarischer Photographie und inszenierter Photographie kennen, die jeweils an konkreten Beispielen verdeutlicht werden. Im praktischen Teil erfahren sie neben dem Umgang mit der digitalen Kamera, dass die analoge Schwarzweißphotographie auch in digitalen Zeiten nichts von ihrer Faszination verloren hat. Die Ausarbeitung in der kleinen Dunkelkammer der Schule lieferte dazu die Erkenntnis, dass die Anfertigung eigener Abzüge allerdings auch sehr aufwendig ist.

Unterstützt wurde das Projekt in enger Kooperation durch die Galerie Soiz in Passau, die es ermöglichte, verschiedene Ausstellungen auch außerhalb der Öffnungszeiten zu besuchen und so über Photographie in ihren verschiedenen Ausrichtungen zu reflektieren. Eine Zusammenarbeit, die in Zukunft weiter ausgebaut werden soll. Darüber hinaus war die Eigenleistung der Schüler besonderer Schwerpunkt. In Referaten zu 25 verschiedenen Themen wurde etwa das Unheimliche in der Photographie, Photographie als Waffe, Surrealismus und Photographie sowie die Kriegsphotographie beleuchtet. Die Dokumentation des Seminarprojektes, vor allem auch die Quintessenz zu den einzelnen Themenfeldern, verdeutlicht die große Freude beim Vermitteln der teils sehr anspruchsvollen Aspekte rund um das Medium Photographie.

„Fotografie - das von Schülern vielbenutzte, aber völlig unbekannte und unterschätze Medium. Da muss man doch was ändern!“ So beschreibt Martina Zöls ihre Motivation für die vielschichtige Vermittlung und Vorstellung der Photographie in ihrer ganzen Bandbreite und omnipräsenten Anwendung.

Die diesjährige Jury, der die Kunsthistorikerin Prof. Dr. Ulli Seegers sowie der Vorstand der Sektion Bildung (Dr. Sandra Abend und ihre Stellvertreterin Berti Kamps und ihr Stellvertreter Jan Schmolling) angehörten, konnten aus insgesamt 23 Projekten auswählen.

Der Jury ist es wichtig, einige der eingereichte Arbeiten in Form einer lobenden Erwähnung besonders hervorzuheben, dazu gehören: Facebook offine, ein Fotoprojekt mit Jugendlichen ohne Schulabschluss von Susanne Keichel, NEOENKEL -  ein interkulturelles, intergenerationelles Fotoprojekt mit jungen Geflüchteten und Senior*innen, vorgestellt von Jörg Meier, COLOUR CODES – ein Fotoprojekt von Tina Umlauf, „Menschen kennen lernen“ – ein fotografisch, dokumentiertes Projekt von Karl Scholten sowie das Fotoprojekt „Mach Dir ein Bild“ - mit afrikanischen Kindern und Jugendlichen eingereicht von der Projektleiterin Marie Köhler.

Einen Überblick über die bisher mit dem Bildungspreis ausgezeichneten Projekte gibt es unter: https://www.dgph.de/preise/bildungspreis.

 

Aphrodite, © Laura Kaiser (Selbstporträt)

Am Freitag den 23. März 2018 wurde in Berlin der Bundesverband Architekturfotografie (BVAF) gegründet. Ort der Verbandsgründung war das Museum für Fotografie SMB in der Jebensstraße.

Der BVAF ist ein Zusammenschluss von Berufsfotograf*innen, die auf Architekturfotografie spezialisiert sind und versteht sich als gemeinsame Interessenvertretung seiner Mitglieder aus ganz Deutschland. Zweck des Vereins ist die Förderung, Erhaltung und Vermittlung von Architekturfotografie, sowie die Wahrung der rechtlichen, kulturellen und ideellen Interessen von Achitekturfotograf*innen. Ziel ist es, das Ansehen der Architekturfotografie und der Architekturfotograf*innen zu fördern sowie Öffentlichkeit, Auftraggeber und Bildnutzer für den Wert professioneller Fotografie zu sensibilisieren. Gemeinsam soll auf die Anforderungen und Fragestellungen des sich stetig wandelnden Berufs reagiert und dessen Zukunft positiv und wertschöpfend mitgestaltet werden.

