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 „Musik“ lautet das Thema des 6. Oberstdorfer Fotogipfels, der vom 06. bis 10. Juni 2018 im südlichsten Ferienort Deutschlands Fotobegeisterte aus der ganzen Welt einlädt. Premiumpartner Olympus ist wieder mit spannenden Workshops, einem Fotoerlebnispfad, Instahike, Check & Clean Service, Kameraleihservice sowie kostenlosen Photowalks und Lightpainting dabei. Echte Highlights sind die Ausstellungen in der Olympus Galerie. Im Fuggerpark sind die olympusXplorers und ihre beeindruckenden Aufnahmen aus den Pyrenäen & Island zu sehen sowie die Ausstellung »Unter Freunden« von Olympus Visionary Thomas Rabsch. In der Villa Jauss gibt es weitere Ausstellungen von den Olympus Visionaries: Frank Rückert präsentiert „EyeMusic“, Heinz Teufel „Klang-Welten“ und Frank Fischer „Im Rausch der Sinne“.

Olympus Galerie im Fuggerpark: Thomas Rabsch und olympusXplorers

Thomas Rabsch, der bereits im vergangenen Jahr viele Festivalbesucher mit seinen Reportagen begeisterte, zeigt in diesem Jahr seine Ausstellung »Unter Freunden«. Thomas Rabsch lebt seine eigene Bildsprache. Bob Geldorf, Coldplay, Joss Stone, die Beastie Boys, Gene Simmons, Lenny Kravitz und Lady Gaga sind nur einige der von ihm portraitierten Superstars. Ob auf oder hinter der Bühne, on Location oder im Studio, Thomas Rabsch bespielt die ganze Bandbreite der fotografischen Klaviatur fulminant.

Im November 2017 ist ein Teil des Kollektivs der German Roamers zu einer Abenteuerreise in die französischen Pyrenäen aufgebrochen, um die OM-D E-M1 Mark II und die M.Zuiko PRO Objektive zu testen. Begeistert von der Olympus Gear, war dies der Auftakt einer neuen Ära: Die #olympusXplorers wurden geboren. In Oberstdorf zeigen sie nun Aufnahmen dieser Reise sowie weitere aus Island. Die olympusXplorers laden außerdem vom 07.06., 15:30 Uhr bis 8.6., 14:30 Uhr, zu einem Instahike ein. Beginn und Ende der Tour im Oberstdorf Haus, Foyer. Interessierte können sich hier vorab anmelden: olympus.de/Instahike

Olympus Galerie in der Villa Jauss mit den Olympus Visionaries: Frank Rückert, Heinz Teufel und Frank Fischer

Wer Frank Rückert kennt, weiß um seine Liebe für die kleinen Dinge. Für Oberstdorf hat er nun, passend zum Festivalthema, die Ausstellung „EyeMusic“ kreiert. Gitarren und Klarinetten überzeugen mit einer Detailschärfe, die den Betrachter immer wieder fasziniert und Neues entdecken lässt. Beeindruckend auch die vibrierenden Seiten einer Violine oder ein Hi-Hat in Bewegung mit einem Bokeh, das den künstlerischen Ausdruck seiner Aufnahmen unterstreicht. Frank Rückert lädt zu einer ganz besonderen Entdeckungsreise ein.

Alle, die mehr über Makrofotografie und die Art, wie der Olympus Visionary seine Bilder inszeniert, erfahren möchten, haben an den folgenden Terminen Gelegenheit. Zuerst wird es eine persönliche Führung durch seine Ausstellung geben, und anschließend gibt es Tipps und Tricks an einem Makro-Setup:

  • , 07.06.: 10:00 – 12:00 und 15:30 – 17:30 Uhr
  • , 08.06.: 10:00 – 12:00 und 15:30 – 17:30 Uhr
  • , 09.06.: 10:00 – 12:00 und 15:30 – 17:30 Uhr
  • , 10.06.: 10:00 – 12:00 und 15:30 – 17:30 Uhr

Der Philosoph und Fotograf Heinz Teufel, ebenfalls kein Unbekannter in Oberstdorf, entführt den Besucher in seine »Klang-Welten«. Wer realistische Abbildungen erwartet, wird überrascht von Aufnahmen, die auf einer naturwissenschaftlich-geistigen Ebene einen ganz neuen Sinn ergeben. Das ist Teufels „Schule des Sehens“, die gestische Fotografie, die sichtbar macht, was sonst verborgen bleibt. Wer sich auf die Klang-Welten einlässt, wird mitgenommen zu einem Konzert des Universums.

Der Olympus Visionary Heinz Teufel wird auch persönlich anwesend sein und an folgenden Terminen durch seine Ausstellung führen:

  • , 08.06.: 15:30 – 17:30 Uhr
  • , 10.06.: 15:30 – 17:30 Uhr

Frank Fischer, seit über 13 Jahren Fototrainer und Inhaber der bundesweiten FF-Fotoschule, war mit seiner Olympus OM-D und dem Aufnahmegerät LS-100 an Islands Wasserfällen unterwegs. Seine Idee war es, die visuelle Wirkung der entstandenen Bilder mit der am Aufnahmeort vorhandenen Geräuschkulisse zu kombinieren. Denn auf seinen Reisen nach Island war ihm aufgefallen, dass jeder Wasserfall anders klingt. Um die Kraft des Wassers und den Fluss der gewaltigen Natur zu unterstreichen, hat sich der Olympus Visionary auf Langzeitbelichtungen der Wasserfälle konzentriert. So transportieren schon die Bilder die Dynamik des fließenden Wassers, welche durch den jeweiligen Sound verstärkt wird.