Informationen zu den Zielen und Mitgliedern finden Sie auf der Webseite www.bvaf.de.

Canon Europe Ltd hat einen neuen Präsidenten: Yuichi Ishizuka folgt als President & CEO für Canon Europe, Middle East and Africa (EMEA) auf Rokus van Iperen, der nach erfolgreicher Karriere in den Ruhestand tritt.

Neue Führung in der Europazentrale von Canon sichert Kontinuität der strategischen Transformation; Stärkung der Kerngeschäfte und Expansion in neue Wachstumsfelder

Yuichi Ishizuka

Yuichi Ishizuka

Rokus van Iperen

Rokus van Iperen

Yuichi Ishizuka, bisher President & COO von Canon USA, hat das Amt als President & CEO von Canon EMEA mit Wirkung zum 1. April angetreten. Er übernimmt eine Organisation, die in 120 Ländern tätig ist, rund 18.000 Mitarbeiter beschäftigt und jährlich rund ein Viertel des weltweiten Umsatzes von Canon erwirtschaftet.

Ishizuka, der neben seiner Führungsrolle für Europa auch Managing Executive Officer von Canon Inc. ist, wird bestehendes Kerngeschäfte stärken und gleichzeitig die Imaging-Kompetenz der Marke in neuen Bereichen wie Network Visual Solutions (NVS), Industrieanlagen und kommerziellem Druck weiter ausbauen. Er bringt umfangreiches Fachwissen und internationale Erfahrung aus anderen Regionen mit, die er in leitenden Positionen in Canon Unternehmen in Nord-, Mittel- und Südamerika sowie in Japan gesammelt hat.

Rokus van Iperen, der bisherige EMEA CEO & Senior Managing Executive Officer, Canon Inc. wurde nach einer herausragenden Karriere bei Océ NV 2012 zum President & CEO von Canon Europe ernannt. Nach der reibungslosen Integration von Océ in das Canon Geschäft leitete er erfolgreich mehrere weitere bedeutende Akquisitionen, um die Digitalisierungsstrategie des Unternehmens zu ermöglichen. Er ist auch für den Aufbau eines lösungsorientierten Portfolios und die Gründung neuer Unternehmen in wachstumsstarken Bereichen wie Network Visual Solutions (NVS) verantwortlich.

Yuichi Ishizuka zu seiner neuen Rolle: "Canon Europe blickt auf 60 erfolgreiche Jahre in EMEA zurück und ist mit Millionen von Kunden in der Region ein klarer Marktführer im Bereich Consumer- und Business Imaging. Ich fühle mich geehrt, dieses Team in einer für das Unternehmen sehr spannenden und dynamischen Zeit durch die nächste Phase der Innovation und des Wachstums zu führen.”

Wie erleben junge geflüchtete Menschen ihren Alltag in Deutschland? Wie stellen sie sich ihre Zukunft vor? Welche Heimat-Bilder tragen sie mit sich? Die vom Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF) gestartete Fotoaktion „eye_land“ bietet die Chance, sich mit diesen Fragen kreativ zu befassen und die Bilder öffentlich zu präsentieren. Teilnehmen können alle unter 26 Jahren – ob mit oder ohne Fluchterfahrung – sowie Kinder- und Jugendprojekte und künstlerische Initiativen. Die Ergebnisse werden in einer großen Ausstellung in Berlin gezeigt. Weitere Informationen gibt es auf www.eye-land.org.

Fotografisch fixierte Zeitgeschichte

Ob nach Deutschland zugewandert oder hier geboren: die Fotoaktion lädt dazu ein, eigene Sichtweisen auf die Thematik Flucht und Heimat aufzugreifen und darzustellen. „Wir möchten verdeutlichen, was junge Menschen mit dem Begriff Heimat verbinden und was sie sich für ihre Zukunft wünschen“, erläutert Projektleiter Peter Liedtke die Zielsetzungen. Alle Einsendungen – zum Beispiel Handyfotos, Fotostorys, Dokumentationen, Collagen – werden kontinuierlich in einer Online-Galerie präsentiert. Auf diese Weise wächst das Projekt vor den Augen der Öffentlichkeit und dient zugleich als zeitgeschichtliche Chronik.

Das vom Bundesjugendministerium geförderte Projekt ist kein Fotowettbewerb, sondern eine Plattform für vielfältige Bildwelten und persönliche Anliegen, formuliert von Einzelnen und von Medien-AGs. „Mit ‚eye_land’ bieten wir auch den zahlreichen in Deutschland aktiven Initiativen ein bundesweites Forum und würdigen ihr gesellschaftliches Engagement“, sagt der Initiator des Projekts Jan Schmolling vom KJF. Eine Auswahl der in der Online-Galerie präsentierten jungen Fotokünstlerinnen und -künstler sowie der beteiligten Fotogruppen wird Anfang 2019 zu einer mehrtägigen Festveranstaltung nach Berlin eingeladen. Kooperationspartner sind die Bundeszentrale für politische Bildung und das wannseeFORUM Berlin.

 

"Way to Paradise" © Ali Reza Husseini, Cameo Kollektiv / KJF

Im Offenen Wettbewerb der Sony World Photography Awards haben es drei Fotografen aus Deutschland in ihrer Disziplin ganz nach oben geschafft: Manuel Armenis, Klaus Lenzen und Andreas Pohl gewinnen in den Bereichen „Architektur“, „Straßenfotografie“ und „Bearbeitete Fotos“.

Aller guten Dinge sind drei. Das gilt auch für die Sony World Photography Awards. Denn in diesem Jahr haben drei Kandidaten aus Deutschland den jeweils ersten Platz innerhalb des Offenen Wettbewerbs belegt. Manuel Armenis aus Hamburg gewinnt mit dem Foto „Alte Freunde“ nicht nur die „Straßenfotografie“-Kategorie, sondern auch den „National Award“. Für die Jury ist sein Foto aus allen deutschen Einsendungen in den zehn Kategorien des Offenen Wettbewerbs das Beste. Gisela Kayser, Geschäftsführung und künstlerische Leitung des Freundeskreises Willy-Brandt-Haus, hat sein Foto am meisten begeistert. Von Juli bis September 2018 wird sein Bild mit den Werken der anderen Gewinner im Herzen von Berlin im Willy-Brandt-Haus zu sehen sein.

Als „National Award“ Gewinner wird Manuel Armenis nicht nur bei der offiziellen Preisverleihung am 19. April in London dabei sein. Genau wie die übrigen beiden Gewinner erhält er eine Kamera-Ausrüstung von Sony. Zudem haben die drei Deutschen die Chance, in London als „Open Photographer of the Year“ ausgezeichnet zu werden. Der Titel ist mit 5.000 Dollar Preisgeld dotiert. Die Sony World Photography Awards gehören zu den größten und abwechslungsreichsten Fotowettbewerben der Welt. Im elften Jahr haben Fotografen aus mehr als 200 Ländern rund 320.000 Fotos eingereicht.

Manuel Armenis: „Straßenfotografie“ und „National Award“

Manuel Armenis lebt in Hamburg. 1971 in Mannheim geboren, widmet er sich heute vornehmlich der Straßenfotografie. Sein Ziel: Menschen und ihr Leben in der Stadt dokumentieren. Seine Werke wurden bereits in vielen verschiedenen Ländern ausgestellt – unter anderem in Australien und den Vereinigten Staaten. „Das Bild „Alte Freunde“ habe ich im Frühling 2017 in Hamburg gemacht. Die ältere Dame gehört zu den anmutigsten Menschen in der Nachbarschaft. Immer stilvoll, positiv, mit einem Lächeln auf den Lippen. Nie beschwert sie sich über irgendetwas. Und das, obwohl der Alltag ihr einiges abverlangt. Immer ist sie mit ihrem besten Freund unterwegs – ihrem kleinen Hund.“