Wer Frank Fischer kennenlernen möchte, hat an den folgenden Terminen Gelegenheit dazu. Dann lädt der Fotograf zu Führungen durch seine Ausstellung:

  • , 07.06.: 10:00 – 12:00 und 17:00 – 19:00 Uhr
  • , 09.06.: 10:00 – 12:00 und 17:00 – 19:00 Uhr

Interessenten können sich für die Führungen der Künstler in der Villa Jauss gern vorab anmelden unter: https://www.fotogipfel-oberstdorf.de/workshops/fuehrungen.html

Die Villa Jauss ist am 06.06. von 18:00 – 22:00 Uhr geöffnet. An diesem Tag sind alle Fotografen ab 21:00 Uhr anwesend und führen durch ihre Ausstellungen. An den folgenden Festivaltagen ist die Villa jeweils von 10:00 – 19:00 Uhr geöffnet.

Alle Informationen und Buchung der Workshops unter: https://www.fotogipfel-oberstdorf.de/workshops

 

 

Hannes Becker

Gruppenausstellung mit Nicole Ahland, Ellen Auerbach, Alfred Ehrhardt, Scott B. Davis, Bill Jacobson, Adam Jeppesen, Sandra Kantanen, Isa Marcelli, César Martins, László Moholy-Nagy, Marianne Ostermann, Rita Ostrowskaja, Helena Petersen, Ida Pimenoff, Jorma Puranen, Pentti Sammallahti, Andrea Sunder-Plassmann, Donata Wenders, Francesca Woodman

  • Juni bis 9. September 2018
  • Eröffnung: Freitag, 29. Juni 2018, 19-21 Uhr
  • Eröffnungsrede: Dr. Marie Christine Jádi, Kuratorin der Ausstellung

Die Gruppenausstellung vereint fotografische Arbeiten zum Thema des Ephemeren, des kurzzeitigen Erscheinens und Verschwindens, des Fragilen und Transzendenten. Ihnen gemeinsam ist das durch Unschärfe, Langzeit- oder Mehrfachbelichtungen bedingte Auflösen des Bildgegenstands, der zugunsten einer bildimmanenten Stimmung in den Hintergrund tritt. Sie verweisen nicht auf etwas anderes außerhalb ihrer selbst, auch wenn wir Menschen, Räume, Landschaften oder Gegenstände darin zu erkennen vermeinen. Das, was gezeigt wird, erscheint und verschwindet zugleich. In vielen der Bilder geschieht dies mit Hilfe von Dunst oder Nebel, der eine alles umfassende Atmosphäre evoziert und somit einen emotionalen Zugang ermöglicht. Das Bild tritt dem Betrachter entgegen und schafft in seiner Fähigkeit, Präsenz zu erzeugen, einen Ereignis- oder Gefühlsmoment, den er während der Anschauung in seiner eigenen Imagination und seinem eigenen Gefühlsleben nacherleben kann. Die Ausstellung betrachtet das Phänomen des Ephemeren vorwiegend in der zeitgenössischen Fotografie anhand einer Auswahl von Künstlern, deren Arbeiten sich im Grenzbereich des Sichtbaren bewegen. Die Präsentation umfasst dabei Natur- und Landschaftsaufnahmen, Interieur- sowie Portraitdarstellungen und berücksichtigt verschiedene fotografische Techniken und Druckverfahren, wie beispielsweise Fotogramm, Photogravüre oder Platindruck.

Der dänische Fotograf Adam Jeppesen (*1978) experimentiert mit der Photogravüre, bei der er den Druckstock nur ein einziges Mal mit Farbe bestreicht, so dass das Motiv zunehmend verschwindet bis schließlich nur noch ein scheinbar leeres, weißes Blatt bleibt. Der Amerikaner Scott B. Davis (*1971) arbeitet mit einer großformatigen Fachkamera und stellt die originalgroßen Platindrucke in Diptychen als Positiv- und Negativansichten gegenüber, in denen das Motiv mal im Schwarz der Nacht, mal im gleißenden Weiß der Umkehrung verschwindet. Die finnische Fotografin Sandra Kantanen (*1974) löst hingegen mittels digitaler Verwischungen und Übermalungen die Oberfläche ihrer Rauchbilder in einem malerisch gestischen Duktus auf.

László Moholy-Nagy (1895-1946) zählt ohne Zweifel zu den Pionieren der kameralosen Fotografie und experimentierte seit den 1920er-Jahren mit Fotogrammen. Das Triptychon in der Ausstellung zeigt schemenhaft aus der dunklen Fläche auftauchende Spuren verschwundener Objekte, die zwischen der Sichtbarkeit an der Oberfläche und dem Verschwinden in einer abstrakten Räumlichkeit oszillieren. Den nur einige Millisekunden währenden Moment des Abschusses einer Feuerwaffe nutzt die Fotografin Helena Petersen (*1987) für ihre Serie Pyrographie, bei der das Fotopapier allein vom Mündungsfeuer belichtet und teilweise durch herabfallende Rückstände verletzt wird, so dass sich die aggressive Wucht des Schusses nicht nur visuell, sondern auch haptisch in die Bilder einschreibt.