Er sei unendlich froh darüber, bei den Sony World Photography Awards gleich zwei Auszeichnungen entgegennehmen zu können, sagt Manuel Armenis. „Das ist eine totale Überraschung. Ich bin so dankbar, dass meine Bilder so gut angekommen sind.“

Klaus Lenzen: „Bearbeitete Fotos“

Klaus Lenzen war Bankangestellter und ist heute passionierter Fotograf. Der Ratinger hat bereits verschiedene nationale und internationale Preise gewonnen – auch schon bei den Sony World Photography Awards. Seine Bilder überzeugen durch einen besonderen Minimalismus. Gerade Formen, Farben und Strukturen vermag er auf einzigartige Weise einzufangen. „Ich bin von der Auszeichnung total überwältigt“, erklärt er. „Mit meinem Foto ,Every breath you take‘ die Kategorie ,Bearbeitete Fotos’ zu gewinnen, hätte ich nicht erwartet. Zudem bin ich ja auch noch in der Kategorie Stillleben unter den Top Ten auf der Shortlist und habe in der „Motion“ Kategorie auch noch eine besondere Erwähnung erhalten. Keine Frage: Das sind die größten Auszeichnungen, die ich bisher erhalten habe.“

Andreas Pohl: „Architektur“

Andreas Pohl lebt und arbeitet in Berlin. Wenn er nicht fotografiert, ist er in der Wissenschaft tätig. Im Dezember 2009 kaufte er seine erste „richtige“ Kamera. Seit 2014 experimentiert er mit Graufiltern und Langzeitbelichtungen. Die meisten seiner Bilder sind schwarzweiß. „Das Bild ,Der Mann und der mysteriöse Turm‘ habe ich im Januar 2017 am späten Nachmittag kurz vor Sonnenuntergang aufgenommen“, erinnert sich der Fotograf. Zu sehen ist ein Turm des ehemaligen Deutschen Luftfahrtzentrums. In den 30er Jahren wurde dort an Modellflugzeugen gearbeitet. Heute ist das Areal Teil des wissenschaftlichen Campus‘ in Adlershof. „Ich kenne den Turm bereits seit vielen Jahren und wollte ihn immer schon im Schnee fotografieren. An diesem Tag war das Wetter perfekt. Nur wenige Studenten waren vor Ort. Nach ein paar Aufnahmen hatte ich das entscheidende Bild.“ Dass sein Foto bei den Sony World Photography Awards ausgezeichnet wird, mache ihn besonders glücklich und ein wenig stolz, sagt er. „Das gibt mir das Gefühl, dass ich in der Fotografie den richtigen Weg eingeschlagen habe. Das motiviert mich noch mehr. Ich möchte mich noch mehr weiterentwickeln.“

Insgesamt werden heute die Namen von insgesamt 63 National Award Gewinnern und der Sieger der zehn Kategorien innerhalb des Offenen Wettbewerbs veröffentlicht. Der Gesamtsieger des Offenen Wettbewerbs und die Gewinner der Profi-Kategorien werden am 19. April 2018 bekannt gegeben.

Die Gewinner der 10 Kategorien des Offenen Wettbewerbs sind:

  • Architektur: Andreas Pohl, Deutschland
  • Kultur: Panos Skordas, Griechenland
  • Bearbeitete Fotos: Klaus Lenzen, Deutschland
  • Landschaft & Natur: Veselin Atanasov, Bulgarien
  • Bewegung: Fajar Kristianto, Indonesien
  • Portrait: Nick Dolding, Großbritannien
  • Stillleben: Richard Frishman, USA
  • Straßenfotografie: Manuel Armenis, Deutschland
  • Reise: Mikkel Beiter, Dänemark
  • Wilde Tiere: Justuna Zduńczyk, Polen

 

Manuel Armenis

 

Imaging-Industrie ist mit Artificial Intelligence ein Motor für die Zukunft

Selbstfahrende Autos, automatisch nachbestellende Kühlschränke, Service-Roboter, die Drinks an den Platz bringen, Türen die sich mit Fingerabdruck öffnen, sich selbst sortierende digitale Bildarchive – die Zukunft verspricht komfortabel und spannend zu werden. „Wenig präsent ist, dass für all diese Szenarien die Imaging-Industrie mit ihren neuartigen Technologien der Bilderfassung und -verarbeitung der wesentliche Taktgeber ist“, kommentiert Christian Müller-Rieker vom Photoindustrie-Verband (PIV), die aktuellen Innovationstrends. Immer sind es Kameras – oder verwandte Geräte aus dem Imaging Ökosystem – und häufig KI-gestützte nachgelagerte Bildauswertungstools, die das alles überhaupt erst ermöglichen. Um künftig in allen Lebensbereichen ein Höchstmaß an Effizienz, Qualität, Nachhaltigkeit und Sicherheit gewährleisten zu können, ist der Bedarf an sehenden und interpretierenden Systemen grenzenlos.

Bisher: Automatisierte Bildverarbeitung

Bisher stand vor allem die automatisierte Bildverarbeitung im Fokus, die es zum Beispiel im Bereich Smart City möglich macht, Parklücken ebenso zu erkennen wie bei Smart Home etwa die fehlende Milch im Kühlschrank und sogar die Oberflächengüte von Werkstücken in der industriellen Fertigung. Bildverarbeitung ist die Schlüsseltechnologie auch für Industrie 4.0. Mit solchen Basis-Technologien werden heute schon wiederkehrende gleichförmige Aufgaben gut bewältigt. Flexibel und schnell reagieren wie ein Mensch können diese Bildverarbeitungs-Systeme jedoch nicht. Auch für komplexere Szenarien, wie etwa der Erkennung von gesuchten Personen auf Fotos von Überwachungskameras, bedarf es intelligenter Systeme, die zuvor mit einer Flut an Informationen gespeist wurden.

Intelligente, selbstlernende Systeme führen auf das nächste Level

Unter „intelligent“ und damit künstlicher Intelligenz (KI oder englisch „AI“ für artifical intelligence) versteht man vor allem selbstlernende Systeme. Während man früher etwa fest einprogrammieren musste, wie ein Programm zum Beispiel Gesichter erkennt, ist Software heute so flexibel, dass sie sich das selbst erarbeitet. Als Basistechnologie werden dazu sogenannte „Neuronale Netze“ verwendet. Sie sind vielfältig wie ein Schweizer Taschenmesser und haben nicht nur die Bild- sondern auch die Spracherkennung auf eine ganz neue Ebene gehoben. Vereinfacht gesagt erkennen neuronale Netze in einem Lernprozess – ähnlich wie der Mensch – anhand von Versuch und Irrtum, welche Operationen sie ausführen müssen, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen. Werden mehrere Schichten von neuronalen Netzen in Kombination eingesetzt, verbessern sich die Ergebnisse deutlich. Man spricht dann vom „deep learning“.

Damit neuronale Netze zum gewünschten Ergebnis kommen, hilft Feedback über die Richtigkeit ihrer Zwischenergebnisse sowie eine große Menge an Daten. Idealerweise werden neuronale Netze zum Start daher mit bereits von Menschen bewerteten Daten gefüttert, z.B. manuell verschlagwortete Bilder. Je mehr sie davon haben, desto einfacher und besser können sie Muster erkennen und desto zuverlässiger werden die Endergebnisse. Und das Beste: Im Lauf der Zeit werden sie immer besser, denn sie lernen ständig dazu.