Der Mensch, per se ephemer in seinem Dasein, ist Gegenstand einer Reihe weiterer Arbeiten. In ihren fotografischen Selbstportraits gehen die Künstlerinnen Andrea Sunder-Plassmann (*1959) und Rita Ostrowskaja (*1953) beide vom eigenen Körper aus, den sie mittels einer langen Belichtungszeit dem Verschwinden preisgeben. Von einer melancholischen Grundstimmung geprägt und nah am Tod sind auch die Selbstdarstellungen der amerikanischen Künstlerin Francesca Woodman (1958-1981). Mit exzessiver Vehemenz lotet sie die Grenzen und Möglichkeiten des Genres aus, spielt mit symbolisch aufgeladenen Requisiten, Abbildungstechniken und extremen Bildausschnitten. Auch Isa Marcelli (*1958), Bill Jacobson (*1955) und Donata Wenders (*1965) befassen sich mit der menschlichen Figur, die in ihren Fotografien auf verschiedene Weise entkörperlicht wird. All diesen Arbeiten gemeinsam ist eine Figur und Raum gleichermaßen durchwebende Stimmung, in der die Umrisse des Ich verschwimmen und verschwinden.

Das Aufspüren und Erleben von Stimmungen und ortspezifischen Atmosphären nimmt die Fotografin Nicole Ahland (*1970) zum Gegenstand ihrer Raumportraits. Ihre Bilder sind das Ergebnis eines intensiven Hineinfühlens in einen Raum, welches ihr ermöglicht, das »Raumgefühl« (Theodor Lipps) zu erspüren. Eine berührende Stille zeichnet auch die Arbeiten der finnischen Fotografin Ida Pimenoff (*1977) aus, die in ihren Arbeiten die spezifische Stimmung des Dämmerlichts einfängt. Ganz konkret verschwinden die baufälligen Interieurs bei Ellen Auerbach (1906-2004) und Alfred Ehrhardt (1901-1984). »Es sind Spuren der Zeit und des Alterns, die den Dingen Insignien der Präsenz verleihen«, beschreibt Gernot Böhme die spezifische Atmosphäre des Ephemeren, das ein »Miterscheinen des Daseins« ist. Besonders eindringlich spürt man dies in den bisher unbekannten Ruinenbildern Alfred Ehrhardts, die kurz nach dem Bombardement seines Hamburger Wohnhauses 1942 entstanden.

Als Sujet des Amorphen und Ephemeren fungieren häufig Wolken, wie beispielsweise in den Fotografien von Pentti Sammallahti (*1950) und César Martins (*1981). In den Aufnahmen des finnischen Fotografen Pentti Sammallahti ereignet sich oftmals Zauberhaftes, man hat das Gefühl, eine Traumwelt zu betreten, die einen magischen Sog ausübt. Während er den Himmel von der Erde aus festhält, begibt sich der in Portugal geborene Fotokünstler César Martins in die Wolken, um diese aus der sublimen Perspektive des Fliegenden festzuhalten. Mit der ephemeren Erscheinung von Eisblumen beschäftigt sich die Fotografin Marianne Ostermann (*1950). Die durch die vereisten Fensterscheiben fotografierten Aufnahmen entwickelt sie als Cyanotypien, in denen die Motive im samtenen Blau verschwimmen. Als Sehnsuchtsfarbe bestimmt das Blau die Icy Prospects des finnischen Fotografen Jorma Puranen (*1951). Seine Aufnahmen der arktischen Landschaft wirken wie eingefrorene Traumlandschaften. Tatsächlich handelt es sich jedoch um Reflexionen der Landschaft auf einem lackierten Holzbrett – auch die Grenzen von Wirklichkeit, Wahrnehmung und Einbildung sind ephemer, flüchtig und nicht klar zu fassen.

Begleitende Veranstaltungen:

  • Mittwoch, 4. Juli 2018, 19 Uhr: Vortrag von Prof. Dr. Gernot Böhme zum Ephemeren
  • Mittwoch, 1. August 2018, 19 Uhr: Performance und Vortrag von Prof. Dr. Ferenc Jádi
  • Sonntag, 9. September 2018, 16-18 Uhr: Finissage

 