In der Praxis: Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Der deutsche Stockfotografie-Anbieter EyeEm hat sich z.B. seinen großen Datenbestand zu Nutze gemacht und eine Anwendung auf Basis künstlicher Intelligenz entwickelt, die automatisch Schlagworte für Aufnahmen vorschlägt. Mittlerweile ist die automatische Erkennung von Szenen bei den großen KI-Anbietern im Bildverarbeitungsbereich Google, Apple und Microsoft Standard. So können zielsicher zum Beispiel nur Aufnahmen von einem Business-Meeting ebenso in einem großen Bildbestand gefunden werden wie solche einer Strandparty – ganz ohne, dass Menschen sie vorher katalogisieren müssen.

Ein wesentlicher Bereich von KI-Technologien ist die Gesichts-Wiedererkennung. Bildverwaltungsprogramme können so auf Basis der bereits eingelesenen Fotos automatisch zusammengestellte Sammlungen mit Aufnahmen bestimmter Personen anbieten. Microsoft geht sogar so weit, dass man versucht, Emotionen automatisch zu erkennen. So könnte es etwa möglich werden, zum 18. Geburtstag zielsicher ein Babyfoto mit trotzigem Gesichtsausdruck für ein Erinnerungs-Fotobuch zu finden.

Der Nutzen für Konsumenten

Für die Endanwender bedeutet all dies ein Plus an Komfort: Zeitintensive, eher langweilige Aufgaben wie das Verschlagworten werden ihnen abgenommen und sie können schneller mehr aus ihren Bildern machen. Die Einsatzmöglichkeiten gehen aber weit über den heimischen Computer und die eigenen Erinnerungsfotos hinaus. So werden etwa Supermärkte möglich, die komplette Selbstbedienung ganz ohne Kasse erlauben, weil sie erkennen, wo der Besucher gerade ist und was er in den Warenkorb gelegt hat. Zukunftsmusik? Mitnichten: Amazon hat kürzlich mit dem Go-Store in Seattle einen Prototypen eröffnet. Auch für Service-Roboter, die zum Beispiel in der Pflege unterstützen könnten, sind solche Technologien wichtig, denn sie sollen den richtigen Patienten selbständig erkennen und anhand der Mimik ablesen können, ob er zufrieden ist.

Ausblick in die Zukunft: Quantensprünge mit Quantencomputern

Eine Bremse für den Einsatz von KI-Technologien ist derzeit noch, dass sie vergleichsweise viel Rechenleistung verschlingen und für viele Einsatzgebiete noch zu langsam sind. Experten erhoffen sich von der Entwicklung von Quantencomputern, die deutlich leistungsfähiger sind als die heutigen Rechner, auch einen Quantensprung für die künstliche Intelligenz.

 

photokina 2018

Künstlicher Intelligenz (KI) als Tool und Lösung im Zusammenhang mit dem Imaging Ökosystem wird ein zentrales Trendthemen der photokina 2018 sein, die vom 26. bis 29. September 2018 in Köln ihre Tore öffnet. Man darf also gespannt darauf sein, was die Unternehmen auf der Imaging-Weltleitmesse zeigen werden.

Das NRW-Forum Düsseldorf und die Deutsche Fotografische Akademie laden ein zur Tagung der DFA vom 20. bis 22. April 2018.

Das zentrale Anliegen der DFA ist es, einen lebendigen und auch kontroversen Diskurs über das Medium Fotografie und ihre Verwendung im Kontext der zeitgenössischen Kunst wach zu halten. In den letzten Jahren ist ein immer stärker wachsendes Interesse an diesem Dialog spürbar. Als Reaktion darauf tourt die DFA mit ihren Tagungen durchs Land und hat mit dem NRW-Forum Düsseldorf einen idealen Ort für die diesjährige Frühjahrstagung gefunden. Das detaillierte Programm wird in Kürze auf der Website der DFA veröffentlicht: www.deutsche-fotografische-akademie.com.

Der Portfoliowalk hat sich in den letzten Jahren als fester Bestandteil der DFA-Tagungen etabliert. Er bietet vielen Fotograf/Innen die Gelegenheit, ihre Arbeiten einem breiten Publikum zu präsentieren und hilfreiche Kommentare und Ratschläge von Experten aus Theorie und Praxis zu bekommen. Auch in diesem Jahr können Sie sich wieder für eine Teilnahme am Portfoliowalk bewerben. Die 20 ausgewählten Fotograf/Innen präsentieren ihre Bilder am 21.4.2018 von 18-21 Uhrzur in den Räumen des NRW-Forums Düsseldorf, wofür ihnen jeweils ein Tisch zur Verfügung steht.

Die überzeugendsten Portfolios werden im Magazin der DFA veröffentlicht.

 

Bewerbung für den Portfoliowalk

10 Bilder, jpgs, 1200 Pixel (lange Seite),
Text zur Arbeit, max 1000 Zeichen,
und eine aktuelle Biografie
bitte senden an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Einsendeschluss: 11.3.2018. Die ausgewählten Teilnehmer/Innen werden bis Ende März benachrichtigt.

 

Die Jury

Ingo Taubhorn, Präsident der DFA
Celina Lunsford, Vizepräsidentin der DFA,
Jürgen Scriba,
Andreas Langen,
Wolfgang Zurborn

 

Der Tagungsort

NRW-Forum Düsseldorf
Ehrenhof 2, 40479 Düsseldorf
Tel. +49 (0)211 – 89 266 90
Fax. +49 (0)211 – 89 266 82
Mail. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Website: www.nrw-forum.de

Detaillierte Informationen zur Deutschen Fotografischen Akademie unter: www.deutsche-fotografische-akademie.com

 

BU: Portfoliowalk der DFA im Haus für Photographie, Deichtorhallen Hamburg, November 2017

Sebastian Blume hat mit seiner Foto-Kampagne „Spende Leben, lass dich typisieren“ dem Blutkrebs den Kampf angesagt.

Vor zwei Jahren entdeckte Sebastian Blume in der Straßenbahn zufällig einen Flyer mit dem verzweifelten Appell, beim Kampf gegen den Blutkrebs zweier Kinder aus Hannover mitzuhelfen. Je mehr Menschen sich typisieren lassen, desto höher die Wahrscheinlichkeit, einen geeigneten Stammzellenspender zu finden. Dieser Flyer beschäftigte Blume an den darauffolgenden Tagen sehr, groß war der Wunsch, selbst aktiv zu werden. Da er bereits typisiert war, entschied sich der Niedersachse, mit seiner Fotografie zu helfen. Es entstand die Kampagne „Spende Leben, lass dich typisieren“. Ziel: Promis ablichten und damit Menschen für den Kampf gegen Blutkrebs zu sensibilisieren. Leider schlug das Schicksal auch in Blumes Familie zu: sein Vater erkrankte an Blutkrebs und verstarb vor kurzem. Ein – leider trauriger – Grund mehr für den Fotografen, sich noch intensiver und mit vollem Engagement für seine Kampagne einzusetzen.

Für die Kampagne reiste der Hochzeitsfotograf unter anderem zu Miroslav Klose nach Rom, das Shooting fand bei Kloses Lieblingsitaliener statt. Julian Draxler lichtete der Fotograf Zuhause ab, Udo Walz bekam Blume in dessen Salon in Berlin vor die Linse. Zur Verfügung stellten sich für das Projekt außerdem Altkanzler Gerhard Schröder, Klaus Meine (Sänger der Scorpions), Fritz Kalkbrenner (Musikproduzent), Mousse T (Musikproduzent), Mirko Slomka (Fußballtrainer), Stephan Weil (Ministerpräsident Niedersachsen), Olaf Lies (Wirtschaftsminister), Deborah Saison (US-Amerikanische Opernsängerin), Dr. Eckhard Scholz (Vorstandsvorsitzender VW Nutzfahrzeuge) sowie viele regionale Größen aus Hannover.