Ellen Auerbach – Gotts Island

Die 10. Darmstädter Tage der Fotografie holten erneut für ein Wochenende internationale und nationale Fotografen, Künstler, Kuratoren und Experten der Fotografieszene in die Stadt Darmstadt. Von Freitag bis Sonntag zeigten renommierte Künstler und junge Fotografen ihre aktuellsten Werke und Serien – viele davon wurden zum ersten Mal öffentlich ausgestellt. An 12 verschiedenen Orten in Darmstadt wurde eine Bandbreite fotografischer Themen verhandelt – von Dokumentationen über Orte rechter Gewalt in Deutschland (Philipp Böll, Schauraum im Literaturhaus) oder Mädchen in einem Dorf in Indien (Karolin Klüppel, Kunst Archiv Darmstadt) bis hin zu surrealen Bildern aus Alltagsgegenständen (Jessica Backhaus, Kunsthalle Darmstadt) oder malerisch wirkenden Stillleben (Lia Darjes, Museum Künstlerkolonie). Dabei waren klassische Bild-Präsentationen als auch großformatige Wandbilder (Kehler Berge von Christiane Engelhardt, Kunstforum der TU Darmstadt) sowie mediale Projektionen (Migration als Avant-Garde von Michael Danner, Kunstforum der TU Darmstadt) und raumgreifende Installationen (Last Chance Junction von Holger Jenss, Kunsthalle Darmstadt) vertreten. Fast alle beteiligten Künstler waren persönlich anwesend und so wurde das Wochenende wieder als Zeit für Begegnung und regen Austausch unter den Künstler und anwesenden Experten genutzt. Bei öffentlichen Führungen und Gesprächen gab es für die Besucher die Möglichkeit, mehr über die Arbeiten zu erfahren und persönlich mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen. Bei sonnigem Frühlingswetter kamen rund 3.000 Besucher in die 12 Ausstellungen, die für alle kostenlos zugänglich waren. Der kostenlose Shuttle Service von Skoda Autos ermöglichte eine angenehme und komfortable Fahrt zu den Ausstellungsorten.

Hauptausstellung im Designhaus noch bis zum 6. Mai geöffnet

Zum Jubiläum ist die Hauptausstellung im Designhaus erstmals über das Festivalwochenende hinaus geöffnet. Noch bis zum 6. Mai kann die Schau mit Arbeiten von 16 internationalen Künstlern kostenfrei besichtigt werden.

Designhaus Hessen
Eugen-Bracht-Weg 6
64287 Darmstadt

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag (12 bis 18 Uhr)

Beteiligte Künstler: Mandy Barker, Norman Behrendt, Nancy Borowick, Daniel W. Coburn, Cortis & Sonderegger, Crey Crawford, Geert Goiris, Jiang Jian, Katrin Koenning,  Nico Krebs & Taiyo Onorato, Akihiko Miyoshi, Barbara Probst, Frank Schinski, Alp Sime

  1. Merck-Preis ging an Brigitte Lustenberger

Das Highlight des Eröffnungsabends war die Verleihung des 7. Merck-Preises. Die Jury hat sich nach Sichtung der Ausstellung im Museum Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe Darmstadt für die Arbeit „This Sense of Wonder“ von der Schweizer Künstlerin Brigitte Lustenberger entschieden. Die Preisträgerin wurde am Abend nach der feierlichen Eröffnung des Festivals bekannt gegeben und erhielt neben der Trophäe ein Preisgeld in Höhe von 7.000 Euro. Die beiden anderen Nominierten Hanna Becker und Michael Schmid wurden mit einem Preisgeld in Höhe von je 1.500 Euro für ihre Leistungen geehrt. Der Merck-Preis wird von dem Darmstädter Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck gestiftet und ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert.

Hoch karätig besetztes Symposium

Am Samstag war bereits am Morgen der Saal der Aula des Fachbereichs Gestaltung der h_da bis auf den letzten Platz gefüllt. Wir luden erneut zu einem Symposium ein, um Raum und Zeit für einen Diskurs über zeitgenössische Tendenzen in der Fotografie zu bieten. Das Podium wurde mit hochkarätigen internationalen Referenten besetzt: Den Auftakt machte die Kunstmarktexpertin Simone Klein mit einem Bericht über die Entwicklung der Fotografie auf internationalen Kunstmessen und Auktionen. Die Kuratorin Sena Cakirkaya (Istanbul) bot einen ausführlichen Blick auf aktuelle Produktionen türkischer Künstler und Fotografen unter den derzeitigen politischen Bedingungen. Katrin Koenning und Frank Schinski stellten ihr bisheriges fotografisches Schaffen vor und welche Strategien sie bei ihrer Arbeit anwenden. Dies bot nicht nur Inspiration, sondern auch seltene Einblicke hinter die Kulissen der im Designhaus ausgestellten Werke. Den Abschluss bildeten zwei wissenschaftliche Vorträge: Der Kurator Fabian Knierim (Wien) untersuchte, wie Künstler die Verwendung fotografischer Bilder im Web 2.0 als Grundlage neuer Werke nutzen. Der Kurator Urs Stahel (Zürich) wagte sich äußerst gelungen an einen Ritt durch das letzten Jahrhundert und betrachtete die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges auf die folgenden künstlerischen und fotografischen Bewegungen. Er beendete den Tag mit dem Status Quo: Statt erinnern, denken, wissen, reden, lieben, lesen, handeln … fotografieren wir.

Das Symposium fand mit freundlicher Unterstützung der Deutsche Börse Photography Foundation und h_da Hochschule Darmstadt statt.

 

©JohannesSchembs

Das Fotoevent in Karlsruhe und Umgebung

 

Vom 12. bis zum 13. Mai 2018 locken namhafte und renommierte Aussteller alle Fotobegeisterten ins Substage - Karlsruhe. Dann öffnet die »F18 - Fototage Karlsruhe«, die erste Fotomesse in Karlsruhe, Ihre Pforten.

Namhafte Firmen aus der Fotobranche werden Ihnen im Mai die aktuellen Produkte vorführen.  Mit dabei sind unter anderem Manfrotto, Cewe, Tamron, Ricoh, Fujifilm und Phase One.

Eine Liste aller anwesenden Aussteller finden Sie hier.

Jede Menge Live Aktionen, Beratungsgespräche und Informationen machen die Fotomesse zu einem ganz besonderen Erlebnis in Karlsruhe und Umgebung.

Der Eintritt zur ersten Foto Fachmesse in Karlsruhe ist kostenfrei.

 

Zusätzlich zu unserer Fachmesse wartet auf sie ein spannendes Seminar- und Workshop-Programm, das zum Mitmachen und Verweilen einlädt. Während beider Messetage können die Besucher ein kostenloses Seminar-Programm auf unserer Photostage genießen, bei vielen Mitmach-Aktionen die Fotografie hautnah und live erleben. Wer tiefer in die Materie eindringen möchte, ist bei unseren erfahrenen Referenten genau richtig. Sie vermitteln geballtes Fachwissen in unseren Fotoworkshops. Die Tickets zu unseren kostenpflichtigen Workshops können Sie schon bald im Shop kaufen.

Ausstellungen

Die Karlsruher Fototage präsentieren auf dem Areal des ehemaligen Schlachthofes in Karlsruhe verschiedene Fotoausstellungen. Entdecken sie die einzelnen Fotos, spazieren Sie über das Gelände und erfreuen Sie sich an großartiger Fotografie.

In verschiedenen Themengruppen zusammengefasst präsentieren wir die unterschiedlichsten Fotografen:

»Meet the Locals«

 6 regionale Fotoclubs präsentieren sich und ihre Mitglieder.

 Hasselblad Masters

 Eine Auswahl der Siegerbilder der Hasselblad Masters wird erstmalig in Karlsruhe zu sehen sein.

 »4. Fotomarathon Karlsruhe «

 Alle Teilnehmerfotos des 4. Fotomarathon Karlsruhe. Nicht nur während der Vernissage.

Im Bereich Weltenbummler führen uns die Fotografen zu den entferntesten Winkeln der Erde.

  • Art & Water Photography - David und Melanie Benz
    entführen uns in die tiefste See und verzaubern uns mit großartigen Unterwasserbildern. Vielleicht zeigen Sie uns ja ob es tatsächlich Meerjungfrauen gibt.
    http://www.art-and-water.de
    Einige ihrer Bilder könnt ihr bereits in unserem Blog bewundern.
  • Forest Walker - Pascal Meier
    Mit dem Zelt im Gepäck zeigt uns Pascal Meier die Schönheit einheimischer Wälder.
    https://www.forestwalker.de
  • Philip Ruopp
    begleitete mit der Kamera den Mountainbiker Tobias Woggon um die Welt. Herausgekommen sind beeindruckende Fotos.
    https://thespiritoftraveling.de
  • Der Motorradreisende - Erik Peters
    Statt mit dem Mountainbike geht es bei Erik Peters mit dem Motorrad weiter. Auch er entführt uns auf seinen Reisen rund um die Welt.
    http://motorradreisender.de
  • Neunzehn72 - Patrick Ludolph
    Mountainbike, Motorrad, Zelt, unter Wasser... das alles hatten wir schon. Patrick Ludolph entführt uns in den Alltag auf einem Containerschiff und zeigt beeindruckende Bilder nicht nur vom Alltag an Board.
    https://neunzehn72.de
  • The Landscape Project - Fabio Antennae
    Der Züricher verbringt einen Großteil seiner Zeit in den Schweizer Bergen und an den schönsten Fleckchen der Welt. Er wird uns wie kein anderer die Alpine Schönheit in atemberaubenden Fotos zeigen.

    https://www.fabioantenore.ch
    Einige seiner Bilder könnt ihr schon in unserem Blog sehen

Workshops

Lightpainting mit Zolaq

Lightpainting für Einsteiger

Am Freitag und Samstag, 11. und 12. Mai, findet jeweils um 21 Uhr ein Lightpainting-Einsteiger-Workshop mit Olaf Schieche / Zolaq statt.

Schwarzweiß Portraits mit Andreas Jorns

Schwarzweiß Portraits sind das Sujet von Andreas Jorns. Wenige fotografieren so emotionale und authentische Portraits wie er.

 

Infos finden Interessenten hier: http://www.foto-marathon.de/

 

 

Die Photoszene-Residency Artist meets Archive!

Deutschlands ältestes und größtes Fotofestival findet im September 2018 und Mai 2019 erneut parallel zur photokina - Weltleitmesse für Foto, Video und Imaging statt. Neben den zahlreichen Fotografieausstellungen im gesamten Stadtgebiet wird das Photoszene-Festival um ein hochkarätiges Projekt ergänzt, das in Kooperation mit dem Kölnischen Stadtmuseum, dem MAKK – Museum für Angewandte Kunst Köln, dem Museum Ludwig, dem Rautenstrauch-Joest-Museum, dem Rheinischen Bildarchiv und der Photographischen Sammlung / SK Stiftung Kultur entsteht: die Photoszene-Residency Artist meets Archive!

Die Photoszene freut sich, die eingeladenen Künstler bereits jetzt bekannt geben zu können:

Erik Kessels (NL) +++ Ola Kolehmainen (FIN) +++ Ronit Porat (ISR) +++ Fiona Tan (NL/IND) +++ Roselyne Titaud (F) +++ Antje Van Wichelen (BE)

Photoszene-Residency: Artist meets Archive

Köln ist international bekannt für seine hochkarätigen Fotografiebestände. In den Museen und Sammlungen der Stadt bildet sich Fotografiegeschichte ab. Sie geben einen einzigartigen Überblick über die Diversität und Verbreitung des Mediums in Kunst, Geschichte und Gewerbe. Die sechs international agierenden Künstler sind im September während des Photoszene-Festivals 2018 in die Sammlungen und Archive des Kölnischen Stadtmuseums, des MAKK – Museum für Angewandte Kunst Köln, des Museum Ludwig, des Rautenstrauch-Joest-Museum, des Rheinischen Bildarchivs und der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultureingeladen, um aus ihren Recherchen eine eigene künstlerische Arbeit oder Intervention zu entwickeln, die sie im Mai 2019 während des nächsten Photoszene-Festivals in den jeweiligen Häusern präsentieren werden.

„Das Projekt der Photoszene-Residency Artist meets Archive dient dazu, das große Potenzial Kölns im Bereich der Fotografie für ein Publikum sichtbar und erlebbar zu machen und möchte im gleichen Atemzug die aktuelle, internationale Fotografie und den zeitgenössischen Diskurs fördern und in Köln verankern. Die Stadt Köln besitzt unvergleichliche Schätze zur Fotografie in ihren und den beteiligten privaten Sammlungen, die zeitgenössischen künstlerischen Blicke darauf bringen den Schatz zum Strahlen.“ (Zitat der Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach)

Die Künstler/innen und die Sammlungen

Die israelische Künstlerin Ronit Porat (*1975) setzt sich in ihrer Arbeit mit der Frage auseinander, wie Archive Geschichte entstehen lassen und verwebt Archivmaterial bisweilen mit biografischen Texten. Aktuell wird sie mit dem renommierten Lauren und Mitchell Presser Photography Award für junge israelische Künstler und einer Ausstellung im Tel Aviv Museum of Art geehrt. Sie wird in die fotografische Sammlung des Kölnischen Stadtmuseums eintauchen.

Der niederländische Künstler, Designer, Verleger und Kurator Erik Kessels (*1966) ist international für seine humorvolle, kluge und pointierte Auseinandersetzung mit Fotografie und Found Footage bekannt. Er spürt unsichtbare und unentdeckte Muster in den zahllosen Fotomappen der meist privaten Bildarchive auf und betreibt damit eine Art visuelle Archäologie. Er wird sich einer bislang völlig unveröffentlichten Vorlagensammlung des MAKK – Museums für Angewandte Kunst Köln widmen.

Die in Amsterdam lebende Künstlerin Fiona Tan (*1966) beschäftigt sich in ihrem Werk mit der Darstellung von Erinnerung, Zeit und Geschichte, der Konstruktion von Fremden und Vertrautem. Sie wird sich mit einem bislang unbearbeiteten Fotoarchiv im Museum Ludwig befassen.

Die belgische Künstlerin Antje Van Wichelen speist Fotografien aus kolonialen Bildarchiven in ihre filmischen Arbeiten und bringt sie in neue Narrative. Ihre Intervention wird sich auf die Fotosammlung des Rautenstrauch-Joest-Museums beziehen.

Den finnischen Künstler Ola Kolehmainen (*1964) interessiert die Fotografie in ihrer Dualität als haptisches Objekt und Informationsträger für abgebildete Architektur. Er setzt sich im Rheinischen Bildarchiv mit ausgesuchten historischen Glasnegativen auseinander.

Die französische Künstlerin Roselyne Titaud (*1977) wird in den Archiven der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur recherchieren. Die sachlich dokumentarische Fotografie ist für die Künstlerin ein wesentlicher Bezugspunkt. In den von ihr seit den 2000er-Jahren erarbeiteten Serien blickt sie vor allem auf Interieurs, Stillleben, Objekte und vorgefundene Arrangements, die vielfach Natur und davon inspirierte Vorstellungsbilder reflektieren. In Roselyne Titauds Arbeit spiegeln sich alltägliches Repertoire und individuelle Archivalien, Zeitbezug und ein großes Gespür für Bedeutungszusammenhänge.

Das Rahmenprogramm des Photoszene-Festivals im Herbst 2018 wird die Sammlungs- und Archivbesuche der Künstler durch Diskussionen und Gespräche mit den jeweiligen Sammlungsleitern und Kuratoren begleiten.

Weitere Informationen zu den Künstlern des Photoszene-Residency Programms Artist Meets Archive auf: www.photoszene.de.

 

© Fiona Tan:

Vox Populi, Tokyo, photographic installation, 2007

courtesy the artist and Frith Street Gallery, London

photo: Wako Works of Art, Tokyo

Fotoausstellung Gideon Mendel – Wenn die Flut kommt: »Drowning World«

Seit mehr als 10 Jahren reist der Fotograf Gideon Mendel um die Welt und fotografiert dort, wo Städte, Landschaften, Straßen und Häuser in gewaltigen Wassermengen untergehen. Sein Langzeitprojekt »Drowning World« zeigt, dass die Fluten nicht wählerisch sind, nicht unterscheiden und ihre zerstörerische Kraft etwa auf den Philippinen, in Deutschland, in den USA oder auch in Indien gleichermaßen entfalten. Demonstriert wird ein bedrückender Blick auf die Folgen des weltweiten Klimawandels.

Ausstellungsort: Leica Galerie Zingst
Vernissage mit dem Fotografen: 27.05.2018 | 16:00 Uhr
Ausstellungsführung: 28.05.2018 | 15:00 Uhr
Foto-Talk: 27.05.2018 | 12:30 Uhr

In vier Kapiteln erzählt der in London lebende Fotograf die Geschichten jener, deren Leben unter Wasser versunken ist. Ein Teil seiner Arbeit sind die »Submerged Portraits« (Portraits), in denen er die Menschen zeigt, die alles verloren haben. Und zwar in dem Moment, wenn sie in ihre Häuser zurückkehren und sich über das Ausmaß der Zerstörung bewusst werden. Seine inszenierten Porträts zeigen ihre Verzweiflung und Wut, gleichermaßen auch die Kraft, mit der sie der Situation begegnen. Die »Floodlines« (Flutlinien) beschäftigen sich auf eine sehr formale Weise damit, welche Spuren das Wasser in und an den überfluteten Häusern hinterlassen hat – der Fotograf nimmt uns mit in die Häuser und zeigt in Wohn- und Schlafzimmern, dass das Wasser vor nichts halt macht und jeden Alltag versinken lässt. Die »Watermarks« (Wasserzeichen) sind durch das Wasser farblich veränderte und oft unkenntlich gemachte persönliche fotografische Erinnerungen und Familienbilder, die Gideon Mendel in den Häusern und außerhalb schwimmend eingesammelt hat. Diese Fundstücke zeigen nicht nur die rein materielle Zerstörungskraft des Wassers, sondern ganz symbolhaft auch, wie sich ein bis dahin gelebtes Leben durch die Flut verändert. Als viertes Kapitel fungiert ein Film mit dem Titel »The Water Chapters« (Die Wasser-Kapitel) die durch das Bewegtbild eine weitere Ebene in das Projekt bringt – Mendel begleitet seine Protagonisten per Film auf dem Weg zu ihren Häusern, zeigt ihre jeweilige Nachbarschaft und lässt vor allem die Stille der Flutgegenden zu, in denen alles zum Stillstand gekommen ist.

In der Zingster Leica-Galerie werden alle vier Kapitel, die in 13 Ländern rund um den Globus entstanden sind, zu einem ebenso beeindruckenden wie bedrückenden Gesamteindruck zusammengeführt. Die Ausstellung ist in Medienpartnerschaft mit dem Magazin GEO entstanden.

 

»Submerged Portraits« – Florence Abraham

»Submerged Portraits« – Florence Abraham

Nigeria, November 2012

Fotograf: Gideon Mendel

 

Fotoausstellung Tom Jacobi – „Into the Light“

Nach dem Erfolgsband „Grey Matter(s)“ präsentiert Tom Jacobi einen neuen Werkkreis unter dem Titel „Into the Light“ mit einer gleichnamigen Ausstellung zum Umweltfotofestival in Zingst. Es sind archaische Landschaften, in denen die Zeit still zu stehen scheint. Die Fotografien sind vom Licht erfüllt – entstanden auf einer Reise rund um den Globus. Die Ausstellung wird über das Umweltfotofestival »horizonte zingst« hinaus bis zum 15.08.2018 im Max Hünten Haus in Zingst zu sehen sein.

Das ist die Perspektive des Künstlers: „Als die Gestalt des Zweibeiners im Zwielicht vorgeschichtlichen Dunkels auftauchte, strebte sie dem Licht entgegen. Die Reinheit gleißender Helligkeit und die Symbolik der Farbe Weiß hat für die Menschen seit jeher magische Anziehungskraft.“ Tom Jacobi wendet das alte Wissen um die Magie der Farbe Weiß auf seine Landschaftsfotos an, für die er sieben Kontinente bereist hat.

„Gott sprach: Es werde Licht“, so die Bibel. Bei den alten Ägyptern war Weiß die Farbe der Freude. „Ein Kind der weißen Henne“ bezeichneten die Römer jemanden, der immer Glück hatte. Im Buddhismus ist die weiße Lotusblüte Symbol der Erleuchtung. Der Papst, als oberster Hirte, trägt Weiß. Weiß ist das Gegenteil von Schwarz, dem Nichts, dem Chaos, das auf ordnende Gestaltung wartet durch das Licht. Der Mensch braucht Weiß, die hellste aller Farben, zum Überleben, sie gibt ihm Halt in einer haltlosen Welt. Mit dem Verständnis um die Macht der Farbe Weiß fotografierte Tom Jacobi Landschaften, die so eine zeitlose Dimension symbolisieren.

Die Ausstellung im east Hotel wird mit deren freundlicher Unterstützung vom 12.04.-19.09.2018 in Hamburg präsentiert.

 

Way to Go ©Tom Jacobi

MASTERS-Ausstellung Stopover – Zwischenhalt vom 13. April bis 13. Mai

Zum dritten Mal in Folge zeigt der Studienbereich Fotografie der Folkwang Universität der Künste im Untergeschoss des Museum Folkwang aktuelle Arbeiten seiner Masterstudierenden aus dem dritten Semester. Die Ausstellung Stopover – Zwischenhalt wird am 12. April um 18.00 Uhr eröffnet und läuft bis zum 13. Mai. Der Eintritt ist frei. Gezeigt werden Fotografien, Installationen, Projektionen, Buchkonzepte, Film- und Videobeiträge von Inga Barnick, Matthias Brandl, Niklas Baumberger, Eric Greven, Malte Lambert, Francesca Magistro.

Mit der Ausstellungsfläche UG im Folkwang erhalten die Masterstudierenden der Photography Studies and Practice die Möglichkeit, ihre eigene Arbeit im musealen Umfeld zu erproben. Ausstellungskonzept und Rahmenprogramm haben sie im engen Austausch mit ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen aus dem Master-Studiengang Photography Studies and Research entwickelt. Damit treten künstlerische Produktion und wissenschaftliche Praxis in einen engen Dialog. Gleichzeitig erhalten beide Studienprogramme frühzeitig professionelle Einblicke in die komplexen Abläufe der Institution Museum.

Nähere Infos zur Ausstellung erhalten Sie unter www.folkwang-uni.de/fotografie. Für weitere Rückfragen stehen Ihnen Prof. Gisela Bullacher, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder das Sekretariat des Fachbereichs Gestaltung, Dorothea Frink, unter 0201. 6505 1404 zur Verfügung.

Zeitgleich findet ebenfalls im Untergeschoss des Museum Folkwang die Eröffnung der Ausstellung Hollis Frampton: ADSVMVS ABSVMVS, In memory of Hollis William Frampton, Sr., 1913–1980, abest statt.

Studentische Vorbereitung auf das 11. Umweltfotofestival »horizonte zingst«

Rund 35 Fotostudenten internationaler Institute waren in der Woche vom 04.03.-11.03.2018 in Zingst, Ahrenshoop, dem Weststrand und Warnemünde auf Motivsuche für vier unterschiedliche Projekte.

Außerdem präsentierten die 15 Studenten des »Neuen BFF-Förderpreises« ihre Bilder, für die sie in den letzten drei Monaten auf der ganzen Welt fotografiert haben.

Zum zweiten Mal ist der BFF bereits bei der Foto-Convention dabei (Bund freischaffender Fotografen und Filmgestalter eV). Die Teilnehmer des »Neuen BFF-Förderpreises« haben in Zingst ihre fertigen Bildstrecken vorgestellt. Ein spannender Moment war es, als der Kurator Klaus Tiedge mit seinem Team einen ersten Blick auf die Bilder werfen konnte. Nach diesem »Schulterblick« werden zehn Projekte ausgesucht und als große Open-Air-Ausstellung zum 11. Umweltfotofestival »horizonte zingst« präsentiert.

Ein Thema zieht sich wie ein roter Faden durch die Foto-Convention Young Professionals 2018: »Grenzen«. Der grenzenlose Austausch unterschiedlicher Nationen und eine geballte Kreativität, der keine Grenzen gesetzt sind: Zu erleben war dies während der Eröffnungsveranstaltung im Kunsthallenhotel Vier Jahreszeiten, den Vernissagen in der Leica-Galerie Zingst von Simon Puschmann und Kai-Uwe Gundlach im Max Hünten Haus.

Auch die Themenwahl der einzelnen Projekte greift den Tenor auf: Das trinationale Projekt mit seinen Studierenden aus Stuttgart, Riga und Arles arbeitete zu »Human & Sea« mit einem politisch/humanitären Ansatz. Das Thema »Grenzen« übertrugen sie auf das Meer, welches sie als grenzenlosen Raum interpretierten. Die Wiener Studenten der Höheren Graphischen Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt setzten das grenzenlose Eingreifen des Menschen in die Natur/Umwelt in dieser Woche in Zingst fotografisch um. Die Studenten der regionalen Hochschulen aus Greifswald und Rostock verschrieben sich ganz bewusst der grenzenlosen gestalterischen Freiheit, welche sich ergibt, wenn man sich dem Korsett eines festgesteckten thematischen Rahmens entzieht.

Unterschiedlicher konnten die Ansätze/Themen der Studentengruppen eigentlich nicht sein. Gemeinsam aber hatten alle die grenzenlose Begeisterung und eine glühende Leidenschaft für die Fotografie, welche in der Woche in Zingst überall zu spüren war.

Als Ergebnis lässt sich festhalten: Zingst steht für den studentischen Dialog auf internationaler Ebene. Deutschlandweit einmalig ist diese Förderung der Young Professionals, welche von Zingst ausgeht. Auf dem Weg zum Profifotografen ist Zingst ein Meilenstein. Hier lernen die angehenden Professionals von namhaften Fotografen in Talks/Portfolioreviews und der gemeinsamen Besprechung und Postproduktion ihrer Bilder.

 

Schulterblick bei den Fotografen vom BFF ©Tobias Habermann

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